Hallenboden umgesetzt

Stahlfaserbeton für Industrieböden eingesetzt

Opterra Hallenbau
Eingebaut wurde der Stahlfaserbeton abschnittsweise in 24 x 24 m große Felder. Foto: Opterra/Sven-Erik Tornow

Gengenbach (ABZ). – Als weltweit agierendes Transport- und Logistikunternehmen verfügt die Kölner Spedition Emons laut eigenen Angaben über 250.000 m² überdachte Lagerfläche an 35 vernetzten Logistik-Standorten. In Gengenbach bei Offenburg kommen mit dem Neubau eines Logistikzentrums weitere 10.000 m² hinzu. Auch hier setzt das mittelständische Unternehmen im Familienbesitz auf Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien und Wärmeschutz. Die stark beanspruchten Böden des neuen Logistikzentrums werden aus Stahlfaserbeton der Leistungsklasse 1,2/1,2 erstellt.

Der Kölner Speditionsbetrieb hat die Lagerlogistik über Jahrzehnte hinweg optimiert und ausgebaut. Für viele Kunden aus verschiedenen Branchen und Größen schafft Emons flexible Lösungen im Rahmen der Kontraktlogistik. Gleichzeitig entsprechen die erforderlichen Sicherheitsstandards, die Temperaturführung und Videoüberwachung den internationalen Maßstäben.

Alle Steuerungsprozesse für Transport und Lagerlogistik basieren auf den neuesten Informations- und Kommunikationstechnologien. So sind alle Standorte miteinander vernetzt und werden zentral gesteuert. Statusinformationen über Bestände und Aufträge sind immer verfügbar, alle Abläufe exakt getaktet und durchweg transparent. Die Logistik-Lager sind an das Transportnetzwerk der Emons-Spedition angebunden. Dadurch erreichen die Speditions- und Logistikspezialisten ihre Standards in Sachen Verfügbarkeit, Sicherheit und Schnelligkeit.

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Opterra Hallenbau
Um die Leistungsklasse zu erfüllen, wurden je Kubikmeter Beton 25 kg Stahlfasern hinzugemischt. Foto: Opterra/Sven-Erik Tornow

Grundlage für die Lager- und Logistikverwaltung sind die baulichen Standards der jeweiligen Standorte. Um diese sicherzustellen, arbeitet die Immobilien-Abteilung der Emons-Spedition mit der GE.werk GmbH zusammen. Der Bielefelder Generalunternehmer ist laut eigener Aussage ein erfahrener Partner im Teil- und Schlüsselfertigbau. Neben der Projektierung von Wohn- und Sozial-Immobilien sowie Handels- und Produktionsgebäuden habe die GE.werk GmbH mit umfangreichen Referenzen im Lager- und Logistikhallenbau überzeugt.

Aufgrund der örtlichen Nähe und der regionalen Partnerschaften mit der Firma Uhl wurde Twintec vor Ort beauftragt, die Bodenplatte auszuführen. Basierend auf Forschung und Entwicklung hat TwinTec eigene Stahlfaserbeton-Rezepturen entwickelt, welche die Mitarbeitenden für das jeweilige Bauvorhaben individuell anpassen und umsetzen. Beim Bauvorhaben in Gengenbach führte das Fachunternehmen – im Vorfeld der Betonage – Versuchsmischungen sowie Werksversuche durch. Dabei kam unter anderem eine selbstentwickelte Einblasmaschine zur "igelfreien" Einbringung der Stahlfasern zum Einsatz. "Mit dieser, für unser Unternehmen typischen Vorgehensweise, wollen wir sicherstellen, dass die Stahlfaserbetonböden auch die angebotene Qualität aufweisen", erklärt TwinTec-Projektmanager Emmanuel Sorlet.

In Gengenbach wurden zunächst zur Gelände-Nivellierung 80 bis 150 cm hohe Aufschüttungen auf dem Boden verteilt und verdichtet. Anschließend dient eine zweilagige Folie als Gleit- und Trennschicht für den 22 cm hohen Bodenaufbau mit Fußbodenheizung. Die Leitungen der Fußbodenheizung wurden auf einem direkt auf der Folie verlegten Gitter fixiert. Danach pumpte der Frischbetonlieferant den Stahlfaserbeton in die Hallen. Dabei galt es, bis zu 70 m lange Strecken zu überwinden.

Zum Einsatz kam ein Beton C30/37 F4 mit einem Portlandkompositzement CEM II/A-LL 42,5 R des Opterra-Werkes Wössingen. Je Kubikmeter Beton wurden 25 kg Stahlfasern hinzugemischt. Im Durchschnitt konnte das Team pro Stunde rund 30 bis 35 m³ Beton einbauen. Nach dem Verteilen und Abziehen des Betons auf den rund 24 x 24 m großen Feldern erfolgte nach einer ersten Abbinde-Phase die Vergütung mit einer Hartkorn-Einstreuung. Dazu wurde das aufgetragene Hartkorn zuerst mit einem Aufsitz-Flügelglätter in die Oberfläche eingerieben und anschließend geglättet. Zur Aushärtung des Industriebodens deckten die Betonbodenbauer die Fläche mit einer Folie ab.

Nach dem Aushärten erfolgte auf Wunsch des Bauherrn eine zusätzliche Veredelung der Oberflächen durch Verkieselung. Damit erhielt der Industrieboden nochmals verbesserte Abriebeigenschaften und weist nun eine geringere Staubentwicklung auf heißt es seitens der Verantwortlichen. Beim Neubau des Emons-Logistikzentrums in Gengenbach brachten die Mitarbeitenden rund 2540 m³ Stahlfaserbeton ein, davon 2200 m³ im Innen- und 340 m³ im Außenbereich. Mit der kontinuierlichen Fertigstellung der Böden kamen auch die technische Ausstattung sowie der weitere Ausbau der Logistikhallen voran.

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