Durch vorgefertigte Furnierschichtholzelemente

Pavillonbau geht schnell voran

Baustoffe
Der Pavillon wird als Ort für verschiedene Veranstaltungen der Botschaft und von Business Finland genutzt. In ihm wird auch das finnische Nationalteam während der Olympischen und Paralympischen Spiele 2021 untergebracht sein. Abb.: Metsä Wood

Tokio/Japan (ABZ). – Die tragende Holzkonstruktion für den Metsä-Pavillon wurden in nur elf Tagen montiert. Der Pavillon, gebaut auf dem Gelände der finnischen Botschaft in Tokio, ist ein Gemeinschaftsprojekt von Business Finland und Metsä Group.

Der Pavillon wird als Ort für verschiedene Veranstaltungen der Botschaft und von Business Finland genutzt. In ihm wird auch das finnische Nationalteam während der Olympischen und Paralympischen Spiele 2021 untergebracht sein. Vorgefertigte Kerto-LVL-Furnierschichtholzelemente ermöglichen Herstellerangaben zufolge ein schnelles, leichtes und ökologisches Bauen. Die Kerto-LVL-Furnierschichtholzelemente für den Metsä-Pavillon wurden in dem Werk von Timberpoint in Finnland gefertigt. Die Verpackung der Elemente wurde für eine möglichst geringe Anzahl von Containern, 16 insgesamt, optimiert. Die Elemente wurden unter Berücksichtigung der Logistik in Japan sorgfältig verpackt: Sie wurden in der Reihenfolge der Montage in die Container gelegt. Die Container wurden im Februar von Finnland nach Japan gesendet und kamen nach 45 Tagen im Hafen von Yokohama an.

Die japanische Gesetzgebung verbietet große Transportfahrzeuge im Stadtgebiet. Daher war eine gründliche Logistikplanung beim Entwurf der Elemente für den Metsä-Pavillon erforderlich. Die Elemente waren maximal 9 m lang, damit sie in den engen und geschäftigen Straßen transportiert werden konnten. Ein 10-Tonnen-Lastwagen brachte die Kerto-LVL-Furnierschichtholzelemente in 20 Fuhren zur Baustelle, vier bis fünf Ladungen pro Tag. Das geringe Gewicht der Kerto-LVL-Furnierschichtholzelemente war ein Vorteil beim Transport und vereinfachte auch die Handhabung vor Ort.

"Die Elemente konnten vor Ort schnell zusammengefügt werden. Je leichter die Elemente, desto leichter können sie auch montiert werden", so Jyrki Huttunen, CEO von Puurakentajat Oy, dem für die Errichtung des Pavillons in Tokio verantwortlichen Unternehmen. "Dies hat bei der Montage auf dem kleinen Gelände der Botschaft geholfen. Und selbstverständlich haben wir umfangreiche Erfahrung mit dem Bauen in finnischen Städten."

Huttunen war mit seinem Team für den Aufbau des Metsä-Pavillons in Tokio verantwortlich. Vor Ort überwachte der japanische Architekt Atsushi Ueda den Bau. Nachdem Puurakentajat Oy den Aufbau der Holzstrukturen beendet hatte, war das Team von Ueda an der Reihe. Es baute Fenster ein und stellte die Innenräume und sichtbaren Oberflächen des Pavillons fertig.

"Das Design des Pavillons unterscheidet sich deutlich vom japanischen Stil und der Baukonstruktion. Das Beste ist die Vorfertigung. Alles wird im Werk gefertigt, und es muss dann vor Ort nur montiert werden. Der Pavillon wurde in sehr kurzer Zeit fertiggestellt", so Ueda. Der Metsä-Pavillon wurde teilweise auf einer bestehenden Betongarage gebaut, die als Fundament des Pavillons diente. "Leichte Holzelemente sind eine großartige Wahl für den Bau auf bestehenden Strukturen. Wenn sie gut konzipiert sind, können neue Holzstrukturen leicht auf älteren Fundamenten errichtet werden", so Huttunen.

Da Holzelemente im Allgemeinen vier- bis fünfmal leichter als Beton oder Stahl sind, können auch leichtere Maschinen eingesetzt werden. Ein einfacher 25-Tonnen-Mobilkran war ausreichend, um die Kerto-LVL-Furnierschichtholzelemente in Position zu heben. Die Verbindungen zwischen den Kerto-LVL-Furnierschichtholzelementen wurden so einfach wie möglich gehalten, sodass keine speziellen Werkzeuge benötigt wurden.

Nach den Olympischen Spielen kann der Pavillon abgebaut und an einem anderen Standort wiederaufgebaut werden. Atsushi Ueda und sein Unternehmen werden für die Demontage verantwortlich sein. Die einfachen Verbindungen werden diese Aufgabe erleichtern. "Die Zusammenarbeit mit den japanischen Zimmerleuten lief sehr gut, auch wenn wir keine gemeinsame Sprache haben", so Huttunen. "Wir wissen alle, was wir machen." "Es wäre für beide Länder von Vorteil, wenn wir diese Verbindung und dieses Netzwerk für die Zukunft ausbauen würden", sagt Ueda. "Die neue Ära des Bauens mit Holz hat in Japan gerade erst begonnen. Ich bin fest davon überzeugt, dass dies auch für Finnland eine große Chance ist."

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