Zukunftsorientiert mit Ziegeln bauen

Nachhaltiger Baustoff überzeugt

Oberweikertshofen (ABZ). – Ziegel gilt als besonders nachhaltiger Baustoff und ist nach wie vor der Liebling deutscher Bauherren. Jedes dritte in Deutschland im Jahr 2020 gebaute Wohnhaus besteht aus gebrannten Ziegeln. Die Nachfrage nach Wohngebäuden ist ungebrochen hoch. Wer dabei auf den Ziegel als Baustoff setzt, baut krisensicher und zukunftsorientiert. Doch was macht den Ziegel zum nachhaltigen Baustoff erster Wahl?
Ziegelbau Mauerwerksbau
Grundlage für energieeffiziente Gebäude ist eine sehr wärmegedämmte Außenhülle. Um diese zu erreichen, wurden in den vergangenen Jahren die sogenannten gefüllten Ziegel entwickelt. Foto: Kellerer

In Deutschland existiert fast kein Gebiet ohne Lehm. Der Lehmabbau erfolgt regional und in unmittelbarer Nähe zu den Ziegeleien. Dies macht ihn unabhängig von internationalen Lieferketten und spart CO2 durch kurze Transportwege. Dem Rohstoff Lehm werden keine Chemikalien beigefügt, also können später auch keine Schadstoffe austreten. Er zählt zu den äußerst ökologischen Baustoffen. Ziegel sind nicht nur besonders robust und lange haltbar, sie können auch noch nach vielen Jahren komplett recycelt werden. Bekannte Recyclingprodukte aus Ziegel sind die Tonkügelchen in der Gartenerde oder das Pflanzensubstrat für die Dachbegrünung.

Bewohner eines Ziegelhauses profitieren von einer guten Wärmedämmung der Ziegel und der Unempfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit, sowie der diffusionsoffenen Ausführung, welche ein gesundes Raumklima fördert und Schimmelbildung verhindert. Langfristig überzeugt der Ziegel mit Robustheit, Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit. Zur Erreichung der Klimaziele steigen die Anforderungen an energieeffiziente Gebäude stetig. Während vor fünf Jahren ein Wohngebäude mit dem KfW-Standard 70 "State-of-the-Art" war, so liegt die Erwartungshaltung der Bauherren oder Käufer heute bei einem Effizienzhausstandard von 40, 40 Plus oder gar einem Passivhaus. Baumaterialien und Produkte sind die Faktoren für Energieeffizienz und die Senkung von CO2-Emissionen. Immobilien mit zukunftsorientierten, durchdachten Materialien haben jetzt die Nase vorn, heißt es.

Grundlage für energieeffiziente Gebäude ist eine sehr wärmegedämmte Außenhülle. Um diese zu erreichen, wurden in den vergangenen Jahren die sogenannten gefüllten Ziegel entwickelt. Materialien füllen den Hohlraum der Ziegel aus und sorgen für höhere Dämmwerte. Besonders gute Produkteigenschaften besitzen die mit AdPor gefüllten Ziegel. Dessen Grundstoff Polystyrol kommt als leistungsstarkes Dämmmaterial bereits an vielen Stellen im Haus zum Einsatz. Der Ziegel der Bezeichnung ZMK-X6 besitzt eine Wärmeleitzahl von 0,06 W/mK, eine Mauerwerksdruckfestigkeit von fk 1,9 [MN/m²] und ist ab der Stärke 30 cm lieferbar.

Das Patent auf AdPor gefüllte Ziegel besitzt das Unternehmen Ziegelsysteme Michael Kellerer aus Oberweikertshofen in Bayern. In Sachen Nachhaltigkeit sind die Ziegel der X-Serie besonders durchdacht, versichert das Unternehmen. Durch die Installation einer PV-Anlage wird der Energiebedarf der Ziegelproduktion bereits heute zu 20 % aus regenerativer Energie gedeckt. Eine weitere PV-Anlage soll 2022 folgen und den Anteil weiter steigern. Das Füllmaterial AdPor ist nach Aussage des Herstellers besonders langlebig, denn es ist wasserunempfindlich und behält auf Dauer seine guten bauphysikalischen Eigenschaften.

Es beinhaltet keine gesundheitsschädlichen Stoffe, in Folge benötigen die Mitarbeiter auf der Baustelle keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen. Aufgrund der sehr guten Recyclingfähigkeit gelte AdPor als ein Dämmstoff, der bezogen auf seine Gesamt-Ökobilanz hervorragend abschneide. "Wer heute ein Produkt auf den Markt bringt, der muss nicht nur den aktuellen Anforderungen genügen, sondern auch den Blick auf die relevanten Themen von Morgen werfen", betont Michael Kellerer, Inhaber der Ziegelsysteme Michael Kellerer. "Verantwortung zu übernehmen, was mit dem Produkt am Ende seines Lebenszyklus geschieht, gehört natürlich dazu." Schnittreste nimmt das Unternehmen zurück und bereitet diese so auf, dass Ziegelbruch und Füllmaterial im Anschluss sortenrein vorliegen. Dafür hat das Unternehmen eine eigene Recyclinganlage entwickelt.

Auch der Prozess und die Anlagen zur Wiederverwertung wurden von Michael Kellerer selbst entwickelt. 100 % des zurückgelieferten Materials werden so aufbereitet und vollständig der Wiederverwertung zugeführt. "Ich bin stolz darauf, dass bei uns kein Dämmmaterial verloren geht und wir es geschafft haben, unsere Ziegel für den Klimaschutz und die Anforderung der Zukunft perfekt aufzustellen", erklärt Kellerer. Die Recyclingquoten des Unternehmens steigen mit dem Erfolg der Ziegel und auch die Wiederverwertungsanteile beim neuen Ziegel liegen noch weit entfernt vom maximalen Möglichen.

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