Kultursponsoring im Herzen Stuttgarts

Johanneskirche am Feuersee von Schmutz befreit

Stuttgart (ABZ). – Die Stuttgarter nennen sie liebevoll ihre "kleine Notre-Dame vom Feuersee" – die Johanneskirche im Stuttgarter Westen. Kärcher reinigte die Sandsteinwände der südwestlichen Kirchenfassade. Dabei wurden substanzschädigender biologischer Bewuchs und Verfärbungen, die die Steine dunkel erscheinen lassen, schonend entfernt.
Kärcher Modernisierung und Sanierung
Schwarze Krusten und Manganverfärbungen werden mit dem Niederdruck-Partikelstrahlverfahren ausgedünnt, zum Schutz trägt der Arbeiter einen Vollatemschutz mit Luftzufuhr. Foto: Kärcher

Die Kosten für die umfangreichen Reinigungsarbeiten, die im Rahmen einer größer angelegten Sanierung der Kirche stattfindet, trug Kärcher im Rahmen seines Kultursponsorings.

Kulturdenkmal geschützt

"Ich freue mich, dass wir mit der Reinigung der Johanneskirche einen Beitrag zum nachhaltigen Schutz eines wichtigen Kulturdenkmals in der Region leisten können", sagt Hartmut Jenner, der Vorsitzende des Vorstands der Alfred Kärcher SE & Co. KG. "Es ist uns ein großes Anliegen, dieses Bauwerk für die Stuttgarterinnen und Stuttgarter zu erhalten."

"Die Johanneskirche am Feuersee ist ein Wahrzeichen Stuttgarts. Sie gilt wegen ihrer fehlenden Turmspitze als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. Jetzt wird sie umfassend saniert, und die Firma Kärcher beteiligt sich daran, indem sie die Sandsteinwände der südwestlichen Kirchenfassade reinigt, unentgeltlich und mit Mitarbeitern vor Ort. Ein herzliches Dankeschön an die Firma Kärcher! Ein vorbildliches Engagement", sagt der Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper.

Die Johanneskirche wurde in der Kriegszeit stark beschädigt, in den Jahren 1948 bis 1966 erfolgte der Wiederaufbau, jedoch ohne die Turmspitze und das Gewölbe im Kirchenschiff. Die Außenfassade der neugotischen Kirche war danach über viele Jahrzehnte Witterungsverhältnissen sowie innerstädtischen Belastungen wie Kaminruß und Abgasen ausgesetzt.

Moose und Algen entfernt

Die dadurch entstandenen Ablagerungen wurden nun erstmals substanzschonend und mit verschiedenen Reinigungstechniken entfernt. In einem ersten Schritt wurde biologischer Bewuchs wie beispielsweise Moose und Algen auf der Oberfläche mit Hilfe von Heißwasser-Hochdruckreinigern in der schonenden Dampfstufe mit 95 °C und einem reduzierten Druck von maximal 0,5 bis 1 bar entfernt.

Neben der Beseitigung verzögert der Dampf außerdem die Wiederansiedelung der Vegetation, da tiefersitzende Sporen durch die hohen Temperaturen vernichtet werden. Die Heißdampfreinigung gehört zu den wirkungsvollsten und zugleich schonendsten Techniken bei der Reinigung und Erhaltung mineralischer Bausubstanzen.

Im Anschluss wurden mit dem Niederdruck-Mikropartikelstrahlverfahren weitere Ablagerungen – sogenannte schwarze Krusten – abgetragen. Das Verfahren funktioniert vom Grundsatz her ähnlich wie Sandstrahlen, nur, dass deutlich sensibler vorgegangen wird.

Wertvolle Originalsubstanz

Um die wertvolle Originalsubstanz der sensiblen Sandsteinfassade nicht zu beschädigen, entfernen die Experten von Kärcher mit einem Druck von 1 bis 1,5 bar einzelne Ablagerungen ganz, andere werden aus konservatorischen Gründen nur ausgedünnt. Insbesondere Manganablagerungen werden auch nach der Reinigung noch sichtbar zurückbleiben. Sie stellen keine Verschmutzung dar, sondern sind natürlicher Teil des Alterungsprozesses im Sandstein.

"Die Johanneskirche spielt im Kreis der Stuttgarter Kirchen eine besondere Rolle. Die Verbindung von Kirche und Feuersee macht diesen Ort zu etwas besonderem. Aber nun sind wir herausgefordert. Die Sanierung und Reinigung der Johanneskirche ist für die Evangelische Kirche eine Mammutaufgabe und wird viele Mittel binden. Umso dankbarer bin ich, dass die Firma Kärcher mit der Reinigung der Steinwände uns zur Seite springt. Ich freue mich jetzt schon auf den Augenblick, wenn die Johanneskirche in ihrer ursprünglichen Schönheit zu bewundern sein wird", sagt Stadtdekan Søren Schwesig.

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