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Umfrage

Bauunternehmen kämpfen mit Lieferengpässen

Leipzig (dpa). – Die Bauunternehmen in Ostdeutschland haben nach eigenen Angaben mit Lieferengpässen bei Materialien zu kämpfen. Nach einer aktuellen Umfrage des Bauindustrieverbands Ost (BIVO) unter seinen Mitgliedsunternehmen sind neun von zehn Betrieben von Engpässen betroffen. Besonders große Probleme gibt es demnach bei der Beschaffung von Kunststoffen (77 Prozent), Holz (75 Prozent), Stahl (66 Prozent) und Dämmstoffen (51 Prozent), wie der BIVO mitteilte. Auch Ziegel, Pflaster, Trapez-bleche und Lacke seien Mangelware.

Mittlerweile müssten sich die Unternehmen auf Lieferzeiten von mehreren Monaten einstellen – bislang seien es nur wenige Tage oder Wochen gewesen. Die Folge seien Bauverzögerungen (64 Prozent) und sogar Baustopps (10 Prozent). Auch längerfristige Preise gebe es nicht mehr. "Das macht die Kalkulation neuer Aufträge zum Himmelfahrtskommando", sagte BIVO-Hauptgeschäftsführer Robert Momberg. Der Verband fordert daher Vereinbarungen zwischen Auftragnehmern und Auftraggebern, damit Kostensteigerungen gerecht ausgeglichen würden. Ein Grund für die Probleme sei Corona, sagte eine BIVO-Sprecherin auf Anfrage.

Die Lieferketten aus Asien seien durch die Pandemie gestört worden. Gleichzeitig sei die Nachfrage etwa aus den USA relativ schnell wieder angekurbelt worden, so dass die Nachfrage derzeit größer als das Angebot sei. In vielen Bereichen rechne man aber mit einer Entspannung der Situation bis zum Jahresende. Der Bauindustrieverband Ost vertritt die Interessen von 260 Unternehmen mit rund 20 000 Beschäftigten in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. An der Umfrage nahmen laut Verbandsangaben 40 Prozent der BIVO-Mitgliedsunternehmen teil.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 25/2021.

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