Vandersanden

Neue Windkraftanlage versorgt auch die Nachbarn

Vandersanden Unternehmen
Die fertige Vandersanden-Windkraftanlage im belgischen Lanklaar hat eine Spitzenhöhe von 200 Metern. Foto: Vandersanden

Peine (ABZ). – Vandersanden nimmt am belgischen Standort Lanklaar erstmals eine eigene Windkraftanlage in Betrieb. Mit einer Jahresleistung von rund 10.000 Megawattstunden erzeugt die Anlage nach Unternehmensangaben nicht nur ausreichend Strom für den Eigenbedarf, sondern versorgt darüber hinaus auch benachbarte Haushalte mit umweltfreundlicher Energie.

"Für Vandersanden stellt der Bau der ersten eigenen Windkraftanlage einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer möglichst nachhaltig gestalteten Ziegelproduktion dar. "Bei Vandersanden denken wir nicht in Jahren, sondern in Generationen", erklärt Raf Jansen, COO des Unternehmens. "Zum Wohle von Mensch und Umwelt liegen uns nachhaltige Herstellungsprozesse sehr am Herzen. Und mit unserer neuen Windkraftanlage leisten wir einen aktiven Beitrag zum Aufbau einer zukunftsfähigen Energieversorgung." Basierend auf einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, stattet Vandersanden die Dächer eigener Fabrikgebäude bereits seit mehreren Jahren sukzessive mit Solarzellen aus und nutzt darüber hinaus Kraft-Wärme-Kopplung zur Erzeugung von Wärme und Strom.

Bei einer Spitzenhöhe von 200 Metern ist die neue Windkraftanlage darauf ausgelegt, jährlich rund 10.000 Megawattstunden Strom zu erzeugen, was umgerechnet dem Bedarf von etwa 2000 Haushalten entspricht.

Gut die Hälfte der erzeugten Energie benötigt Vandersanden für den Betrieb eigener Systeme und Anlagen, der übrige Ökostrom wird in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist. "Mit unserem Konzept des kollektiven Wohlbefindens wollen wir nicht nur unseren eigenen Produktionsprozess und unsere Branche insgesamt umweltfreundlicher gestalten, sondern auch etwas Gutes für die Gemeinschaft leisten", sagt Vandersanden-COO Raf Jansen, "und indem wir den Überschuss an erzeugtem Strom weiterleiten, kommt auch die Nachbarschaft unseres Werkes in den Genuss sauberer Energie."

Mit dem Projektmanagement für die Realisierung der Windkraftanlage beauftragte Vandersanden das Beratungsunternehmen Encon aus Bilzen. Encon hat sich auf die Transformation von Geschäftsprozessen mit Blick auf mehr Nachhaltigkeit spezialisiert, und Firmengründer Robin Bruninx freut sich über Engagement des Ziegelherstellers: "Alle Unternehmen müssen sich darum bemühen, für den Betrieb nötige Energie so lokal wie möglich zu erzeugen. Vandersanden ist in dieser Hinsicht ein Vorbild, indem das Unternehmen der eigenen Energiewende und der Versorgung aus regenerativen Quellen eine hohe Priorität einräumt. Wenn es gelingt, diesen Ansatz in großem Maßstab auf andere Firmen zu übertragen, machen wir einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Bewältigung der aktuellen Klimaprobleme."

Neben der Eigenversorgung und der Einspeisung überschüssiger Energie in das kommunale Stromnetz, dient die neue Windkraftanlage in Lanklaar auch dem künftigen Betrieb des Vandersanden-Pilotprojektes "Carbstone". Dabei handelt es sich um die Entwicklung eines innovativen Produktionsprozesses für Vormauerziegel, die zugleich auch als CO2-Speicher dienen können. Mit Carbstone will Vandersanden einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in der Ziegelherstellung setzen.

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