Wirkbau-Areal als grüne Lunge

Der Überhitzung mit Dachgärten entgegenwirken

Chemnitz (ABZ). – Im Herzen des Chemnitzer Wirkbau-Areals wurde unlängst ein intensiv begrünter Dachgarten auf rund 1500 m² eröffnet. Die entsiegelten, offenporigen Wege und Plätze darin bestehen aus Klimabaustoffen der Firma HanseGrand Klimabaustoffe aus Selsingen in Niedersachsen. Sie lassen die Wege und Plätze laut Herstellerangaben "atmen" und tragen zu den positiven stadtökologischen Effekten bei, zu denen eine Entlastung des Kanalsystems sowie ein kühleres Mikroklima durch Verdunstung zählen.
HanseGrand Baustoffe
Nicht nur die kleinen Inseln aus Blühwiesen und Substraten nehmen Wasser auf, auch die Wege selbst sind stark wasserdurchlässig, betont HanseGrand. Das Wasser kann im gesamten Dachgarten an Ort und Stelle versickern und entlastet damit die städtischen Kanalsysteme. Foto: Johannes Richter

Der Dachgarten besitzt zehn große Bäume, üppige Stauden und artenreiche Blühwiesen sowie mehrere großzügige Plätze, die alle über ein kleines Wegenetz miteinander verbunden sind. Tische und Bänke laden zum Arbeiten und Verweilen ein. Die Wege und Plätze sind als offenporiges Wegedeckensystem mit Klimabaustoffen von HanseGrand angelegt.

Auf der 12 bis 15 cm dicken Tragschicht wurden etwa 80 t HanseMineral als Zwischenschicht eingebaut, die für ein ausgewogenes Wassermanagement und hohe Scherfestigkeit sorgt. Die oberste Schicht besteht aus etwa 50 t HanseGrand Deckschicht. Das Material wurde regional in Petersberg bei Halle produziert, was sich sowohl auf die Transportkosten als auch auf den ökologischen Fußabdruck positiv auswirkte. Nicht nur die kleinen Inseln aus Blühwiesen und Substraten nehmen Wasser auf, auch die Wege selbst sind stark wasserdurchlässig. Das Wasser kann im gesamten Dachgarten an Ort und Stelle versickern und entlastet damit die städtischen Kanalsysteme.

Ein weiterer positiver Effekt der grünen Dächer ist die nachhaltige Verdunstungsleistung: rund 65 % des Jahresniederschlags kann der Dachgarten verdunsten. Die wassergebundenen Wegedecken leisten ihren Beitrag dazu: beim Versickern des Regenwassers wird ein Teil des Wassers in den Hohlräumen des Belags gespeichert, der bei starkem Sonnenschein in feinen Kapillaren wieder nach oben transportiert wird und verdunstet. Zur Bewässerung in trockenen Perioden wurde zusätzlich eine Regenwasserzisterne installiert.

"Begrünte Dächer und Fassaden sind eine wunderbare Methode, um der Überhitzung urbaner Gebiete entgegenzuwirken und die Aufenthaltsqualität für BesucherInnen und auf dem Areal arbeitende Menschen zu erhöhen. Die verminderte Reflexion der Sonneneinstrahlung im Zusammenhang mit der durch Verdunstung entstehenden Kühle kann die Lufttemperatur im Umfeld der Begrünungen um bis zu 2 °C reduzieren", so Landschaftsarchitektin Uta Gehrhardt. "Somit leistet der Wirkbau einen positiven Beitrag gegen die weitere Überhitzung unserer Städte."

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