Rückbau Unterfeuer Blankenese

Leuchtturm in mehrere Segmente zerlegt

Hamburg-Blankenese (ABZ). – Leuchttürme sind Bollwerke gegen die Naturgewalten und scheinen wie für die Ewigkeit geschaffen. Doch dem Fortschritt müssen auch die trutzigen Schifffahrtszeichen weichen. Dieses Schicksal traf nun das Unterfeuer Blankenese. Das 1984 errichtete Bauwerk stand durch die Verbreiterung der Fahrrinne in der Elbe plötzlich außerhalb der Richtfeuerlinie. Die Taucher Knoth (Nachf.) GmbH & Co. KG übernahm den 231 t schweren Rückbauauftrag.
Lissmac Abbruch
Bis zu 13 m lang und 96 t schwer waren die einzelnen Turmsegmente, die zuvor per Seilsäge abgetrennt worden waren. Erst bei 110 t käme die „Wal“ von Taucher Knoth an ihre Grenzen. Foto: Lissmac

Das einst 42 m aufragende Unterfeuer Blankenese fußte auf einem massiven Betonfundament an einem stark befahrenen Abschnitt der Elbe. Den Turm nach Holzfällerart einfach unten absägen und fallenlassen oder gar sprengen verbot sich an dem sensiblen Standort. Anstelle dieser rabiaten Methoden fiel die Entscheidung zugunsten des segmentweisen Rückbaus. Ein Job für Profis, den Taucher Knoth zusammen mit dem Betonlabor der Aug. Prien Bauunternehmung (GmbH & Co. KG), in Angriff genommen hat.

Für das Vorhaben, im wahrsten Sinne ein "Leuchtturm-Projekt" für alle Beteiligten, statteten die Spezialisten vom Aug. Prien Betonlabor ihre Seilsäge mit einem 20-Meter-Diamantseil BDSP 3 von Lissmac aus. "Das BDSP 3 ist ein Diamantseil für extrem hohe Materialhärte. Das mit 40 Perlen pro Meter ausgestattete Werkzeug ist der Garant für allerbeste Schnittleistungen bei guter Standzeit auch in stark armierten Stahlbeton. Besonders bei anspruchsvollen Projekten wie diesem, wenn ein Werkzeugversagen fatal wäre, ist das BDSP 3 die erste Wahl und gewährleistet die nötige Zuverlässigkeit", sagt Dirk Klindtwort, Gebietsverkaufsleiter bei Lissmac.

42 m Gesamthöhe, 3 m Schaftdurchmesser und rundum 20 cm starke Stahlbetonwände summierten sich zu happigen 231 t Leuchtturm-Gesamtgewicht. Zuviel für einen Hub. Taucher Knoth und Aug. Prien entschieden sich zur intelligenten Vierteilung des Schafts. Das längste Segment maß 13 m bei 56 t Gewicht, der mit Beton verfüllte Sockel zerrte gar mit 96 t am Kranseil des Schwimmkranes TK 10 "Wal" von Taucher Knoth, das bis zu 110 t auf einmal bewältigt.

"Vor allem das Sägen des massiven Beton-Turmsockels war Schwerstarbeit und eine Bewährungsprobe für das Werkzeug. Neun Stunden lang fraß sich das BDSP 3 Diamantseil durch sieben Quadratmeter Sägefläche. Das exakt ebenerdige, beinahe spiegelglatte Schnittbild zeugt vom Können der Aug. Prien Profis", so Klindtwort.

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