Wagner

Ganzheitliche Brandschutzlösungen für automatisierte Behälterkompaktlager

Langenhagen (ABZ). – Moderne Intralogistik ist gekennzeichnet durch platzsparende Lagerung, effiziente Prozesse und Flexibilität. In immer mehr Logistikimmobilien kommen daher automatisierte Behälterkompaktlager zum Einsatz, die für optimale Ausnutzung der vorhandenen Lagerfläche sorgen.
Wagner Brandschutz Fördern, Heben, Lagern
Eine ganzheitliche Brandschutzlösung von Wagner minimiert nach Unternehmensangaben das Risiko von Brandschäden im Behälterkompaktlager. Foto: Wagner Group

Der hohe Automatisierungsgrad ist Garant für effiziente Prozesse; die Skalierbarkeit der Systeme schafft Flexibilität. Mit diesen Vorteilen gehen jedoch Risiken in Punkto Brandschutz einher. Wird beispielsweise durch Defekte in der Elektronik ein Brand ausgelöst, liegt gerade in der Packungsdichte ein Gefahrenpotenzial. Sie erschwert eine gezielte Brandbekämpfung, beispielsweise mit herkömmlichen, wasserbasierten Löschmitteln. Im Ereignisfall kann das Schadensausmaß insbesondere durch die hohe Wertekonzentration signifikant sein. Brände und Brandfolgeschäden können bis zur kompletten Betriebsunterbrechung führen. Eine maßgeschneiderte Brandschutzlösung und präventive Schutzmaßnahmen sind daher von entscheidender Bedeutung für den Erhalt von Werten und Betriebsfähigkeit. Wagner zeigt auf der LogiMAT 2024 in Stuttgart in Halle 7, Stand C15, innovative Brandschutzlösungen für automatisierte Behälterkompaktlager.

Gefahren vorbeugen

Dirk Band, Bereichsleiter Vertrieb der Wagner Group GmbH in Langenhagen, betont die Bedeutung vorbeugender Brandschutzmaßnahmen bereits in der Planungsphase von Logistikimmobilien und Systemen für die Intralogistik. "Ein ganzheitlicher Ansatz im Brandschutz ist unerlässlich, um die individuellen Schutzziele zu erreichen", erklärt Band. Die Entwicklung solcher Lösungen basiert auf einer gründlichen Risikoanalyse und einer genauen Definition der Schutzziele. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, etwa die Lagerdichte, das Behälter- und Verpackungsmaterial oder potenzielle Brandauslöser, beispielsweise eingelagerte oder im Zuge der Automatisierung eingesetzte Lithium-Ionen-Akkus.

"Ich empfehle, bei der Brandschutzplanung für automatisierte Behälterkompaktlager frühzeitig alle relevanten Parteien, einschließlich Brandschutzplaner, Sachverständige und Versicherungen, einzubeziehen, um Risiken zu identifizieren und individuelle Schutzziele festzulegen", führt Band weiter aus. Wagner unterstützt Unternehmen bereits seit Jahren dabei, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, um brandbedingte Verluste und Lieferunterbrechungen in automatisierten Lagern zu verhindern. Dazu führt das Unternehmen in Langenhagen bei Hannover im Rahmen der Kundenprojekte umfangreiche Brandversuche durch. Die jeweilige Anwendung, die räumlichen Voraussetzungen und verwendete Materialen werden hier mit einbezogen. Dies ermöglichen eine genaue Risikobewertung und die Entwicklung der individuellen Schutzmaßnahmen.

Mit dem Einsatz von OxyReduct, dem Sauerstoffreduzierungssystem zur aktiven Brandvermeidung, lassen sich nach Herstellerangaben offene Brände in automatisierten Behälterkompaktlagern unter definierten Bedingungen vermeiden. Das System unterbindet eine Brandentstehung beziehungsweise -ausbreitung, indem es durch Stickstoffeinleitung in den Schutzbereich die Sauerstoffkonzentration auf ein zuvor definiertes Niveau senkt. Der Stickstoff verteilt sich auch in kompakten Lagersituationen gleichmäßig und sorgt so für eine Schutzatmosphäre. Dem Feuer wird die für eine Brandentwicklung zwingend notwendige Komponente Sauerstoff damit entzogen. Verheerende Folgeschäden wie sie durch Feuer und selbst durch den Einsatz wasserbasierter Löschmittel entstehen können, werden vermieden. Waren, Gebäude und Menschen bleiben geschützt. Der benötigte Stickstoff wird nachhaltig direkt vor Ort aus der Umgebungsluft gewonnen. Die Anlage dafür lässt sich platzsparend unterbringen.

Brandherde lokalisieren

Auch in sauerstoffreduzierten Umgebungen kann es insbesondere bei einem hohen Automatisierungsgrad zu Kabel- oder Schwelbränden kommen. Um auch diese kleinen Brandherde möglichst frühzeitig zu lokalisieren und Gegenmaßnahmen einleiten zu können, basieren die ganzheitlichen Lösungen der Firma Wagner auf einer Brandfrühesterkennung, die damit zusätzlichen Schutz bietet. Zum Einsatz kommen Ansaugrauchmelder der TITANUS-Familie von Wagner. Sie detektieren Brände bis zu zweitausendmal früher als herkömmliche Punktmelder – und das selbst in schwer zugänglichen Bereichen, heißt es seitens des Unternehmens. Dies ist entscheidend für ein schnelles Eingreifen im Brandfall. Da dank der Sauerstoffreduktion größere Brand- oder Löschmittelschäden vermieden werden, kann die Wiederaufnahme der Prozesse im Lager nach einem Kabelschwelbrand schnellstmöglich erfolgen. Vor unnötigen Betriebsunterbrechungen schützen die TITANUS Ansaugrauchmelder durch ihre spezifische hohe Täuschungsalarmsicherheit. Bei einem ganzheitlichen Brandschutz kann zusätzlich ein Gefahrenmanagementsystem von Wagner ergänzt werden. Durch Integration verschiedener Sicherheitssysteme in die herstellerunabhängige, zentrale Benutzeroberfläche sorgt es für eine transparente Darstellung aller Anzeigesysteme.

Automatisierte Lagersysteme werden immer leistungsfähiger und vielseitiger. Sie können gut auf Bedarfserhöhungen reagieren. Das ist besonders interessant für Anwendungen im E-Commerce und in der Intralogistik, wo eine hohe Lagerkapazität und schneller Zugriff auf die gelagerten Artikel erforderlich sind. Ist eine Durchsatz- oder Effizienzsteigerung bei hoher Flexibilität auf gleichem Raum gewünscht und sind keine zusätzlichen Flächen vorhanden, werden automatisierte Kompaktlager nachträglich in bestehende Logistikimmobilien integriert. So können Betreiber den steigenden Anforderungen an Lagerung und Effizienz der Arbeitsabläufe kostengünstig gerecht werden.

"Genau wie bei neu zu planenden Immobilien besteht auch in den mit neuen Lagersystemen ausgestatteten Bestandshallen ein hohes Brandrisiko. Es gilt daher auch hier, individuelle Schutzziele zu definieren – in der Regel sind dies neben dem generellen Schutz von Personal, Waren und Umwelt besonders die 24/7 Betriebsfähigkeit – und einen spezifischen Brandschutz zu planen", erklärt Dirk Band. "Dank der Flexibilität moderner Brandschutzlösungen ist eine nachträgliche Planung und Installation in fast allen Fällen ökonomisch sinnvoll umsetzbar. Die passende Brandschutzlösung aus Wagner-Systemen zur Branderkennung und aktiven Brandvermeidung bietet auch bei Retrofit- Lagern höchstmöglichen Schutz vor Bränden und Brandfolgeschäden."

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