Erstes Halbjahr bei Porr

Corona-Krise belastet das Ergebnis des Konzerns

Wien/Österreich (ABZ). – Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben sich auch beim Österreichischen Baukonzern Porr bemerkbar gemacht.

Wie das Unternehmen in seinem Bericht für das erste Halbjahr 2020 mitteilte, habe die anhaltende Pandemie sowohl die Produktionsleistung (2,3 Milliarden Euro) als auch das Ergebnis vor Steuern (-26,6 Millionen Euro) negativ beeinflusst. Gleichzeitig habe Porr einen Rekord-Auftragsbestand von 7,6 Milliarden Euro erreicht.

"Im zweiten Quartal 2020 haben uns die Auswirkungen der Corona-Krise getroffen – sichtbar im Rückgang der Produktionsleistung und des Ergebnisses. Sehr positiv ist der All-Time-High-Auftragsbestand, der uns eine solide Basis gibt. Damit werden wir die gestartete Transformation 'PORR 2025' beschleunigen, um unsere Wettbewerbsposition zu verbessern", so Karl-Heinz Strauss, CEO der Porr. "Wir sehen diese Herausforderung auch als Chance und werden unseren Wachstumskurs in den Heimmärkten fortsetzen."

Die Produktionsleistung der Porr lag im ersten Halbjahr 2020 mit 2273 Millionen Euro um rund 9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Leistungsrückgang war durch das Auslaufen von Großprojekten, Folgeeffekte aus dem Shutdown von Baustellen, Reisebeschränkungen sowie Covid-19-Auflagen bedingt, teilte das Unternehmen mit. Mit rund 70 Prozent der erwirtschafteten Leistung blieben Österreich und Deutschland weiterhin die zwei wichtigsten Märkte der Porr. Die Umsatzerlöse gingen den Angaben zufolge um 5,1 Prozent oder 110,4 Millionen Euro auf 2071,2 Millionen Euro zurück. Grund hierfür seien ein geringerer Anteil von Argen und Projekten in Joint Ventures. Das Ergebnis vor Steuern sank auf –26,6 Millionen Euro. Die gegenläufigen Maßnahmen wie unter anderem Kurzarbeit, Investitions- und Ausgabestopps hätten die Folgekosten und -auswirkungen der Covid-19-Auflagen – insbesondere die vorübergehende Stilllegung der Baustellen sowie Leistungseinschränkungen – nicht kompensieren können. Der Auftragsbestand konnte hingegen auf ein Allzeithoch ausgebaut werden, so Porr, und erreichte 7604 Millionen Euro.

Mit einem im Herbst 2019 gestarteten Transformationsprogramm "PORR 2025" stellt sich das Unternehmen für den strukturellen Wandel im Bausektor auf. Die Corona-Pandemie zeige jedoch, dass die bestehenden Strukturen und Abläufe noch schneller und noch umfassender angepasst und die angesetzten Effizienzmaßnahmen intensiviert werden müssen, so das Unternehmen. Das bedeute eine Beschleunigung und Fokussierung vieler Themen im Unternehmen. Parallel forciert die Porr weiterhin Wachstumsthemen und Digitaltechnologien, um sich für die Zukunft richtig aufzustellen.

Für das Jahr 2020 peilt die Porr eine Produktionsleistung leicht über der Fünf-Milliarden-Euro-Grenze an. Angesichts der anhaltend hohen Unsicherheit in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung sei eine Bewertung und Anpassung der Ergebnisziele 2020 zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

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