Für den Ernstfall vorbereitet

Salzburger Polizisten an zwei Tagen in der Betontrennung geschult

Salzburg/Österreich. – Kimaaktivisten der "Letzten Generation" machen in Österreich und Deutschland in den vergangenen Jahren mit diversen Aktionen auf den Klimawandel aufmerksam. Eine der umstrittensten Maßnahmen ist, die eigenen Hände mit Superkleber auf viel befahreneStraßen anzukleben.
Demonstration Betonbohren und -sägen
An einem Betonteil erläutert Bernhard Seidl den Salzburger Polizisten die unterschiedlichen Möglichkeiten der Trennung für den Ernstfall im Detail.

Die sogenannten Klimakleber können mittlerweile von der Polizei mit einem speziellen Lösungsmittel wieder relativ sicher befreit werden.

Ende vergangenen Jahres haben die Klimakleber ihre Aktionen nochmals verstärkt und sich nicht nur angeklebt, sondern mit einer Kunstharzmischung "einbetoniert". Diese Kunstharzmischung ist nicht so schnell mit einem Lösungsmittel aufzulösen, dafür ist eine andere Vorgehensweise notwendig. Bei ersten Einsätzen wurde die Berufsfeuerwehr mit ihren Trennschleifern und Brechwerkzeugen hinzugezogen. Da jedoch die Berufsfeuerwehr dafür nicht richtig ausgerüstet ist, hat das österreichische Bundesministerium für Inneres die Landespolizeidirektionen mit Geräten für die Betonbearbeitung ausgestattet. Es wurden jeweils zwei Akku-Trennschleifer und zwei Akku-Stemmgeräte mit entsprechend vielen Akkus angeschafft.

Entfernen der einbetonierten Hand

Um diese Geräte richtig anzuwenden und eine entsprechende Vorgehensweise für das Entfernen der einbetonierten Hand zu haben, hat die "Schnelle Interventionsgruppe" (SIG) der Landespolizei Salzburg die Firma Josef Seidl Betonbohr- und -sägedienst GmbH für eine entsprechende Unterweisung und Schulung kontaktiert.

Mit der über 40-jährigen Erfahrung in der Betonbearbeitung hat Geschäftsführer Bernhard Seidl zugesagt, die SIG der Salzburger Polizei zu schulen. Nach Erstellung einer Betriebsanweisung der eingesetzten Geräte und einer Anleitung über die Vorgangsweise für das Schneiden beziehungsweise Herausstemmen wurden zwei Schulungstermine abgehalten.

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Demonstration Betonbohren und -sägen
Ein Arbeitshandschuh dient als "Platzhalter" für die Hand eines Aktivisten, um eine verletzungsfreie Entfernung zu üben. Foto: Josef Seidl Betonbohr- und -sägedienst

Grundsätzlich ist je nach Straßenbelag leicht unterschiedlich zu verfahren. Da Asphaltbeläge bei höherrangigen Straßen schichtweise aufgebaut sind, kann mit einem dreiseitigen Schnitt und einem entsprechend breiten Schlitz an der Vorderseite die oberste Schicht in der Arbeitsfuge mit einem Stemmgerät gehoben werden.

Mit Stemmgerät entsteht Sollbruchstelle

Bei massivem Beton ist das Procedere am Anfang gleich, aber durch den homogenen Aufbau der Betondecke werden um die festgeklebte Hand herum breite Schlitze notwendig, sodass im unteren Bereich umlaufend mit einem Stemmgerät eine Sollbruchstelle entsteht. Je nach Materialbeschaffenheit und Betonhärte kann die Betonfläche in einem oder mehreren Stücken abgelöst werden. Die Teilnehmer der Schulung fanden es laut eigenen Angaben von Vorteil, schon mit den Geräten gearbeitet und eine entsprechende Vorgangsweise geprobt zu haben.

Die Polizei und Firma Josef Seidl Betonbohr- und -sägedienst hoffen ihren Aussagen zufolge, dass die Polizeibeamten das vermittelte Wissen nicht einsetzen müssen.

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