Gleiserneuerung in Leimen

Ecoprec im Gleisbereich

Leimen (ABZ). – Stehen in Straßen, in denen Gleise verlaufen Sanierungs- oder Erneuerungsmaßnahmen an, so bieten sich den Verantwortlichen unterschiedliche Möglichkeiten der Eindeckung an.
braun-steine GmbH Pflastern Baustellen
Im Straßenabschnitt vor dem Leimener Kurpfalz-Centrum wurde der zweigleisige Ausbau verlängert. foto: SF-Kooperation

Sehr häufig greifen Planer auf Asphalt zurück, denn insbesondere die Bereiche zwischen den Gleisen lassen sich damit schnell und einfach befestigen. Neben der Verwendung von Natursteinen beobachtet man aber immer häufiger auch den Einsatz von Betonpflastersteinen im Gleisbereich. Damit diese Art der Befestigung auch dauerhaft hält, setzt die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH bei der Verlegung von Betonpflaster im Gleisbereich auf das spezielle Bettungs- und Fugenmaterial Ecoprec von der SF-Kooperation.

Im nordwestlichen Baden-Württemberg rund 7 km südlich von Heidelberg liegt die Stadt Leimen. Sie ist nach Weinheim und Sinsheim die drittgrößte Stadt des Rhein-Neckar-Kreises. Bereits seit einigen Jahren laufen hier umfassende Sanierungsmaßnahmen des Stadtkerns. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Gleis-, Tief und Straßenbauarbeiten für den barrierefreien Ausbau der Stadtbahnlinie 23 vom Kurpfalz-Centrum bis zum Friedhof, sowie einer 90 m langen Gleiserneuerung direkt nördlich daran anschließend.

Neben drei Stadtbahnhaltestellen und zwei Bussteigen wurde von März 2020 bis März 2022 der gesamte Straßenraum mit Fahrbahn-, Park-, Gehweg-, Radverkehrs- und Grünflächen erneuert. Verantwortlich für die Arbeiten im Gleisbereich zeichnet die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) aus Mannheim. Steffen Magin aus der Bauabteilung der rnv beschreibt, warum man sich rund um die neue barrierefreie Haltestelle am Kurpfalz-Centrum für die Pflasterbauweise entschieden hat: "Als Baustandard wäre hier eine Eindeckung mit Asphalt vorgesehen gewesen.

Aufgrund gestalterischer Anforderungen (Stadtkernsanierungsgebiet) und optischen Aspekten haben wir uns dann für die Verwendung von Betonpflastersteinen entschieden. Pflaster bietet uns einfach mehr Gestaltungsmöglichkeiten und wirkt viel attraktiver als Asphalt. Schließlich verfolgen wir mit der Stadtkernsanierung auch das Ziel, die Aufenthaltsqualität in der Leimener City zu erhöhen.

Das VS-5-Pflaster aus dem Hause braun-steine aus Amstetten wirkt in der edelstahlkugelgestrahlten Oberfläche Lambada in der Sonderfarbe Leimen sehr edel und fügt sich in die bestehenden, angrenzenden Pflasterflächen sehr gut ein. Die Formate 15/15/12,8 und 22,5/15/12,8 lassen sich ohne großen Schneideaufwand zwischen den Gleisen verlegen."

Aber hält Pflaster auch den hohen Belastungen stand, die der Verkehr auf der Fläche verursacht? Hierzu Steffen Magin: "In der Tat wird die etwa 1200 Quadratmeter große Fläche auch von Linienbussen befahren, so dass wir es hier wirklich mit größeren Schub- und Scherkräften zu tun haben, die auf die Fläche einwirken. Das VS-5-Pflaster verfügt über eine fünfseitige Verschiebesicherung. Seine Rundumverzahnung und die gekerbte Unterseite sorgen dafür, dass es auch bei stark beanspruchten Flächen nicht zu Verschiebungen von Steinen kommt.

Um zusätzlich auf Nummer sicher zu gehen, haben wir hier das Fugen- und Bettungsmaterial Ecoprec von der SF-Kooperation eingesetzt", so Magin. Dabei handelt es sich um ein bitumenhaltiges Material, das auf die Tragschicht im Heiß- oder Kalteinbau aufgetragen wird. Hier in Leimen wurde die Ecoprec Cold Variante in einer Dicke von 3,5 cm zur Ausführung gebracht. Dabei wird das Schüttgut erkaltet und rieselfähig angeliefert, der Einbau erfolgt wie bei einer herkömmlichen Splittbettung.

Steffen Magin: "Der große Vorteil von Ecoprec liegt in seinen Produkteigenschaften. Einerseits sorgt das bituminöse Material für eine dauerhaft stabile Fuge. Die üblichen Probleme, die man von Pflasterflächen kennt, bei denen sich Fugenmaterial auswäscht und es dann zu Schäden kommt, sind hier daher kein Thema", so Magin. "Andererseits ist Ecoprec nahezu wasserundurchlässig. Schäden durch eindringendes Wasser sowie Frostschäden müssen wir daher nicht befürchten, denn auftretendes Oberflächenwasser fließt einfach ab. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für eine dauerhaft stabile Gleislage."

Ein weiterer Vorteil dieser Bauweise sind die reduzierten Instandhaltungskosten gegenüber der Verwendung von Asphalt.

"Immer wieder kann es vorkommen, dass punktuelle Aufgrabungen erforderlich werden", erklärt Magin. "Dies ist mit der Ecoprec-Bauweise viel einfacher machbar, als wenn Fugen vergossen werden – von Asphaltbefestigung mal ganz zu schweigen."

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