Im Sommer 2025 soll der Neubau fertig sein

Platz für 830 Gymnasiasten im Stadtteil Marzahn-Hellersdorf

Berlin (ABZ). – Im Berliner Stadtteil Marzahn-Hellersdorf entsteht ein neues Gymnasium mit 830 Schulplätzen. Für die wirtschaftliche und zügige Erstellung des Rohbaus setzen die Gustav Epple Bauunternehmung GmbH und die Ulma Construction GmbH laut eigenen Angaben ihre bereits bei zahlreichen Projekten bewährte Partnerschaft fort.
Ulma Hochbau
Eine besondere Herausforderung stellten nach Unternehmensangaben die bis zu 8,62 m hohen und 25 cm starken Wände in der Halle im Erdgeschoss dar, die mithilfe der Rahmenschalung BATEK in einem Guss betoniert wurden. Fotos: Ulma Construction
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Schalungs-Team im Berliner Stadtteil Marzahn-Hellersdorf: Die einseitig zu bedienende Rahmenschalung BATEK (vorne im Bild zu sehen) und die modulare Deckenschalung ONADEK bringen den Baufortschritt laut Unternehmen maßgeblich voran.
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Damit auf der Baustelle alles reibungslos vonstatten geht, gehört für Ulma eine gute Projektbetreuung vor Ort zum Kundenservice dazu, betont das Unternehmen.

Dabei seien es die durchdachten Ulma-Schalungslösungen – allen voran die einseitig zu bedienende Rahmenschalung BATEK und das modulare Deckensystem ONADEK – die auch in der Bundeshauptstadt den Baufortschritt maßgeblich voranbrachten.

Die Hauptstadt wächst seit Jahren kontinuierlich und mit ihr auch die Schülerzahlen. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, werden regelmäßig neue Schulplätze geschaffen. So entsteht derzeit auch im Stadtteil Marzahn-Hellersdorf ein neues Gymnasium mit integrierter Sporthalle. Dabei handelt es sich um einen langgestreckten, kammartigen Baukörper für 830 Schülerinnen und Schüler, den die Architekturbüros Hausmann Architektur und kba Architekten und Ingenieure individuell planten.

Knapp zwölf Monate Rohbauzeit

Um den Rohbau für das Gebäude mit zwei Obergeschossen auf einer Gesamtfläche von rund 6650 m² innerhalb der kurz bemessenen Bauzeit von knapp zwölf Monaten fristgerecht zu realisieren, arbeiten die Gustav Epple Bauunternehmung und die Ulma Construction wieder Hand in Hand. Auch bei diesem Bauvorhaben, das Ende Februar 2023 startete, vertraut Gustav Epple laut eigener Aussage für eine qualitativ hochwertige und wirtschaftlich überzeugende Bauausführung auf ausgewählte Ulma-Systemlösungen. Zum Einsatz kommen unter anderem BATEK, die schwere Rahmenschalung für den Hoch- und Ingenieurbau, sowie das modulare Deckenschalungssystem ONADEK. Darüber hinaus sorgen die Stützenschalung F4-Max, T-60-Traggerüsttürme und die Klapparbeitsbühne KAB dafür, dem Schulplatzmangel schnell und tatkräftig entgegenzuarbeiten.

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Sämtliche Betonwände – insgesamt sind es 6700 m² – werden als Ortbetonwände mit BATEK erstellt. Eine besondere Herausforderung bildeten dabei laut Ulma die bis zu 8,62 m hohen und 25 cm starken Wände im Erdgeschoss, die mithilfe der schweren Rahmenschalung in einem Guss betoniert wurden. Dabei stand die Vorstellschalung auf der Innenseite und die Schließschalung auf der Außenseite. BATEK ist einseitig mit konischen Ankern bedienbar, was die Schal- und Ausschalzeiten auf der Baustelle in Marzahn-Hellersdorf um bis zu 50 % reduzierte, so das Unternehmen. Die einseitige Ankerung der Elemente hat aber noch weitere Vorteile, wie der Ulma-Projektleiter Raúl Garcia erläutert: "Für BATEK sprechen auch optische Argumente. Dem Kunden war ein harmonisches Fugen- und Ankerbild wichtig. Mit dieser Systemvariante sind bis zu 40 Prozent weniger Ankerstellen im Vergleich zu herkömmlichen Rahmenschalungssystemen möglich. Eine zentrische Anordnung der Spannstellen und ein symmetrisch angeordnetes Fugenraster sorgen für optisch ansprechende Betonoberflächen."

Schnelles Ausschalen

Eine weitere Besonderheit auf der Baustelle war der Einsatz von insgesamt 500 steigenden Metern der Traggerüste T-60. Die schnell zu montierenden, aus versetzt angeordneten Elementrahmen mit 60 mm Stielen bestehenden Türme weisen laut Hersteller eine hohe Tragfähigkeit von bis zu 67 kN pro Stiel auf. Sie wurden im Erdgeschoss aufgestellt, um die Last von den Fertigteilträgern und wandartigen Trägern in der Halle aufzunehmen. Für eine gleichmäßige Lastverteilung auf jeden Stiel legten die Mitarbeiter der Gustav Epple Bauunternehmung dabei die von Ulma berechneten drei Ebenen Stahlriegel auf jedem Turm auf.

Zur Herstellung der insgesamt rund 13 200 m² umfassenden Ortbetondecken entschied sich das Bauunternehmen für die modulare Deckenschalung ONADEK. Zu deren "Kernkompetenzen" zählen laut Hersteller Wirtschaftlichkeit und Produktivität genauso wie Arbeits- und Systemsicherheit. Die Schalgeschwindigkeit liege bei < 0,20 h/m². Dies trägt dem Unternehmen zufolge dazu bei, die Kosten für die Betonage der Decken um bis 50 % zu reduzieren.

Zudem ermögliche das Fallkopfsystem geringere Vorhaltemengen auf der Baustelle: Durch das technische Feature des Frühausschalens können Träger und Schaltafeln schon nach kurzer Zeit für den nächsten Einsatz entnommen werden. Nur Stützen und Schnellabsenkköpfe verbleiben als Notunterstützung. Das spare Transportvolumen und Logistikkosten. Auch die Nachlaufkosten von Baumaßnahmen werden durch den Verzicht auf Holzträger minimiert, betont der Hersteller. Im Erdgeschoss wurden in Berlin-Marzahn 5 m lange Deckenstützen verwendet, während im restlichen Teil des Neubaus 4 m ausreichten.

Mit den Ulma-Produkten, aber auch mit dem partnerschaftlichen Umgang ist das bauausführende Unternehmen eigenen Angaben nach zufrieden. Oberbauleiter Viktor Liss von Gustav Epple betont: "Die Betreuung sowie die Umsetzung der Firma Ulma und die Schalungssysteme ONADEK beziehungsweise BATEK sind besonders hervorzuheben. Die Produkte lassen eine einfache und sichere Handhabung zu und führen zu einem Schalungsergebnis, welches sich mehr als sehen lassen kann."

Bereits nach den Sommerferien 2025 sollen die Schüler den Neubau beziehen können.

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