Baubeginn für Lithiumfabrik

Starkes Signal für Strukturwandel

Guben (dpa). - In der Lausitzer Stadt Guben baut das kanadische Unternehmen Rock Tech in den kommenden Monaten eine Lithiumfabrik. Jetzt erfolgte der erste Spatenstich für eine Konverteranlage, in der künftig batteriefähiges Lithiumhydroxid für den Einsatz in der Elektromobilität hergestellt werden soll.
Elektromobilität Elektroantriebe
Steffen Kammradt (l-r), Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dirk Harbecke, CEO von Rock Tech, Fred Mahro (CDU), Bürgermeister der Stadt Guben, Jörg Steinbach (SPD), Wirtschaftsminister von Brandenburg und Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, nehmen am symbolischen Spatenstich für den Baustart eine Lithiumfabrik des kanadischen Unternehmens Rock Tech teil. Für die Lithiumfabrik errichtet das Rohstoff-Unternehmen in der Stadt an der Neiße eine Konverteranlage. Sie dient der Herstellung von batteriefähigem Lithiumhydroxid für den Einsatz in der Elektromobilität. Jährlich sollen nach Angaben des Unternehmens 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid für Batterien von 500.000 Elektroautos produziert werden. Foto: picture alliance/dpa | Patrick Pleul

Das Rohstoff-Unternehmen will am Standort im Spree-Neiße-Kreis rund 650 Millionen Euro investieren und 170 Arbeitsplätze schaffen. Bis 2030 soll die Hälfte der Rohstoffe aus dem Recycling von Altbatterien stammen.

In einem ersten Schritt werden Verwaltungsgebäude und ein Labor errichtet. Die Inbetriebnahme und der Hochlauf des Lithium-Konverters erwartet das Unternehmen für 2025, die Produktion von Lithiumhydroxid für Anfang 2026. Jährlich sollen danach 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid für Batterien von 500.000 Elektroautos produziert werden. Mercedes-Benz wird als Partner für seine Batterieproduktion in Europa vom Konverter in Guben Lithiumhydroxid beziehen.

Das Projekt von Rock Tech stehe für die dringend benötigten Wertschöpfungsketten und eine klimaneutrale Produktion, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zum Start. Die Ansiedlung zeige, dass Brandenburg inzwischen auch europaweit für eine Region stehe, in der die Wirtschaftspolitik in die Zukunft ausgerichtet sei. Die Investitionsentscheidung von Rock Tech sei für das Land Verpflichtung, weiter den Weg in eine möglichst schnelle Klimaneutralität zu gehen. Brandenburg hat das Ziel, bis 2045 vollständig klimaneutral werden.

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sieht durch die Ansiedlung Brandenburgs Position als Zentrum der Elektromobilität und der Energiewende in Deutschland deutlich gestärkt. Das Land decke künftig die komplette Wertschöpfungskette ab von der Rohstoffaufbereitung über die Batterie- und Zellfertigung bis zu E-Autobau und Batterierecycling.

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