Stadtentstehung neu denken

Tradition und Moderne miteinander vereint

Deppe Backstein Mauerwerksbau
Rückseitig ist ein großer, quadratischer Innenhof entstanden, der zu allen Seiten von dreigeschossigen Wohnriegeln gefasst wird. Ein hohes Bogentor führt an der Rückseite wieder hinaus und verbindet den Innenhof mit den westlich anschließenden Altbauten.

Amsterdam/Niederlande (ABZ). – In Amsterdam ist mit "Spaarndammerhart" inmitten eines bestehenden Wohnblocks ein Ensemble entstanden, das durch seine Struktur die Kommunikation im Stadtviertel fördert, mit seiner Architektur eine Reminiszenz an die Amsterdamer Schule darstellt und aufgrund durchdachter Details den Aspekten der Nachhaltigkeitspolitik der Stadt nachkommt – so ein Statement der Verantwortlichen.

Der Wohnungsbau ist auf Basis eines Entwurfs von Korth Tielens und Marcel Look entstanden. Die Backsteinfassaden, die dem Ensemble eine besondere Wirkung verleihen, stammen von der Klinkermanufaktur Deppe Backstein-Keramik GmbH aus der Grafschaft Bentheim. Für den Ziegel haben sich die Architekten zum einen entschieden, um die Baukörper in die durch Backstein geprägte Umgebung zu integrieren, zum anderen um mit Detailreichtum und Tiefe spielen zu können. Das Ensemble wurde im Stadtteil Spaarndammerbuurt inmitten eines bestehenden Wohnblocks auf dem Grundstück eines zurückgebauten Schulgebäudes errichtet.

Private Bauträger mussten sich für das freigewordene Grundstück mit einem architektonischen Konzept bewerben, 2016 gewann der Entwickler Heijmans Vastgoed das Vergabeverfahren mit dem gemeinsamen Entwurf der beiden Architekturbüros Korth Tielens und Marcel Lok in Kooperation mit DS Landschaftsarchitekten und dem Künstler Martijn Sandberg.

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Deppe Backstein Mauerwerksbau
Der fünfgeschossige Riegel zur Straße, bei dem der Mauerstein des Typs 1693 ekws von Deppe Backstein zum Einsatz kommt, bildet zu beiden Seiten Staffelgeschosse mit runden Ecken und Terrassen. Fotos: Dennis de Smet

Die Fassade aus nuanciertem Backstein, verspielten Formen und abgerundeten Ecken wie auch die Verbindung von Architektur und Natur nehmen Bezug zur "Amsterdamse School", die zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen weichen Expressionismus mit Wellen, Erkern und Türmen pflegte – so auch "Spaarndammerhart". Der fünfgeschossige Riegel zur Straße, bei dem der Mauerstein des Typs 1693 ekws von Deppe Backstein zum Einsatz kommt, bildet zu beiden Seiten Staffelgeschosse mit runden Ecken und Terrassen.

Rückseitig ist ein großer, quadratischer Innenhof entstanden, der zu allen Seiten von dreigeschossigen Wohnriegeln gefasst wird. Ein hohes Bogentor führt an der Rückseite wieder hinaus und verbindet den Innenhof mit den westlich anschließenden Altbauten. Insgesamt gibt es drei Passagenbögen. Eine besondere Herausforderung habe für die Architektinnen und Architekten darin gelegen, den Wettbewerbsentwurf mit seinen komplexen Rundbögen, der Integration der Kunstapplikation des Künstlers Martijn Sandberg mit gemauerten Wasserspeiern und Traufen im Detail genauso umzusetzen und dabei dem Gebäude das Aussehen eines monolithischen Ganzen zu verleihen.

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