Verband: Preissprünge verzerren Bild

9,4 Prozent mehr Umsatz am Bau

Schwerin (dpa). - Die größeren Baubetriebe im Mecklenburg-Vorpommern haben im September beeindruckende Zahlen vorgelegt - zumindest auf dem Papier.

Die Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitenden machten 9,4 Prozent mehr Umsatz als im September 2021, wie das Statistische Landesamt errechnet hat. Die Auftragseingänge lagen 22,3 Prozent über dem Niveau von September 2021.

Der Geschäftsführer des Landesbauverbandes, Jörg Schnell, sieht in den vorgelegten Zahlen keinen Grund zum Jubeln. Kräftige Preissprünge bei Material und Energie blähten die Zahlen auf, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Rund 15 Prozentpunkte müssten abgezogen werden, um einen realen Vergleich zu bekommen – dann rutsche die Branche bei nominal 9,4 Prozent mehr Umsatz real ins Minus.

Dazu passt, dass sich die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden und die Zahl der Mitarbeitenden kaum verändert haben. Die Unternehmen leisteten 0,1 Prozent Arbeitsstunden weniger als im September 2021. Die Zahl der Beschäftigten stieg leicht um 1,3 Prozent auf 10 363. Der gezahlte Arbeitslohn legte in der Summe um 7,5 Prozent zu.

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