Besuch beim Weingut Egon Müller-Scharzhof

Die Natur ihre Arbeit machen lassen: Preisgekrönte Rieslinge entstehen

AS-MOTOR Bauchemie
Egon Müller, Eigentümer des gleichnamigen Weingutes an der Saar, mit seinem AS 940 Sherpa 4WD XL am Fuß des Scharzhofberges. Foto: AriensCo

Wiltingen (ABZ). – Auf den Listen der teuersten Weine der Welt befinden sich fast ausschließlich Rotweine aus Frankreich. Aber eben nur fast. Einer der begehrtesten Weine ist weder rot noch stammt er aus dem Burgund. Es ist ein Riesling des weltbekannten Weingutes Egon Müller-Scharzhof aus Wiltingen an der Saar, unweit von Trier. Im Gespräch mit dem renommierten Winzer macht dieser deutlich, wie wichtig für ihn Tradition, Vertrauen in die Natur, Erfahrungswerte und Qualität sind.

Bei der Suche im Internet nach dem nicht nur bei Weinkennern bekannten Weingut stoßen Interessenten vor allem auf Superlative: Beste edelsüße Rieslinge der Welt, legendäres Weingut, teuerster Wein, ... Doch wer Egon Müller IV persönlich trifft – Arbeitsschuhe und bequeme kurze Cargohosen tragend – und ihn bittet, sein Weingut vorzustellen, dann nennt er keinen dieser Superlative. Stattdessen blickt er stolz auf eine lange Tradition zurück: "Meine Familie ist hier an der Saar seit etwas mehr als 200 Jahren beheimatet. Unser Weingut war früher Teil des Benediktinerklosters St. Marien in Trier. Als nach der französischen Revolution die Franzosen hierherkamen, wurden die Kirchenbesitzungen eingezogen und verkauft. Mein Ur-Ur-Ur-Ur-Großvater, der Mönch in dem Kloster war, nutzte die Chance und hat das Gut hier am Scharzhofberg gekauft."

Seitdem befindet sich das Gut in Familienbesitz und wird aktuell in sechster Generation von Müller geführt. "Aktuell haben wir 16,5 Hektar Rebfläche, davon sind 8,5 Hektar am Scharzhofberg und davon 4,5 Hektar in allerbester Lage. Dort entstehen die besten Weine", erklärt der Wein-Experte. Dass in dieser Region Weinbau überhaupt möglich ist, lässt sich zunächst gar nicht vermuten. Schließlich befindet sich Wiltingen fast auf dem 50sten Breitengrad, also ungefähr auf der Höhe von Novosibirsk. "Weinbau funktioniert hier nur, weil wir sehr stark vom Golfstrom beeinflusst sind. Das heißt, hier ist das Klima sehr gemäßigt, wir haben ausreichend Regen und im Grunde milde Winter und kühle Sommer", erklärt Müller und fügt stolz hinzu: "Den einzigen Nachteil, den der Scharzhofberg hat, ist, dass er nicht im Burgund liegt. Wenn wir Franzosen wären, würden wir die Weine, die hier entstehen als 'grand cru' bezeichnen. Es ist das Dreieck aus Klima, Boden und der richtigen Rebsorte – in diesem Fall Riesling – das hier am Scharzhofberg einfach ideal passt."

Vertrauen in die Weinberge

Seine Dankbarkeit und Verbundenheit zur Natur lässt sich förmlich spüren und es ist ihm durchaus abzunehmen, wenn er sagt: "Wir Winzer werden ja heute oft als 'wine maker', also Weinmacher bezeichnet. Ich kann ihnen sagen, dass ich das auf keinen Fall sein möchte. Vielmehr fühle ich mich als Bauer und vertraue unseren Weinbergen. Ich will dabeistehen, zuschauen und aufpassen, dass nichts schief läuft. Ich möchte die Natur ihre Arbeit machen lassen und genau im richtigen Moment das Richtige tun. Und, ich möchte bei der Ernte dabei sein, denn bei der Lese merkt man, ob es ein guter Jahrgang wird."

"In diesem Jahr haben viele Kollegen hier am Berg mit modernen Steilhang-Vollerntern geerntet. Am Nachbar-Weinberg waren sie beispielsweise zu dritt bei der Ernte, wir hatten 30 Helfer bei der Lese. Trotzdem waren die Nachbarn schneller als wir", erzählt Müller von der sehr arbeitsintensiven Handlese seiner erstklassigen Trauben, die zum Teil an weit über 100 Jahr alten Rebstöcken gedeihen.

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Egon Müller genießt ein Glas 2018er Scharzhofberger Riesling. Foto: AriensCo

Auch wenn die Lese schweißtreibend von Hand erfolgt, weiß der Winzer maschinelle Unterstützung durchaus zu schätzen: So gehören zum Maschinenpark des Weingutes bereits seit mehr als 20 Jahren Geräte aus dem Hause AS-Motor und seit gut zwei Jahren auch ein AS 940 Sherpa 4WD XL. "Rund um das Weingut gibt es einiges zu mähen. Ein Teil davon ist Rasenfläche und wird relativ häufig gemäht. Den anderen Teil kann man eher als Wiese bezeichnen, hier fahren wir nur drei bis vier Mal im Jahr drüber. Der Mäher muss also zum einen den Rasen sauber mähen und zugleich bodenschonend sein. Auf den anderen Flächen, die teilweise durchaus steil sind, muss er dagegen mit hohem Gras, Brombeeren und dichtem Bewuchs zurechtkommen. Da brauche ich einen Mäher, der ausreichend Kraft hat. Der Sherpa hat die notwendige Power und hält das klaglos aus. Für meine Anforderungen ist er genau der richtige Aufsitzmäher. Ich wüsste nicht, was anderes dafür in Betracht käme."

Sparsamer mit Chemikalien

Um dem Unkraut auf den gepflasterten Flächen auf dem Weingut Herr zu werden, kommt seit zwei Jahren eine AS 30 WeedHex zum Einsatz. "Da wir seit Langem kein Herbizid verwenden, war es sehr mühsam, unseren Hof sauber zu halten. Deshalb haben wir uns eine Maschine zur Unkrautbeseitigung ausgeliehen. Diese war allerdings von einem anderen Hersteller. Um es kurz zu machen, es war fürchterlich! Da wir mit unserem Händler und AS-Motor in Kontakt waren, haben wir daraufhin eine Wildkrautbürste ausprobiert. Danach war klar, mit der WeedHex geht das nicht nur viel einfacher, auch das Ergebnis ist top", nennt Müller die Gründe für den Kauf der Bürste. Die mechanische Beseitigung des Unkrautes passt hervorragend zur Philosophie des Gutes. Denn auch im Weinberg wird ein sehr zurückhaltender Umgang mit Chemikalien gepflegt. "Schon mein Vater hat versucht, möglichst wenig zu spritzen. Er war der Überzeugung, dass jede Spritzung den Weinberg bremst und dadurch wichtige Tage der Reife verloren gehen."

Beste Lage, die richtige Rebsorte, Vertrauen in die Natur, Handlese und wenig spritzen. Sind das die Gründe, dass dort am Scharzhofberg Wein in so hoher Qualität entsteht und dafür Preise in fünfstelliger Höhe ausgerufen werden? Was unterscheidet die Weine dieses Weingutes noch von anderen und was macht einen wirklich guten Wein aus? "Je mehr Geschmack da ist, umso besser ist ein Wein", weiß Müller und erklärt: "Der Geschmack muss in einer Spannung sein und diese entsteht nur, wenn die Abstimmung von Alkohol, Säure und Zucker perfekt passt." Dass der an einer der besten Weinuniversitäten, der Hochschule Geisenheim, studierte Experte genau weiß, wie diese Spannung erzeugt werden kann und welch unzähligen Dinge es sonst zu beachten gilt, daran besteht kein Zweifel. Dennoch sagt er: "Es sind zwar die vielen Kleinigkeiten, doch am Ende spielt die Erfahrung die entscheidende Rolle. Ich hatte das Glück, dass ich 15 Jahre mit meinem Vater zusammenarbeiten durfte. Hierfür bin ich dankbar, denn wir hatten ein hervorragendes Verhältnis. So hat mir diese Zeit mehr gebracht als mein Studium. Nun bin ich in dem Alter, wo ich mein Wissen und meinen Erfahrungsschatz an meinen Sohn Egon weitergeben möchte." Und so war und ist es auch die langjährige gute Erfahrung mit den Geräten der schwäbischen Hochgrasmäher-Manufaktur und dem guten Service vor Ort, dass die Entscheidung immer wieder zu Gunsten von AS-Motor fällt.

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