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Porr

Auftragsbestand macht zuversichtlich

Der Porr-Tower in Wien.

Wien (ABZ). – Auch in der Bauwirtschaft trüben sich die Aussichten zunehmend ein. Beim österreichischen Bauunternehmen Porr herrscht dennoch Zuversicht. Grund dafür ist ein Rekord-Auftragsbestand aus dem Geschäftsjahr 2019, für das Porr nun aktuelle Zahlen vorgelegt hat. Langfristig sieht das Unternehmen den positiven Trend in der Bauwirtschaft intakt. Aus Solidarität sowie als Vorsichtsmaßnahme will der Konzern dennoch auf die Dividende für das abgeschlossene Geschäftsjahr verzichten.

Nach eigenen Angaben konnte Porr das Konsolidierungsjahr 2019 mit einem Rekord-Auftragsbestand von mehr als 7,1 Milliarden Euro abschließen. Die Produktionsleistung sei mit 5,6 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau geblieben. Das Ergebnis vor Steuern erreichte den Angaben zufolge mit 37,4 Millionen Euro das im November angepasste Ziel und sei aufgrund von Einmaleffekten hinter dem Vorjahr zurückgeblieben. Der Fokus auf die Heimmärkte sei weiter ausgebaut worden, deren Anteil an der Produktionsleistung stieg laut Porr auf 94 Prozent.

"Das vergangene Jahr hat Spuren in unseren Baumärkten hinterlassen. Das Ergebnis stellt uns nicht zufrieden, mit unserem Transformationsprogramm 'Porr 2025' ergreifen wir dafür konsequent die erforderlichen Maßnahmen", sagt Karl-Heinz Strauss, CEO der Porr. "Das wirtschaftliche Umfeld bleibt auch im Jahr 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie herausfordernd. Aber jede Krise ist auch eine Chance. Und diese werden wir aus einer führenden Position heraus wahrnehmen."

Aufsichtsrat und Vorstand der Porr hätten gemeinsam beschlossen, dass die Ausschüttung einer Dividende in der aktuellen, durch die Covid-19-Pandemie ausgelösten Situation nicht geboten sei. Der Entfall der Dividende werde der Hauptversammlung als Vorsichtsmaßnahme im Hinblick auf die Corona-Pandemie sowie aus Solidarität gegenüber allen Stakeholdern der Porr vorgeschlagen. Weitere Maßnahmen beinhalten die Inanspruchnahme der Kurzarbeit, die strikte Kontrolle aller Kosten und Investitionen sowie freiwillige Kürzungen von Managementgehältern. Durch die Ausbreitung des Coronavirus haben sich die Rahmenbedingungen in den Heimmärkten der Porr signifikant verändert, teilte der Konzern weiter mit. Jede Prognose sei seither mit großen Unsicherheiten behaftet.

Die wirtschaftlichen Folgen für die Profitabilität der Porr würden im Wesentlichen von der Dauer der Krise, den Auswirkungen auf die konjunkturellen Entwicklungen in den betroffenen Ländern und den Maßnahmen seitens der öffentlichen Hand abhängen. Dafür ist die Porr nach eigenen Angaben bestens vorbereitet. Eine seriöse Bewertung und Anpassung der im März kommunizierten Ziele 2020 sei zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht möglich.

Mittel- und langfristig würden sich die Fundamentaltrends in der Baubranche weiterhin positiv auswirken, so die Porr. Das seien vor allem die unaufhaltsame Urbanisierung mit steigendem Bedarf an Infrastruktur und Wohnraum, ökonomische und soziale Faktoren und das Thema Digitalisierung. Damit sieht Porr auch in Zukunft noch weitere Wachstumschancen.

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