Sichere Fliesenverlegung

Balkone fachgerecht und dauerhaft instand setzen

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Die PCI Augsburg GmbH begleitete die Sanierung von insgesamt 55 Balkonen einer Wohnanlage in Offenbach. Zunächst wurden drei Musterbalkone im Team mit Planer und Fliesenlegermeister erstellt. Entsprechend der bewährten Vorgehensweise erfolgte dann auch die Instandsetzung der übrigen Balkone. Fotos: PCI

OFFENBACHER (ABZ). - Fliesenbeläge für Balkone und Terrassen weisen eine hohe Lebensdauer auf. Trotzdem können ausgeführte Systeme in wenigen Jahren schadhaft sein. Vor allem dann, wenn die Verlegung nicht mit geeigneten Fließbettklebern oder im "Kombinierten Verfahren" erfolgt. Entscheidend ist außerdem die Einhaltung des erforderlichen Gefälles. Dieses wurde gerade bei Bauten in den 70er-Jahren oft nicht eingeplant oder gar mit Kontergefälle ausgeführt. Wie die Sanierung solcher Balkone fachgerecht und dauerhaft realisiert werden kann, zeigt die Vorgehensweise bei einer Wohnanlage in Offenbach.

Balkone und Terrassen sind aufgrund ihrer exponierten Lage starken Witterungseinflüssen und hohen Temperaturunterschieden ausgesetzt. Mit neuartigen Fliesensystemen ist es aber trotzdem möglich, Fliesenbeläge so zu verlegen, dass sie dauerhaft und langlebig sind. Wichtig ist dabei, die anerkannten Regeln der Technik einzuhalten oder bewährte Sonderlösungen anzuwenden. Die PCI Augsburg GmbH hat hierfür Verlegeprodukte entwickelt, die gut aufeinander abgestimmt alle Anforderungen an eine sichere Fliesenverlegung im Außenbereich erfüllen. Die Balkoninstandsetzung der Offenbacher Wohnanlage unterstützen PCI-Fachberater Andreas Marx und Ingo Grollmisch von der PCI-Anwendungstechnik mit Know-how und Praxiswissen. Mit dem beauftragten Fliesenverlegefachbetrieb Michael Port fand zunächst ein Ortstermin statt, um die Vorgehensweise an drei Musterbalkonen zu definieren. Die insgesamt 55 Balkone der Wohnanlage wiesen u.a. ein ungenügendes Gefälle auf. Risse und gerissene bzw. hohlliegende Fliesen waren die Folge. Nach dem Entfernen der alten Fliesenbeläge wurde zunächst ein leichtes Gefälle von ca. 1 % aufgebracht. Dieser Kompromiss war vorher mit dem Eigentümer abgeklärt worden. Denn aufgrund der örtlichen Gegebenheiten konnte das normalerweise übliche Gefälle von 1,5–2 % nicht realisiert werden. Die anschließende Grundierung der Betonoberfläche erfolgte aus Zeitgründen mit PCI Gisogrund Rapid. Für die dauerhaft sichere Abdichtung im Verbund (Feuchtigkeitsklasse B0) kam PCI Pecilastic U zum Einsatz. PCI Pecilastic U kann bis zur Feuchtigkeitsbeanspruchungsklasse C in Großküchen, Autowaschanlagen etc. eingesetzt werden. Die Wabenstruktur der Polyethylenfolie im Inneren der Abdichtungsbahnen wirkt wie ein zusätzlicher Feuchtigkeitspuffer, der sich kapillarpassiv verhält und so Schäden durch Frost wirkungsvoll vorbeugt. Innerhalb der Verbundkonstruktion stellt PCI Pecilastic U den Haftverbund sicher und entkoppelt die Konstruktion wirkungsvoll. Damit werden Spannungen im Oberbelag und Spannungsrisse im Untergrund schadensneutral abgebaut. Verklebt wurden die Abdichtungsbahnen mit dem Fließbettmörtel PCI Nanoflott light. Die wasserdichte Abklebung der Stöße erfolgte mit PCI Pecitape 120 und PCI Seccoral 1K. Im Bereich der Deckendurchdringung wurde eine passende Fallrohrmanschette mit PCI Seccoral 1K aufgeklebt und die Fallrohre eingeschoben.

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Mit den Abdichtungsbahnen PCI Pecilastic U erfolgte die Abdichtung. Vollflächig verklebt mit PCI Nanoflott light, an den Stößen mit PCIPecitape und PCI Seccoral 1K.

Wichtig für die Langlebigkeit der Fliesenbeläge ist zudem die Verlegetechnik. Einen dauerhaften Schutz vor Frostschäden und Alkalisilikatausblühungen bietet nur die hohlraumfreie bzw. hohlraumarme Verlegung. Diese lässt sich durch das "Kombinierte Verfahren" (Buttering-Floating-Verfahren) oder durch Verwendung neuartiger Fließbettmörtel erreichen. Ein weitestgehend hohlraumfreies Verlegen ohne Anwendung des "Kombinierten Verfahrens" gewährleistet PCI Nanoflott light. Ausschlaggebend dabei ist die Verarbeitung in fließbettfähiger Einstellung. Auf diese Weise erfolgte die Verlegung der Fliesen zuerst auf den Musterbalkonen, das Verfugen im Anschluss mit dem flexibilisierten Fugenmörtel PCI Flexfug. Eck-, Anschluss- und Bewegungsfugen wurden mit dem einkomponentigen Polyurethan-Dichtstoff PCIElritan 100 elastisch verfugt.

Zur vollen Zufriedenheit von Eigentümer und Planer war die Instandsetzung der drei Musterbalkone erfolgt. Alle weiteren 52 Balkone mit einer Fläche von 9 m² im ersten Obergeschoß und einer Fläche von 5m² ab dem zweiten Stockwerk wurden entsprechend dieser Vorgehensweise saniert. Die Bewohner können die Balkone zwischenzeitlich wieder nutzen und die Aussicht genießen. Bewährt hat sich auch bei diesem Bauvorhaben die Zusammenarbeit mit einem Meisterbetrieb. Denn die Ausführung erforderte ein hohes Maß an Präzision und handwerklichem Können.

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