Anbaugeräte

Auch im Fräsen-Programm breit aufgestellt

Kinshofer Ausstattung & Zubehör
Kinshofer WS-Fräsen sind vielseitig einsetzbar. Hier wird die Deckschicht einer armierten Betonfläche abgetragen. Fotos: Kinshofer

Waakirchen (ABZ). – Kinshofer hat sich schon vor einigen Jahren zum Ziel gesetzt bei Anbaugeräten für Ladekrane und für Bagger ein One-Stop-Shop zu werden. Das riesige Produktangebot, das neben vielfältigen Löffeln und hydraulischen Tools auch Adapter, Schnellwechsler und Tiltrotatoren umfasst, wurde schon bei der letzten bauma vorgestellt. Das Kinshofer-Angebot für Anbaugeräte wurde im laufenden Jahr um eine breite Palette von hydraulischen Anbau-Fräsen für Hydraulikbagger erweitert. Alles begann im Frühjahr mit der Übernahme des kompletten Fräsengeschäftes von Atlas. Die bewährten Anbaufräsen der WS Serie sind mit Hochdrehmomentmotoren ausgestattet, die dank Untersetzungsgetriebe mit einer sehr hohen Schneidkraft aufwarten. Zusammen mit der Auswahl der richtigen Frästrommeln und passenden Meißel garantiert diese Kombination laut Unternehmen das optimale Eindringen in das Gestein und damit eine sehr hohe Produktivität. Der Betrieb von Fräsen bietet sich insbesondere dort an, wo ein Hydraulikhammer ineffizient oder nicht erlaubt ist. Das betrifft vor allem Gebiete, in deren Umfeld besonders vibrationsarm gearbeitet werden muss oder Einschränkungen in Form von Lärmschutzbestimmungen vorliegen. Auch für Unterwassereinsätze und bei Präzisionsarbeiten in Tunneln werden die Fräsen seit Jahren eingesetzt. Die Kinshofer Anbaufräsen WS15 bis WS150 (15-150 kW Eingangsleistung) sind in den Arbeitsbreiten 500 bis 1400mm für Bagger mit einem Dienstgewicht von 2 bis 60 t lieferbar. Bei Bedarf gibt es die Kinshofer Anbaufräsen WS30 bis WS90 auch mit einer robusten, flach aufbauenden 360°-Dreheinheit. Hohe Schneidkraft, optimierte Leistung und perfekte Fräsarbeit sind laut Hersteller das Ergebnis einer ausgereiften Konstruktion. Je nach dem bevorzugten Einsatz könne der Kunde dank modularer Bauweise die Komponenten Hydraulikmotor, Frästrommeln und Meißel in den jeweiligen Geräteklassen perfekt auf die gegebenen Einsatzbedingungen anpassen und so ein effizientes Anbaugerät konfigurieren, so das Unternehmen. So ist etwa beim Kanal- und Rohrleitungsbau, bei der Bodenaufbereitung und ganz besonders im Steinbruch und beim Abbruch ein starker Hydraulikmotor von Vorteil. Neben Trommeln für den Felseinsatz, die sich für das Fräsen in weichem bis mittelhartem Gestein besonders gut eignen gibt es auch Profiliertrommeln.

Ihr besonderes Merkmal ist der Besatz mit einer höheren Stückzahl an Meißeln. Diese sind etwas kleiner und erzeugen eine besonders saubere Oberfläche nach dem Fräsen. Zudem gibt es spezielle Trommeln für den Abbruch. Sie werden in der Regel mit Meißeln bestückt, die zu der vorhandenen Betongüte passen. Zusätzlich werden die Meißelhalter auf der Abbruchtrommel durch ein Spiralblech unterstützt. Das führt zu einer Verringerung der Vibrationen und erzeugt gleichzeitig eine definierte Eindringtiefe im Beton. Diese Spiralbleche sind aus verschleißfestem Stahl gefertigt und können je nach Bedarf nachgepanzert werden. Zusätzlich zu den besonders robusten Frästrommeln verfügen Kinshofer Anbaufräsen standardmäßig über ein Gehäuse, in dem an besonders stark beanspruchten Bereichen verschleißfestes Material verbaut ist. Eine längere Lebenszeit der Fräsen sei somit garantiert. Nun bietet Kinshofer für schmale Frässchnitte, wo es mehr um Frästiefe als Fräsbreite geht, auch das mit Fräsmeißeln bestückte Schneidrad DMW an. Dessen zwei seitliche drehmoment- und durchzugsstarke Hydraulikmotore sorgen für höchste Schneidkraft bei ruhigem, gleichmäßigem Arbeiten. Dadurch werden laut Unternehmen selbst im harten Gestein sowie im bewehrten Stahlbeton höchst effizient enorme Produktionsleistungen erreicht. Für das große Einsatzspektrum werden verschiedene Schneidradvarianten für Schneidtiefen bis 1000 mm angeboten. Es steht eine Auswahl von Schneidrädern mit ausgereiften Werkzeugbestückungen und bis zu 400 mm Breite zur Verfügung. Auch Sonderbreiten und weitere Schneidtiefen sind auf Wunsch lieferbar.


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Die BRC Pfahlkopfräse ermöglicht ein präzises und schonendes Freilegen der Anschlussbewehrungskronen von Betonpfählen.

Durch die Einsatzmöglichkeit der DMW-Serie bis zu 30 m unter Wasser sind sie auch für Kanalarbeiten oder für den Betonabbruch unter Wasser geeignet. Hauptvorteil des Schneidrades ist seine hohe Wirtschaftlichkeit, die neben dem präzisen und profilgenauen Fräseinsatz selbst bei härterem Gestein auch auf seiner Robustheit und der geringen Wartung beruht. Der modulare Geräteaufbau ermöglicht auch bei dieser Spezialfräse max. Flexibilität. Starke Schutzbleche gewährleisten ein langes Geräteleben. Es gibt für das Schneidrad DMW eine große Auswahl an Schneidrädern mit ausgereifter Werkzeugbestückung. Der Austausch der Verschleißteile erfolgt schnell und einfach.

Das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten für Fräsen wächst weiter. Und so bietet Kinshofer mit der BRC Pfahlkopffräse "Brextor" auch ein spezielles Anbaugerät zur perfekten Fertigstellung von Betonpfahlköpfen an, wie man sie etwa beim Fundament-, Bahn- und Straßentiefbau sieht. Dort wo bisher mit schweren Presslufthämmern die Bewehrungseisen mühsam und uneffektiv freigelegt wurden und der Überbeton im Kopfbereich abgetragen wurde, wird mit der Pfahlkopffräse BRC das Material ebenso schonend wie präzise auf die gewünschte Höhe abgetragen. Die verbleibenden Betonreste zwischen den intakten Armiereisen der Anschlußbewehrungkrone können danach mit dem Pfahlkopfbeißer BRC LC110 mit wenig Kraftaufwand vom Bagger aus ebenfalls schonend herausgelöst werden. Dank der BRC Pfahlkopffräse würden Beschädigungen und Abplatzungen außen am Pfahlkopf, Risse und verbogene Anschlussbewehrung vermieden. Die Tragfähigkeit des Pfahls werde somit optimal erhalten, die Gefahr von Korrosion minimiert und negative statische Auswirkungen verhindert.

Im Frühjahr 2019 wird das Fräsenprogramm von Kinshofer schließlich auch noch um Flächenfräsen für überschaubare Arbeiten im Straßenbau erweitert. Zentrales Thema bei Fräsen – die Verschleißteile: Beim Fräsen führen die Meißel die eigentliche Lösearbeit des Gesteins durch. Bedingt durch die unterschiedlichen Gesteinsarten, deren Härten und Zähigkeiten, sind verschiedene Kopfformen erforderlich um eine optimale Penetration ins Gestein zu gewährleisten. Das heißt, zusätzlich zur Auswahl der richtigen Trommel müssen für den effektiven Einsatz der Fräse die passenden Meißel gefunden werden. Das ist letztlich die Voraussetzung für das Erreichen der optimalen Fräsleistung bei minimiertem Meißelverschleiß und damit für geringere Kosten. Neben Standard- und Heavy Duty-Meißeln für hartes und massives Felsgestein gibt es auch noch verschleißoptimierte Meißel für sehr abrasives Gestein. Ferner gibt es für die Anbaufräsen auch Holzfräsmeißel für Baumstümpfe. Der durch die Meißelhalter vorgegebene spezielle Eingriffswinkel jedes Meißels sorgt für die kontinuierliche Rotation der Meißel insgesamt und ermöglicht auch das automatische Selbstnachschärfen der Hartmetallspitze während des Fräsens. Hierdurch werde stets max. Abbauleistung bei geringsten Verschleißkosten gewährleistet. Alle Verschleißteile sind einfach und schnell austauschbar. Das verkürzt die Stillstandzeiten der Fräsen.

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