Globaler Bauboom trotzt Krise

Weltweit mehr Bautätigkeit denn je

München (ABZ). – Die globale Bauwirtschaft war auch 2021 weiter auf Wachstumskurs, so das Beratungsunternehmen Deloitte. Hatten laut der jährlichen Studienserie "Global Powers of Construction" des Unternehmens in den vorangegangenen Jahren noch einstellige Umsatzraten beim globalen Bauwachstum vorgeherrscht (2019: 5 Prozent und 2020: 3,7 Prozent), so legte die Bauwirtschaft im vergangenen Jahr ein sattes Siebtel des bisherigen Bauvolumens zu.

"Im Geschäftsjahr 2021 konnten die 100 größten börsennotierten Baukonzerne einen Gesamtumsatz von 1,8 Billionen US-Dollar und damit ein beachtliches Plus von 14 Prozent erzielen", sagt Michael Müller, Partner und Real Estate Leader bei Deloitte. "Andererseits spiegeln die Zahlen die Zeiten wider, in denen der Ukraine-Konflikt noch keine Rolle spielte. Derzeit bestimmen Lieferengpässe und steigende Preise für Rohstoffe und Energie die Agenda der Bauindustrie."

Größten Anteil am weltweiten Bauboom hat auch in der aktuellen Erhebung wieder China, das im Ranking die ersten sechs Plätze belegt und der Billionen-US-Dollar-Umsatzgrenze mit 990 Milliarden US-Dollar sehr nahe kommt; insgesamt elf Firmen aus der chinesischen Volksrepublik finden sich in der Top 100. Die Anzahl wird von Japan übertroffen, das mit 14 Baukonzernen die meisten Firmen in der Top 100 stellt, beim Umsatz mit 189 Milliarden US-Dollar allerdings nicht annähernd an China heranreiche.

Die USA seien ebenfalls mit 14 Firmen in dem Ranking vertreten, aber auch hier werde das Umsatzvolumen (147 Milliarden US-Dollar) Chinas Vormachtstellung bei weitem nicht gefährlich. Unangefochtener Spitzenreiter ist demanch wieder die China State Construction Engineering Corporation (CSCEC) mit einem Umsatz von 293 Milliarden US-Dollar. Das umsatzstärkste Unternehmen Europas folgt gleich nach dem chinesischen Führungsblock auf Platz sieben: der französische Konzern Vinci mit einem Umsatz von 58 Milliarden US-Dollar.

Europa, der in der Liste zahlenmäßig präsenteste Kontinent (40 Firmen, inklusive Großbritannien), konnte 2021 beim Umsatz endlich wieder zulegen, nachdem das Vorjahr im Minus abgeschnitten hatte: Gut 347 Milliarden US-Dollar verbuchten die größten börsennotierten Baufirmen in Europa, was einem Plus von 9,5 Prozent entspricht.

Rund ein Siebtel des europäischen Umsatzvolumens kommt aus Großbritannien, das mit elf vertretenen Firmen auch die Anzahl der europäischen Unternehmen in der Top 100 anführt, bei einem Gesamtvolumen von 51 Milliarden US-Dollar Europameister im Umsatzvolumen ist hingegen Frankreich, dessen elf gelistete Baufirmen 125 Milliarden US-Dollar umsetzten, so das Beratungsunternehmen.

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