Höher, weiter, besser

Neue Dimension des Haldens eröffnet

Kölsch Förderbänder Gewinnung
Der Abwurfwinkel wird hydraulisch verstellt, in Verbindung mit der optionalen Ultraschall-Höhenmessung sogar automatisch abgestimmt auf die Haldenhöhe. Foto: Kölsch

HEIMERTINGEN (ABZ). - Manchmal lohnt es sich, die Typenbezeichnungen von Maschinen genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Fall des TC624R von Telestack allemal heißt es vonseiten der Jürgen Kölsch GmbH, unter anderem Exklusivpartner für Telestack-Bänder. Zu Tage kommen nicht nur beeindruckende Werte in Bezug auf Länge und Gewicht. Das 'R' hinter TC624 benennt eine Funktion, die eine neue Dimension des Haldens eröffnet.'TC' steht für 'Tracked Conveyor', in der Übersetzung: 'kettenmobiles Förderband'. TC624R bewegt sich bei Bedarf in der Steingrube oder auf dem Recyclinghof aus eigener Kraft von Einsatzort zu Einsatzort. Das Band ist jedoch nicht nur konzipiert fürs schnelle Umsetzen vor Ort – die Rüstzeit beträgt gerade mal 15 Min. – sondern auch für das komfortable, rasche Verladen auf Tieflader. Mit Hilfe des kompakten Dolly-Raupenfahrwerks fährt die Anlage selbstständig auf den Hänger.Zuvor wird das Kopfstück hydraulisch eingeklappt und die Räder werden eingefahren. Binnen 15 Min. nach dem Einsatz ist das Band bereits transportbereit. Zusammengefaltet passt es aber auch in einen 40"-High-Cube- Container. Eine weitere Besonderheit: Das Kettenlaufwerk des TC624R kann mit Doppelantrieb geordert werden, so dass das Band auch auf extrem weichem Untergrund mit einem Höchstmaß an Traktion punktgenau positioniert werden kann. Serienmäßig mitgeliefert wird eine Funkfernbedienung, mit der sich sämtliche Funktionen auch aus der Distanz dirigieren und kontrollieren lassen.Die '6' in 'TC624R' steht für eine Bandkapazität von 600 t, die '24' für 24 m Bandlänge. Das 'R' schließlich, ist die Abkürzung für 'Radial'. Es könnte freilich auch für 'Raffiniert' stehen, denn zwei um 45° schwenkbare Räder, helfen nicht nur beim Fahren und Umsetzen des Bandes. Ist die Arbeitsposition erreicht, können sie im rechten Winkel geschwenkt und in der neuen Position verbolzt werden, so dass sie schließlich radial zum Aufgabepunkt stehen. Nun ist das Band auf einem Kreisbogen um bis zu 180° schwenkbar. Die Materialaufgabe erfolgt in jeder Winkelposition am gleichen Punkt über den sechseckig ausgeformten Aufgabetrichter. Im Schwenkmodus haldet TC624R Schüttgut somit nicht nur in Kegelform auf sondern auch in Nierenform. Das multipliziert die für konventionelle Bänder mögliche Haldenkapazität.Bei 0° Schwenkradius entsteht die übliche kegelförmige Halde mit gerade einmal 2100 m³ Material. Drei mal mehr wird daraus, wenn der Winkel auf 90° eingestellt wird. Beim Ausbringungswinkel von maximal möglichen 180°, ergibt sich schließlich das annähernd Sechsfache: Das Haldenvolumen beträgt dann über 12.000 m³. Der Hersteller Telestack gibt die Kubikmeter-Kapazität des TC624R bei einem Arbeitswinkel des Bandes von 23° an. Der Winkel wird hydraulisch angefahren und ist während des Betriebs einstellbar. In Verbindung mit der optionalen Ultraschall-Messeinheit, justiert er sich sogar von selbst um den Material-Abwurfpunkt so nah wie möglich an die Haldenspitze zu bringen.Ob Förderband ein Lader-Killer ist, dazu Sean McCusker, Verkaufsleiter bei der Kölsch GmbH, Auskunft: "In vielen Einsatzfeldern sind große, raupenmobile Bänder geradezu dafür geschaffen, den Job von Radladern zu erledigen. Einfach weil siees wirtschaftlicher, besser und materialschonender können. Keine Doppelbelasungdes Materials durch mehrmaliges Handling, weniger Staub und weniger Lärm, das Ganze bei weniger Spritverbrauch, das hat großen Charme. Verstehen Sie mich nicht falsch: Radlader sind und bleiben die Alleskönner in Gewinnung und Recycling, die wird man immer brauchen. Aber wenn einfach nur Material von A nach B gebracht werden muss, auch wenn sich 'A' und 'B' immer wieder ändern, ist so ein Telestack Band einem Lader oft bei Weitem überlegen. Erst recht, wenn es so funktioniert wie das TC624R." McCusker weiß, wovon er spricht, Kölsch ist Exklusivpartner nicht nur für Telestack-Bänder sondern auch für effiziente Aufbereitungsanlagen in Gewinnung und Recycling im gesamten süddeutschen Raum. Kölsch steht zudem für Service, Finanzierung und kompetente Beratung aus einer Hand, und das bereits in zweiter Generation. "Das Telestack Band lässt sich bei Nutzung der entsprechender Ausstattungsoptionen so einrichten, dass es komplette Haldenprogramme selbständig und völlig gleichmäßig abarbeitet. Für das Schüttgut ist es ein Segen, weil es homogen bleibt und nicht von Lader-Rädern zusammengepresst wird. Die entsprechende Ausstattung vorausgesetzt, können Sie das Band wie Ihre Kaffeemaschine bedienen: Einrichten, anschalten, vergessen. Und irgendwann mal nachschauen, ob's fertig ist." Ein Radlader in der 25-t-Klasse wird in der Regel von einem gut 200 kW starken Motor angetrieben. Unter Spitzenlast, im Load-and-Carry-Betrieb verbraucht dieser bis zu 20 l Diesel/h. Im TC624R arbeitet ein im Vergleich dazu geradezu zierlicher 50 kW Deutz-4-Zylinder-Motor. Auch unter Volllast schluckt er nicht mehr als 6 l Diesel/h. Zudem ist die Förderleistung des Bandes, selbst abzüglich der Rüstzeiten, in der Regel wesentlich höher, als bei einem Radlader. Das spart Arbeitszeit, Manpower, Energie und Verschleiß.Einem weiteren wichtigen Trend trägt das radiale Band von Telestack ebenfalls Rechnung: Der Käufer kann die Maschine in einer Dual-Power-Ausstattung erwerben, sie ist damit umschaltbar von Diesel- auf Elektrobetrieb. Wie alle Telestack Förderbänder der TC-R-Reihe ist auch dieses robust gebaut. Der Hauptrahmen sorgt durch seine mehrfach gefaltete Profilbauweise für lange Lebensdauer und guten Werterhalt. Das Konstruktionsprinzip gewährleistet darüber hinaus, dass er sich auch in unebenem Gelände nicht verzieht. So mächtig das Band in manchem Gewinnungs- und Recyclingbetrieb auch wirken mag, Telestack baut Bänder in wesentlich größeren Abmessungen und für ganz enorme Fördermengen. Die Genetik der Hafen-Riesen steckt auch im TC625R.

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