Mit Meva Klettersystemen MGS und MGC

Vier Wochen Zeit am Winx Tower in Frankfurt eingespart

Meva Schalungstechnik
Das Kletterduo, das bei jedem Wetter sicheres Arbeiten erlaubt: an der Außenfassade das geführte Schutzsystem MGS mit dem weithin sichtbaren 4,65 m hohen Schriftzug Winx an der Einhausung, ganz oben das geführte Klettersystem MGC mit der roten Einhausung am Hochhauskern. Fotos: Meva

Frankfurt a. M. (ABZ). – Das neue Maintor Quartierin bester Frankfurter Innenstadtlage zwischen Altstadt, Willy-Brandt-Platz undBankenviertel steht kurz vor der Vollendung. Herzstückdes neuen Stadtquartiers direkt am Mainufer ist derWinx Tower, dessen Rohbauim Frühjahr 2017 fertig wurde. Der Winx Tower besteht aus einem 26 m hohen Portal mit sieben Geschossen und auseinem 110 m hohen Hochhausturm mit 30 Geschossen, davon sind zwei für die Technik bestimmt. Auf 42.000 m² bietet das Gebäude-Ensemble Platz für Geschäfte, Gastronomie, Büros und Wohnungen. Nachhaltig, zukunftsweisend, flexibel, großzügig, komfortabel. Das sind die Attribute und Bauvorgaben, die hier umgesetzt werden. So verfügt die Tiefgarage z. B. über Fahrradboxen und Stellplätze für Elektroautos mit Stromver-sorgung. Die Mietbereiche erlauben eine variable Aufteilung und Raumnutzung. Empfangen werden die Besucher, Mieter und Bewohner in einer 950 m² großen Lobby. Entspannung bietet die Sky Lounge mit bestem Ausblick über die Mainmetropole.

Maximale Sicherheit während der gesamten Bauphase und Baufortschritt ohne Beeinträchtigung durch Wind und Wetter waren die Vorgaben des Bauunternehmens BAM Deutschland an den Schalungslieferanten. Die Meva Klettersysteme MGS und MGC erfüllten diese Vorgaben bestens. An den Fassaden des Hochhausturms war das geführte Schutzsystem MGS im Einsatz. Die Hochhauskerne wurden mit dem geführten Klettersystem MGC, mit der Wandschalung Mammut und den integrierten Schachtbühnen geklettert. Beide Klettersysteme bieten mit ihrer Kompletteinhausung Wetterschutz und eine lückenlose Absturzsicherung. Sie sind per Führungsschienen während der gesamten Bauphase fest mit dem Gebäude verbunden – auch beim Klettern. Diese permanente Verbindung erlaubt das Klettern bis Windstärken von 72 km/h. Der leicht asymmetrische Turmgrundriss hat einen stumpfen Winkel an allen Seiten, in der Mitte der Stirnseiten zusätzlich eine Loggia. Die fehlenden rechten Winkel verleihen dem Turm eine schwungvolle Dynamik. Die MGS-Einhausung erstreckt sich lückenlos um alle vier Gebäudeseiten und Ecken.

Hierzu dienten 31 MGS-Einheiten mit bis zu 6,81 m Länge. Jede Längsseite hatte eine Ausfahrbühne für den Materialzu- und -abgang per Kran, an jeder Stirnseite gab es eine Spezialbühne zum Überbrücken der Fertigteilbalkone in den Loggien. Die Einhausung erstreckte sich in der Höhe über drei Etagen und schützte das Baupersonal bei den Schalungsarbeiten für die Decken. War die Arbeit auf der obersten Etage abgeschlossen, wurde auf der untersten Etage der Einhausung am Deckenrand ein Schutzgitter o. Ä. zur Absturzsicherung angebracht, bevor eine Etage weiter nach oben geklettert wurde. Somit waren auch alle frei liegenden Deckenränder unterhalb der MGS-Einhausung stets gesichert.

Die MGS-Einheiten bestehen aus vertikalen Führungsschienen mit horizontalen Kanthölzern, an denen die Trapezbleche befestigt sind. Die Führungsschienen ruhen in den Führungsschuhen und gleiten beim Klettern durch diese nach oben. Hierzu werden die Führungsschuhe paarweise fest am Deckenrand verankert und millimetergenau eingestellt; beim Klettern lassen sie sich bei Bedarf nachjustieren. Jede der beiden Führungsschienen ruht somit in jeder Höhenlage fest und sicher in zwei Schuhen. Diese Halte- und Gleitmethodik wird analog auch beim Klettersystem MGC und den Schachtbühnen angewandt; allerdings werden dort in der Wand verankerte Kletterschuhe verwendet.

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Meva Schalungstechnik
Eine auf dem Lagerplatz vormontierte Schachtbühne wird per Kran an den Schacht eingeflogen. Im Mittelteil sieht man die Durchstiegsluke im Boden.

Die MGS- sowie MGC-Einheiten und ein Teil der Schachtbühnen kletterten auf dieser Baustelle hydraulisch, was Kran- und Wartezeiten einsparte. Zum hydraulischen Klettern wird an jede Führungsschiene ein Hydraulikzylinder angeschlossen. Ist der Klettervorgang beendet, werden die Hydraulikzylinder samt Hydraulikaggregat per Umsetzwagen zur nächsten Klettereinheit gefahren.

Der zweigeteilte Hochhauskern hat Personenaufzüge und Treppenhäuser. Deren Wände wurden außen mit acht MGC-Einheiten mit bis zu 8,47 m Länge geklettert, in den Schächten mit 16 Schachtbühnen. Betoniert wurden die 3,75 m hohen Wände mit der Wandschalung Mammut (2,50 m hohe Elemente aufgestockt mit 1,25 m hohen Elementen).

Die MGC-Einheiten waren ebenfalls vollständig eingehaust und hatten oben an der Wandschalung Betonierbühnen. Mit der Bühne ist die Wandschalung per Schalungshalter und Fahrwagen verbunden. Für Bewehrungsarbeiten und zum Klettern wird die Wandschalung einfach nur zurückgefahren. Dies spart Arbeit und Zeit. Auch die MGC-Einheiten sind über Führungsschienen und Kletterschuhe dauerhaft mit dem Gebäude verbunden.

Im Schachtinneren stand die Wandschalung auf Schachtbühnen, deren Führungsschienen ebenfalls von Kletterschuhen gehalten wurden. Die Schachtbühnen hatten Nachlaufbühnen und kletterten außerhalb des Kranbereiches hydraulisch.

Luken und Leiteraufstiege mit Rückenschutzkörben ermöglichten den sicheren Wechsel von einer Ebene zur anderen. Die Baustelle mitten im lebhaften Frankfurter Verkehrsgeschehen hat nur eine Zufahrt ohne Lagermöglichkeit außerhalb des Baugeländes. Dort musste auf sehr begrenztem Areal nicht nur eine Vielzahl von Schalung und Baumaterial gelagert, sondern auch die Vormontage aller MGS-, MGC- und Schachtbühneneinheiten durchgeführt werden.

Jeder verfügbare Quadratmeter war verplant und wurde für die Lagerung und unterschiedliche Arbeiten genutzt. Deshalb musst der Zeitplan für die Bauabläufe, für die Montagearbeiten und für die An- und Rücklieferung strikt eingehalten werden.

"Der Schalungseinsatz klappt reibungslos. Dass wir mit verschiedenen Systemen unabhängig voneinander klettern können, spart nicht nur Zeit, sondern gibt uns auch die Flexibilität, die manbei anspruchsvollen Baustellen braucht. Wir sind dem Plan sogar vier Wochenvoraus", so Bauleiter Dieter Böhm von BAM Deutschland.

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