Zukunftssichere Investments

Warum energieeffiziente Immobilien in Hamburg mehr kosten

Hamburg (dpa). - Häuser der Energieklasse A oder B kosten in Hamburg rund ein Drittel mehr als unsanierte Gebäude. Im Umland ist die Differenz geringer. Aus Expertensicht lohnt dennoch ein Blick auf Sanierungsfälle.
Immobilien Wohnungsbau
In Hamburg ist laut einer Studie ein unsaniertes Gebäude für rund ein Drittel billiger zu haben als Immobilien der Energieeffizienzklasse A oder B. Foto: picture alliance/dpa | Andreas Arnold

Eine energetisch sanierte Wohnimmobilie in Hamburg kostet einer Studie zufolge inzwischen rund ein Drittel mehr als ein unsaniertes Haus. So musste, wer in der Hansestadt eine Wohnung oder ein Haus mit der Energieklasse A oder B kaufen wollte, im ersten Quartal im Schnitt 7651 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Unsanierte Immobilien mit Energieklassen zwischen E und H kosteten dagegen durchschnittlich 5127 Euro pro Quadratmeter. Das geht aus einer Untersuchung der bundesweit operierenden Maklerfirma Von Poll Immobilien hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Etwas geringer waren die Preisdifferenzen in den Umlandkreisen Herzogtum Lauenburg, Pinneberg, Stormarn, Harburg sowie in Stade. Den geringsten Unterschied gab es im Kreis Segeberg.

Aus Sicht des Immobilienunternehmens kann es sich durchaus lohnen, sanierungsbedürftige Immobilien genauer in den Blick zu nehmen. Wichtig sei dabei jedoch, sich beraten zu lassen. Denn den meisten Kaufinteressenten seien die vielfältigen Fördervarianten bei energetischen Sanierungen kaum bekannt, sagte Von-Poll-Geschäftsstellenleiter Hamburg – AlsterOst, Matthias Preuß. „Die frühzeitige Einkalkulierung der Fördermittel ist aber das A und O.” Zu Gebäuden der Energieeffizienzklasse A+ gehören unter anderem Passiv- und Nullenergiehäuser mit einem Energieverbrauch von weniger als 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Unsanierte Immobilien der Klasse H benötigen dagegen mehr als 250 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter und Jahr.

Im Hamburger Umland ist der Preisunterschied zwischen Immobilien mit einer hohen und einer niedrigen Energieklasse der Untersuchung zufolge nicht ganz so stark ausgeprägt wie in der Hansestadt. So mussten Interessenten im Kreis Pinneberg und im Kreis Stormarn für eine energieeffiziente Immobilie im Schnitt pro Quadratmeter 1319 beziehungsweise 1058 Euro mehr bezahlen als für ein unsaniertes Haus. Häuser und Wohnungen mit den Energieklassen A und B kosteten dort im Schnitt 4657 beziehungsweise 4496 Euro pro Quadratmeter.

Im ebenfalls in Schleswig-Holstein liegenden Kreis Herzogtum Lauenburg mussten für energetisch sanierte Häuser und Eigentumswohnungen im Schnitt 3907 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. Immobilien mit einem Energiewert zwischen E und H waren dort der Untersuchung zufolge im Schnitt pro Quadratmeter 1081 Euro billiger. Die geringste Preisdifferenz gab es mit 909 Euro im Kreis Segeberg. Immobilien der Energieeffizienzklasse A oder B kosteten dort durchschnittlich 3927 Euro pro Quadratmeter, unsanierte Gebäude 3018 Euro. „Wir schätzen, dass circa 35 Prozent der Immobilien in unserem Gebiet mit einer Energieklasse zwischen E und H bewertet sind, vor allem im ländlichen Raum”, sagte der Von-Poll-Geschäftsstellenleiter Bad Segeberg, Udo Schmahlfeldt.

Im niedersächsischen Landkreis Harburg war die Differenz mit 978 Euro ebenfalls relativ gering. Energieeffiziente Gebäude kosteten dort im Schnitt 3937 Euro pro Quadratmeter, sanierungsbedürftige Immobilien 2959 Euro. Für Stade südlich der Elbe errechneten die Immobilienexperten eine Preisdifferenz von 1233 Euro pro Quadratmeter. Ein Haus oder eine Wohnung der Energieklasse A oder B kostete dort im Schnitt pro Quadratmeter 3599 Euro, ein unsaniertes Gebäude 2366.

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