Théâtre de Carouge und Salle des Fêtes in Carouge

Dünne Verglasung mit Profilsystemen möglich

Carouge/Schweiz (ABZ). – Das Städtchen Carouge bei Genf südlich der Arve gilt als angesagter Künstler- und Szenevorort der Kantonshauptstadt. Inmitten dieses kreativen Schmelztiegels befindet sich das überregional in der französischsprachigen Schweiz renommierte Theater der Gemeinde, das ursprünglich 1958 von einigen Schauspielern gegründet wurde. Die 1972 erbaute Spielstätte des "Théâtre de Carouge" wurde den technischen und gesetzlichen Anforderungen jedoch zuletzt nicht mehr gerecht, sodass die Stadt einen Neubau plante.
Forster Profilsysteme Baustoffe
Der kubisch ineinander verschachtelte Neubau des Théâtre de Carouge besticht laut Hersteller durch eine sehr mineralisch anmutende Klinkerfassade, die durch großzügige Glasflächen aufgelockert wird. Foto: Damian Poffet

Nach einem Architekturwettbewerb und einem anschließenden Referendum konnten der Theaterbau sowie die Sanierung eines direkt benachbarten Festsaals realisiert werden. Der Neubau zeichnet sich durch mineralisch anmutende Klinkerfassaden aus. Andererseits sorgen die transparenten und feinen Isolierglaselemente von Forster Profilsysteme AG innen und außen für einen optisch ansprechenden Kontrast.

Aus dem bereits 2012 durch die Stadt Carouge lancierten Wettbewerb ging der Entwurf des aus der Nähe von Lausanne stammenden Architekturbüros Pont12 als Gewinner hervor. Dieser sah für den Ersatzneubau des Theaters eine kubisch gestapelte Formation vor, die durch weitgehend geschlossene Klinkerfassaden eine zeitgenössische Referenz auf die dichte, historische Bebauung der Umgebung darstellt. Eine der Herausforderungen ergab sich durch den beengten Standort und das komplexe Raumprogramm, das es zu integrieren galt. Das Bauvorhaben musste sich zudem 2017 gegenüber der prüfenden Instanz der Bürger behaupten, die sich jedoch zu fast zwei Dritteln für die Realisierung aussprachen. Nach drei Jahren Bauzeit konnten im Jahr 2021 das Theater und der sanierte Gemeindesaal fertiggestellt werden, sodass die Spielstätte Anfang 2022 in Betrieb gehen konnte.

Fortan beinhaltet das Kulturbauensemble fünf grob gefasste Einheiten. Zum einen sind drei neue Bühnen entstanden, die ein Publikum von 135, 150 bis hin zu 468 Personen im großen Theatersaal aufnehmen.

Zum anderen stellt der benachbarte Festsaal als renovierter Bestand eine separate Raumgruppe dar. Als verbindendes Element und Schnittstelle zum öffentlichen Raum bildet ein neuer Vorplatz die repräsentative Eingangssituation zu den Gebäuden. Neben Bühnentechnik und Nebenräumen der Veranstaltungssäle finden Kostüm- und Kulissen-Werkstätten inklusive Schreinerei und Schlosserei innerhalb des Neubaus Platz.

Dort sind zudem nebst Verwaltung und Regie Räume für Gastronomie, Büros, Besprechungen, Gastkünstlerwohnungen und Lager untergebracht. Ein besonderes Augenmerk legten die Architekten von Pont12 auf die nahtlose Einbindung des Bestands in den Hochbauentwurf. So wurden auch im Rahmen der Erneuerung des benachbarten Festsaals die Erschließungselemente voll verglast und kontrastieren nun als filigrane Bänder mit der ansonsten massiv ausgeführten Gebäudehülle. Diese ist mit länglichen Klinkerziegeln in einem hellbeigen Ton bekleidet, die eine natürlich-rustikale Oberfläche aufweisen und wie von Hand geformt wirken. In bestimmten Fassadenbereichen, wie etwa oberhalb des Eingangs, lockern perforierte Ziegelwände die Massivität auf.

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Eine ästhetische und technische Verbindung zwischen Bestand und Neubau: Die Türen und Festverglasungen wurden sowohl im Theatergebäude als auch im benachbarten Festsaal mit dem Stahlprofilsystem forster unico realisiert. Foto: Damian Poffet

Prägend für das Erscheinungsbild des Gebäudes ist die harmonische Verbindung von Mineralität und Transparenz. Letztere wird durch den gezielten Einsatz von Glasflächen erzielt – sei es an der Fassade, bei den Absetzungen oder bei den Zugängen. So garantiert die Verglasung des Empfangs, die das Foyer von der öffentlichen Esplanade abgrenzt, wo Aufführungen stattfinden, einen fließenden Übergang zwischen dem Inneren und Äußeren des Theaters. Im Erdgeschoss sorgen die Türen und Festverglasungen mit forster unico für eine perfekte Wärmedämmung des Gebäudes. Die dunkelbraune Thermolackierung lässt die schlanken Stahlprofile fast verschwinden und verleiht dem Ganzen eine dezente, filigrane und helle Ästhetik.

Automatische Flügeltüren, die sich zum Hauptfoyer hin öffnen, und eine akustisch leistungsfähige Isolierverglasung ergänzen das äußerst leistungsfähige System. Das Profilsystem forster unico wurde auch für die Zugänge zu den Terrassen im ersten Stock des Neubaus sowie für alle Schiebeverglasungselemente des Festsaals gewählt.

Um eine einwandfreie Abtrennung in Brandabschnitte zu erreichen, haben sich die Architekten und Sicherheitsbeauftragten für Brandschutztüren und -festverglasungen mit forster fuego light El30 entschieden.

Diese vollverglasten, stützenfreien Elemente sorgen für eine sichere Verbindung zwischen den Werkstätten mit hohem Brandrisiko und den verschiedenen Räumen und dem Foyer des Neubaus. Das System forster presto E30 bietet laut Hersteller neben dem Brandschutz zudem Sicherheit auf den Fluchtwegen. Diese feinen Verglasungen unterstreichen die Transparenz und Offenheit der Innenarchitektur. All dies trägt zur gestalterischen und funktionalen Aufwertung des neuen Kulturkomplexes im Zentrum von Carouge bei.

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