Optik mit dem Schalungssystem

Schule und Verwaltungsbau bilden Oberflächen mit Charakter

Emerkingen (ABZ). – Bei großen und repräsentativen Objektbauten liegt die Gestaltung mit Sichtbeton nach wie vor im Trend. Aber auch kleinere Gebäude und Infrastrukturbauten gewinnen an Charakter mit Sichtbetonoberflächen.
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Der komplexe Bauablauf des Münchener Schulzentrums Bayernkaserne Süd erforderte eine detaillierte Ausführungsplanung über alle Bauphasen hinweg. Foto: Peri Deutschland

Was architektonisch auf dem Papier gefällt, kann bei der Umsetzung allerdings eine Herausforderung sein – es sei denn, das passende Schalungssystem und Know-how stehen zur Verfügung. In vielen anspruchsvollen Projekten bewährt hat sich laut eigener Aussage die Wandschalung MAXIMO des Schalungs- und Gerüstherstellers Peri. Von A wie Anker bis Z wie Zement haben Bauunternehmen den Rohbau damit im Griff, so der Gerüsthersteller.

Nach dem DBV/VDZ-Merkblatt "Sichtbeton" entspricht eine "glatte, geschlossene und weitgehend einheitliche Betonfläche" der höchsten Sichtbetonklasse SB4. Für SB3 muss es immerhin noch eine "geschlossene und weitgehend einheitliche Betonfläche" sein. Um das bei einem Rohbau in Ortbetonbauweise zu erreichen, sind viele Details zu beachten. Dazu gehören beispielsweise die Ebenheit, Porigkeit und Textur der Betonoberflächen, die Breite und Regelmäßigkeit der Arbeitsfugen, ein einheitlicher Farbton des Betons und die entsprechende Schalungshautklasse für eine gleichmäßige Fläche ohne Beschädigungen. Gerade bei anspruchsvollen Sichtbetonprojekten entscheidet deshalb die Wahl der Schalung wesentlich mit über den Erfolg. Erst der richtige Mix aus vorausschauender Planung, hochwertigem Schalungssystem, geeigneter Betonrezeptur und fachgerechtem Betonierprozess ermöglicht einwandfreie Ergebnisse. Und das sowohl im optischen als auch im wirtschaftlichen Sinn.

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Das Schalungssystem MAXIMO von Peri eignet sich laut Unternehmen nicht nur für den Hochbau, sondern auch für Infrastrukturbauten, beispielsweise Brücken. Foto: Peri Deutschland

Maßgeblich für eine herausragende Optik sind gleichmäßige Betonoberflächen, die den Ansprüchen an die geforderte SB-Klasse standhalten. Doch nicht zu unterschätzen sind auch die Positionen der Arbeitsfugen und Ankerlöcher. Weithin sichtbar, unterteilen sie große Wandflächen, beeinflussen die Wirkung der Gebäudeproportionen und prägen so den Eindruck des Gesamtbildes wesentlich mit. Für höchste architektonische Anforderungen muss dieser optische Effekt also mit einberechnet werden.

Was die Wandschalung MAXIMO von Peri laut Unternehmensüberzeugung deshalb für Sichtbetonprojekte prädestiniert, ist ihre spezielle Philosophie in Bezug auf die Ankerstellen: Bei dem Pioniersystem der einseitigen Ankertechnik sind die Ankerstellen mittig in den Elementen angeordnet. Das mache nicht nur die Handhabung einfacher, sondern sorge bei Sichtbetonoberflächen für ein gleichmäßiges und optisch ruhiges Betonbild, da die Abstände zwischen Fugen und Ankerlöchern ein geordnetes Raster ergeben. Unterschiedliche Verschlusstechniken der Ankerstellen lassen dabei die Wahl zwischen unterschiedlichen Sichtbetonausführungen, von unauffällig bis edel betont. Das Ergebnis sei ein harmonischer Gesamteindruck, der die Architektur des Gebäudes unterstreicht.

Ein Beispiel dafür ist laut Peri der Verwaltungsbau des Unternehmens Meinrad Kopp im baden-württembergischen Emerkingen. Selbst als Spezialist für Sichtbetonkosmetik unterwegs, stellte der Bauherr hohe Qualitätsanforderungen, denn das zweigeschossige, würfelförmige Gebäude dient seinen Kunden als Anschauungsobjekt, berichtet der Auftragnehmer. Für die 7,2 m hohen Außenwände aus einem Guss und die verschiedenen Innenwände wurde die MAXIMO Wandschalung aus dem Peri Mietlager verwendet, wobei die Elemente für alle sichtbaren Flächen mit neuer Schalhaut belegt wurden. Als Verschluss für die Ankerlöcher kamen Betonkonen zum Einsatz.

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Das moderne, zweigeschossige Bürogebäude des Sichtbetonspezialisten Kopp besticht laut Peri mit seiner sehenswerten Sichtbetonfassade mit einem klar gegliederten Fugen- und Ankerraster. Foto: Peri Deutschland

Von der Schalungs- und Bauwerksplanung bis zur Bauausführung stimmten sich Architektin, Bauunternehmer, Bauherr und die Peri Fachberater detailliert miteinander ab. Die Lösung ist eigener Aussage zufolge sehenswert und durch die Systemschalung mit einseitig bedienbarer Ankertechnik hoch wirtschaftlich. Geschäftsführer Manfred Kopp kann das nur bestätigen: "Ich bin hochzufrieden, die gute Ausführungs- und Sichtbetonqualität sind das professionelle Ergebnis einer sehr positiven Zusammenarbeit aller Beteiligten. Da das Endprodukt Sichtbeton für uns als solches wichtig ist, war es auch interessant, die Herstellung unter realen Baustellenbedingungen live mitverfolgen zu können."

Schulzentrum Bayernkaserne

Etwas anderer Art waren die Herausforderungen beim Bau des Schulzentrums Bayernkaserne Süd in München mit mehr als 50.000 m² Grundstücksfläche. Die beiden Gebäudekomplexe beherbergen Kindertagesstätte, Grundschule und Gymnasium, Mensa, Tiefgarage, Sporthallen und Schwimmbad. Um die speziell gestaltete Oberfläche der Sichtbetonwände realisieren zu können, setzte das ausführende Bauunternehmen Leonhard Weiss die Variante MAXIMO Struktur ein. Die Besonderheit dabei waren halbrunde Einfräsungen in den Schalungsplatten, die zusammen mit dem Architekten konzipiert wurden und nicht nur die hohen architektonischen Anforderungen, sondern auch alle Sicherheitsaspekte für den Schulbetrieb erfüllen. Generell unterstützte Peri die anspruchsvolle Baumaßnahme von Anfang bis Ende. Bereits in der frühen Planungsphase bildeten dem Unternehmen zufolge beispielsweise Stellpläne mit entsprechenden Wandansichten eine wichtige Grundlage für konstruktive Arbeitsgespräche mit Architekten und Bauherrn. Während der Bauausführung sorgte die Materialdisposition des Herstellers für eine punktgenaue Lieferung der Schalung, um den hohen Materialbedarf zum jeweils gewünschten Termin abdecken zu können.

Brücke an der Kreisstraße

Das Wandschalungssystem von Peri eigne sich aber nicht nur für den Hochbau, sondern auch für Infrastrukturprojekte, zum Beispiel Brücken. Dabei sei ebenfalls häufig Sichtbeton gefragt, wie beim Neubau einer 211 m langen und 12,8 m breiten Brücke an der Kreisstraße K203 im Emsland. Als Schalungssystem für Brückenwiderlager und -pfeiler sowie für den Überbau diente dem bauausführenden Unternehmen Oehm ebenfalls die Wandschalung MAXIMO Struktur. Werkseitig ist bei dieser Variante eine 3-Schicht-Trägerplatte montiert, auf die eine zusätzliche Brettschalung gesetzt werden kann. Unterschiedliche Platten und Profilbretter lassen großen Spielraum für die Gestaltung. Auf Kundenwunsch liefert Peri die Elemente auch fertig montiert oder mit maßgenau zugeschnittener Schalhaut für die bauseitige Montage. MAXIMO Struktur ist laut Hersteller außerdem problemlos mit den Standardelementen des Schalungssystems kombinierbar, wenn beispielsweise nur für eine Seite eine spezielle Betonoberfläche gefordert ist.

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