Bohle AG feiert ihr 100-jähriges Jubiläum

Glasklare Erfolgsgeschichte vom Ein-Mann-Betrieb zum Global Player

Haan (ABZ). – Ein ereignisreiches Jahrhundert: vom Ein-Mann-Betrieb zum Global Player mit rund 400 Beschäftigten an über 14 Standorten weltweit. Das Familienunternehmen Bohle feiert sein 100-jähriges Bestehen.
Bohle Bauchemie
Ein-Mann-Betrieb zur Untermiete beim Schwager: Josef Bohles erste Werkstatt. Foto: Bohle

Dabei blickt Bohle stolz auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Mit unermüdlichem Unternehmergeist, guten Ideen und einem Fokus auf Kundenzufriedenheit hat Bohle laut eigener Aussage die Glasverarbeitungsbranche geprägt und den Weg für die Zukunft geebnet.

Das Familienunternehmen entwickelte sich seit der Gründung durch Josef Bohle am 10. Dezember 1923 vom lokalen Hersteller für Schneiderädchen zum Glasschneiden zu einem weltweit agierenden Unternehmen und laut eigener Aussage Europas führendem Produzenten und Anbieter von Produkten rund um den Werkstoff Glas. Mit einem Portfolio aus Glasbeschlägen und Geländersystemen, Produkten für den industriellen Glaszuschnitt, Vakuumtechnikprodukten und Werkstattbedarf sowie zahlreichen wegweisenden Innovationen gehört die Bohle AG zu den prägenden Vorreitern der Glasbranche, so das Unternehmen. Vieles, was die Glasbranche heute ausmache, habe das Unternehmen erfunden oder auf ein neues Level gebracht. So steht der Glasspezialist dem Handwerk, der Industrie, dem Groß- und Fachhandel zur Seite und exportiert in mehr als 100 Länder.

Mutiger Entwicklergeist

Das 100-jährige Jubiläum markiert nicht nur einen herausragenden Meilenstein in der Unternehmenshistorie, sondern würdigt auch den mutigen Entwicklergeist, der die Bohle AG von ihren Anfängen an maßgeblich geprägt hat: Trotz der damals in Deutschland herrschenden Hyperinflation gründet Josef Bohle am 10. Dezember 1923 seinen Betrieb in einer kleinen Werkstatt seines Schwagers in Ohligs – heute ein Stadtteil, der zu Solingen in Nordrhein-Westfalen gehört. Er stellt Glasschneiderädchen her und beliefert unter anderem Solinger Messerfabrikanten, die die Erzeugnisse von Bohle in ihren Taschenmessern einsetzen.

Die Glasschneider als Qualitätswerkzeug setzen unter der Bohle-Marke Silberschnitt neue Maßstäbe im Bereich des Glasschneidens. Sie werden zunächst in Europa und dann weltweit laut Unternehmensangabe rasch zum Synonym für Glaszuschnitt von höchster Güte. Denn das Werkzeug ermögliche präzises und sauberes Schneiden. 1936 kommt es auch zur Eintragung der Marke Veribor, die ab den 1950er Jahren namensgebend ist für das renommierte Saugheber-Sortiment. Die oftmals wegweisenden Entwicklungen revolutionieren die Handhabung von Glas und gasdichten Materialien und ebnen den Weg für einen sicheren und effizienten Umgang mit dem Werkstoff.

Diese häufig auch patentierten Produkte und die Innovationsfreude setzen den Grundstein für ein bemerkenswertes Wachstum sowie für das heutige Erfolgskapital von Bohle, betont der Hersteller. Ein Erfolgsfaktor: Bohle entwickelt und produziert die meisten seiner Produkte am Stammsitz in Haan. Hinzu gekommen sind in den letzten Jahrzehnten auch eine eigene chemische Entwicklung sowie die Entwicklung und Produktion von teilweise preisgekrönten Glasbeschlägen. Durch strenge Qualitätskontrollen und ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem gewährleistet Bohle die Einhaltung höchster Standards, eben Made in Germany, versichert das Unternehmen. Die Produkte und Prozesse werden regelmäßig entsprechend den Normanforderungen vom TÜV Rheinland auditiert und sind bereits seit 1998 nach ISO 9001 zertifiziert.

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Bohle Bauchemie
Mit dem Glasklebe-System Verifix verspricht der Hersteller kurze Verarbeitungszeiten und ein präzises Ergebnis. Foto: Bohle

Der Betrieb bleibt in Familienhand und wird zunächst von dem Sohn August Bohle und dann von den Enkeln des Gründers, Norbert, Ulrich und Lothar Bohle, immer weiter ausgebaut. Ihr Unternehmergeist und "Qualität als führendes Prinzip" sind laut eigener Aussage noch heute als Grundwerte fest im Unternehmen verankert. In den 1990er Jahren expandiert Bohle nach Österreich, Spanien, Italien und Estland. In den Jahren nach der Jahrtausendwende folgen Niederlassungen in Südafrika, Russland, Schweden, Nordamerika und China. 2001 wird das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und firmiert fortan unter dem Namen Bohle AG. 2013 ziehen sich Norbert und Ulrich Bohle aus dem Aufsichtsrat der Bohle AG zurück. Die Familie bleibt jedoch auch in der 4. und 5. Generation in dem und für das Unternehmen engagiert. Der Entwicklergeist, um Gutes stets besser zu machen, bildet eigenen Aussagen zufolge bis heute den elementaren Bestandteil. Alle Neuentwicklungen dienen daher nie dem Selbstzweck, sondern orientieren sich immer eng an den Bedürfnissen der Kunden. Entscheidend hierfür: die eigenen Mitarbeiter. Der spezielle Bohle-Spirit, der von Anfang an zu spüren gewesen sei und auch heute noch den Unterschied ausmache.

Glasbranche bereichert

Bohle habe die Glasbranche mit einer Fülle an bahnbrechenden Produkten bereichert. Heute fokussiert sich Bohle auf vier Kernbereiche: Das sind zum einen Glasbeschläge für den Innenausbau, das Bad und die Dusche sowie Glasgeländer. Außerdem gehört manuelles und industrielles Glasschneiden ebenso dazu wie Vakuumtechnik für sicheres Handhaben von Glas. Zudem ist Bohle Systemanbieter für Werkstattbedarf mit Glasverklebung, Glasmessgeräten und Glasreinigung.

Das 100-jährige Jubiläum ist nicht nur ein Anlass, die Vergangenheit zu feiern, sondern auch, in die Zukunft zu blicken. Heute stehe Bohle als Familienunternehmen da, das in all den Jahren seine Innovationskraft nicht verloren habe und seine hohe Verantwortung rund um das Unternehmen, für seine Mitarbeitenden, Kunden, Lieferanten und die Gesellschaft wahrnehme. Auch die Nachhaltigkeit spielt laut eigener Angabe eine immer größere Rolle und führt zu umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen an den Gebäude der Zentrale in Haan.

Künftig soll ein Großteil des Strombedarfs am Standort von der eigenen Photovoltaikanlage gedeckt werden. "Seit Beginn unserer Geschichte nehmen wir unsere Verantwortung ernst. So werden wir uns auch in Zukunft mit Herzblut engagieren und durch die Innovationsfreude von Bohle auch die Region immer weiter stärken", sagt Arne Klöfkorn, Vorstand des Familienunternehmens und Ehemann von Ulrich Bohles jüngster Tochter.

"Das Motto unseres 100-jährigen Jubiläums lautet nicht umsonst 'Wir fangen gerade erst an'. Mit einem klaren Bekenntnis zur Qualität und dem Streben nach immer besseren Lösungen für unsere Kunden wird Bohle weiterhin die Glasverarbeitungsbranche gestalten und vorantreiben." Dr. Thorsten Böllinghaus, zusammen mit Arne Klöfkorn einer der beiden Vorstände, ergänzt: "Bohle ist sehr gut aufgestellt und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Wir sind überzeugt, den Grundstein für die nächsten 100 Jahre gelegt zu haben. Die Bereitschaft, den Wandel zu gestalten und die Freude am Glas – einem der ältesten und vielseitigsten Werkstoffe überhaupt – künftigen Generationen zu vermitteln, zeichnet erfolgreiche Unternehmen aus."

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