Patentiertes Verfahren

Abbruchunternehmen sprengt und zerkleinert Windräder

Gerbach (ABZ). – Die Reisch Sprengtechnik GmbH hat das Verfahren einer Sprengfaltung von Betontürmen, deren Lockerungssprengung von Betonfundamenten sowie das Zerkleinern der Türme und Fundamente anhand des Rückbaus von zwei Windenergieanlagen im Windpark Schneeberghof nahe Gerbach beschrieben.
Reisch Sprengtechnik Abbrucharbeiten
Durch die Anordnung der gegenläufigen Sprengebenen ergibt sich ein systematisches Einknicken und Verschieben der Betonturmsegmente. Ein Betonturm mit einer Höhe von 100 m verkürzt sich hierzu in der Falllänge um 50 %. Foto: Reisch

Die Fallrichtungssprengung von WEA-Betontürmen hat sich mittlerweile als günstiges Verfahren am Markt hinsichtlich deren Rückbau etabliert, wie das Unternehmen berichtet.

Der Nachteil des vorgenannten Verfahrens sei jedoch der große Flächenverbrauch und deren Flächenpressung, sowie die zeit- und kostenintensive Erstellung und Rückbau von Fallbetten und Fremdmaterial in deren Böden.

Das innovative und europaweite patentierte Verfahren der Sprengfaltung mit zwei oder mehreren gegenläufigen Sprengebenen ist hierzu laut Reisch wesentlich sicherer, effizienter, kostengünstiger und naturverträglicher gegenüber dem vorgenannten Verfahren der Fallrichtungssprengung. Durch die Anordnung der gegenläufigen Sprengebenen ergibt sich ein systematisches Einknicken und Verschieben der Betonturmsegmente.

Falllänge verkürzt

Ein Betonturm mit einer Höhe von 100 m verkürzt sich hierzu in der Falllänge um 50 %. Das heißt der Platzbedarf beträgt hier gerade einmal 50 m Länge und 20 m Breite, wie Reisch betont. Das entspreche etwa den bereits vorhandenen und verdichteten Kranstellflächen. Es müssen keine weiteren Flächen für die Sprengfaltung der Betontürme geschaffen werden und es kann eine witterungsunabhängige Nachzerkleinerung und Recycling des Betonturms erfolgen, so das Unternehmen.

Die nachfolgende Lockerungssprengung des Fundamentes ist Reisch zufolge aus naturschutzrechtlichen (Emissionen) und wirtschaftlichen Gründen gegenüber den Meißelbaggern zu favorisieren. Der Zeit- und Kostenvorteil betrage hier mindestens 35 %.

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Nach dem Heraussprengen der Fundamente werde das Eisen vom Beton getrennt und Brecher-gerecht zerkleinert. Foto: Reisch

Für die Weiterverarbeitung der gesprengten Türme und Fundamente besitzt das Unternehmen laut eigenen Angaben zwei Hitachi-Bagger ZX350 inklusive aller Anbauteile, wie Pulverisierer, Greifer, Magnet etc. Die gesprengten Türme sollen Brecher-gerecht zerkleinert werden.

Für den Wegebau

Nach dem Heraussprengen der Fundamente, werde das Eisen vom Beton getrennt und ebenfalls Brecher-gerecht zerkleinert. Das komplette Material soll auf 0/45 gebrochen und gesiebt und zur weiteren Verwendung für Wegebau und Kranstellflächen eingesetzt werden.

Die Reisch Sprengtechnik GmbH ist seit 1985 weltweit in der Spreng-, Abbruch- und Pyrotechnik tätig. Mit der Zeit hat sich das Unternehmen schwerpunktmäßig auf die Planung und Durchführung kontrollierter und sicherer Sprengungen ausgerichtet. Die Arbeiten führen das Unternehmen im gesamten Bundesgebiet, sowie weltweit durch.

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