Erstmals vollständiger BIM-Prozess für Brückenprojekte abgebildet

Erdbebeneinwirkungen werden berücksichtigt

München (ABZ). – Allplan hat kürzlich Allplan Bridge 2021 präsentiert. Die neue Version ermöglicht es Brückenbauingenieuren, durchgängig mit einer Lösung zu arbeiten: vom Erstellen eines parametrischen 4D-Modells über die statische und dynamische Berechnung, Bemessung und Nachweisführung bis hin zur Schal- und Bewehrungsplanung.
Allplan Bau digital
Mit Allplan Bridge 2021 können Brückenbauingenieure erstmalig auch Erdbebeneinwirkungen berücksichtigen. Abb.: Allplan Infrastructure

Neben verbesserter Modellierung und der Berücksichtigung von Erdbebeneinwirkungen stehe als Bindeglied zwischen Berechnung und Konstruktion nun die Bemessung und Nachweisführung nach Eurocode zur Verfügung, teilt Allplan dazu mit. Damit bilde Allplan Bridge 2021 den kompletten BIM-Ablauf in Brückenprojekten ab. Dies sei ein Novum in der Branche und verbessere den Planungsprozess zeitlicher und qualitativ.

Indem für Berechnung und Konstruktion nicht mehr zwei getrennte, sondern ein gemeinsames Brückenmodell verwendet wird, verbessert sich die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Durch das parametrische Modell und die weitgehende Automatisierung von Arbeitsschritten geht die Bearbeitung schneller, insbesondere bei bislang zeitaufwändigen und fehleranfälligen Planungsänderungen.

Die bislang getrennten Welten von Modellierung, statischer Berechnung und Konstruktion seien zusammengebracht worden, sagt Dr. Detlef Schneider, CEO bei Allplan. Die neuentwickelte Bemessung und Nachweisführung fülle einen fehlenden Baustein im BIM-Prozess, sagt Gregor Strekelj, Product Manager bei Allplan Infrastructure. Allplan Bridge 2021 sei in allen Bereichen verbessert worden, in der Modellierung, Berechnung, Bemessung, Konstruktion und bei openBIM-Schnittstellen.

Mit Allplan 2021 kann noch präziser und zeitsparender modelliert werden. Stationen und Abschnitte können interaktiv verschoben und Querschnitte an beliebigen Punkten darstellt werden. Über Längsexzentrizitäten können Spannglieder mit weniger Stationen exakt modelliert werden.

Allplan Bridge 2021 verwendet ein multimodales Antwortspektrenverfahren, um die Effekte einer seismischen Belastung zu ermitteln. Die Lösung besteht aus zwei separaten Berechnungsaufgaben im Berechnungsablauf: einerseits der Ermittlung der relevanten Eigenfrequenzen und Eigenformen der Struktur und andererseits der Auswertung des in der Norm vorgeschriebenen Response-Spektrums. Nachdem die statische Berechnung durchgeführt wurde und die entsprechenden Einhüllenden erstellt wurden, kann der Anwender eine normabhängige Bemessung durchführen, um die erforderlichen Bewehrungsmengen zu ermitteln. Vorhandene Bewehrungsmengen können auch manuell vorgegeben werden. Danach können die Nachweise in den Grenzzuständen der Tragfähigkeit (GZT) und der Gebrauchstauglichkeit (GZG) nach der europäischen Norm durchgeführt werden. Zudem steht der Biegenachweis im Traglastzustand auch nach der amerikanischen Norm zur Verfügung.

Besonders wichtig beim Analysieren des Bauablaufs von Spann- und Stahlbetonkonstruktionen sei es, zeitabhängige Effekte korrekt zu berücksichtigen. In Allplan Bridge 2021 werde das Kriechen und Schwinden von Beton und die Relaxation von Spannstahl regelkonform berechnet.

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