Betonbohr- und -sägebranche verzeichnet positive Entwicklung und gute Zukunftsaussichten

von: Manfred Witzke, Vorsitzender des Fachverbandes Betonbohren und -sägen Deutschland e. V.
Die wirtschaftliche Bilanz fällt für die Betonbohr- und -sägebranche positiv aus. Während die allgemeine Bauwirtschaft vor allem im zweiten Halbjahr 2021 von steigenden Rohstoffpreisen beeinflusst wurde, ist die wirtschaftliche Entwicklung unserer Branche davon kaum betroffen. Die Auftragslage ist für das Gros der Fachbetriebe auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie gut und bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres. Für 2022 sprechen die neuen politischen Rahmenbedingungen für eine anhaltend positive Konjunktur im Bauwesen. Mit Blick auf die politische Neuausrichtung durch die Ampelkoalition erhält die energetische Sanierung im Bestand noch mehr Gewicht. Vor allem aber das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel, jährlich 400 000 Wohnungen neu zu bauen, sollte der Bauwirtschaft allgemein und damit auch unserer Branche eine sehr gute Auftragslage ermöglichen.
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Darüber hinaus gehe ich davon aus, dass die Diskussion um die CO2-Belastung Einfluss auf die weitere Bauentwicklung nehmen wird. Denn zu erwarten ist, dass die Kosten für einen Neubau – CO2-bedingt – langfristig steigen werden. Der Erhalt und die Umnutzung von Bestandsimmobilien werden vor diesem Hintergrund attraktiver. Davon profitiert unsere Branche, denn unsere Fachbetriebe liefern einen "chirurgischen Präzisionsrückbau", der alte Bausubstanz für eine neue Nutzung vorbereitet. Das sichert der BBS-Branche einen nachhaltigen Auftragsstand.

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung erfolgte ein Wechsel in der Führung des Fachverbandes. Thomas Springer, der das Amt des Vorsitzenden zwölf Jahre bekleidete, schied aus dem Vorstand aus. Mit dem Votum der Mitglieder darf ich als neuer Vorsitzender die Geschicke des Fachverbandes zukünftig gestalten. An dieser Stelle danke ich noch einmal den Mitgliedern für ihr Vertrauen sowie Thomas Springer für seine langjährige erfolgreiche Arbeit. Ich werde mich insbesondere dafür einsetzen, junge Nachwuchskräfte für eine aktive Verbandsarbeit zu gewinnen. Wir haben in den letzten zwei Jahren Meister in unserer Branche ausgebildet, zahlreiche Altunternehmer vollziehen derzeit die Übergabe an die nachfolgende Generation – dieses Potenzial wollen wir nutzen. Dafür etablieren wir beispielsweise einen Arbeitskreis für Jungunternehmerinnen und -unternehmer als eine agile Plattform, um neue Ideen zu generieren und konstruktive Veränderungen zu ermöglichen.

Um die Corona-Pandemie noch einmal aufzugreifen: Sie hatte natürlich auch Einfluss auf unsere Branche. So wurde die zunächst zweimal verschobene Fachmesse BeBoSa nach einer Umfrage unter den Herstellern endgültig abgesagt. Diese Entscheidung bedaure ich sehr, zumal andere Veranstaltungen und Messen durchaus unter Einhaltung aller Hygienestandards durchgeführt werden konnten.

Positiv stimmt mich der Ausblick auf 2023: Dann soll die BeBoSa im turnusmäßigen Rhythmus – im Jahr nach der bauma – wieder stattfinden. Eine entsprechende Zusage namhafter Hersteller liegt dafür bereits heute vor. Und für 2022 bin ich optimistisch, dass die weltgrößte Baufachmesse bauma im Herbst stattfinden wird. Der Fachverband plant selbstverständlich wieder seine Teilnahme.

Aufgrund der Pandemie kam es 2021 auch zu Einschränkungen bei den Weiterbildungsangeboten des Fachverbandes. Dies haben wir genutzt, um die Seminare neu aufzustellen. 2022 startet der Fachverband sein Angebot der Erwachsenenqualifizierung mit einem neuen Modulsystem. Dabei werden alle fachlichen Qualifizierungsangebote von den Grundlagenseminaren zum Betonbohren und -sägen bis hin zu den betriebswirtschaftlichen Seminaren neu strukturiert. Damit ermöglichen wir den Fachbetrieben mehr Flexibilität bei der Buchung der Seminar-Termine, denn die Belegung der einzelnen Module ist frei wählbar. Gleichzeitig können wir bei hoher Nachfrage – oder anderen Unwägbarkeiten – schnell reagieren und erforderliche Zusatz- oder Ersatztermine anbieten.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lassen also eine positive Entwicklung für 2022 erwarten, der Fachverband wird seine Mitglieder dabei wie gewohnt unterstützen. Und um den Einfluss der Pandemie auf diese Entwicklung zu verringern, wünsche ich mir eine deutlich höhere Impfquote. Deshalb möchte ich jeden Einzelnen ermutigen, diese persönliche Entscheidung aufgrund einer sachlichen Argumentation zu treffen. Ich bin mir sicher, dass diese dann ganz klar zugunsten einer Impfzustimmung ausfallen wird.

Bitte bedenken Sie: Damit schützen Sie nicht nur sich, sondern auch andere, und Sie leisten einen persönlichen Beitrag zur Überwindung der Pandemie. In diesem Sinne wünsche ich allen Mitgliedern des Fachverbandes, Unternehmern und ihren Mit-arbeiterinnen und Mitarbeitern vor allem Gesundheit – und bei persönlichen Entscheidungen einen "kühlen Kopf".

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