Naturmaterial clever eingesetzt

Lehmplatten fördern Wärmeschutz

Pfeffenhausen (ABZ). – Sommerlicher Wärmeschutz: ein Thema, das für die Gebäudeplanung hierzulande an Bedeutung gewinnt, weil die Jahresmitteltemperatur nachweislich steigt. Der Gesetzgeber definiert dabei klare Anforderungen an das Raumklima bei gleichzeitiger Reduktion von energieintensiver technischer Kühlung.

Hier bieten nach Angaben des Herstellers ökologische Lehmplatten von Lehmorange einen cleveren und nachhaltigen Lösungsansatz: Sie entsprechen der DIN 18948 und verfügen aufgrund ihrer hohen Masse über eine sehr gute Wärmespeicherfähigkeit und thermische Trägheit.

Sie leiten die am Tag von außen auf die Gebäudehülle auftreffende Wärme verzögert in den Innenraum weiter, so dass dieser sich tagsüber langsamer erwärmt. Auch die feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften der Platten begünstigen laut Hersteller die Einhaltung der Vorschriften zum sommerlichen Wärmeschutz in Wohngebäuden. Kommt der speicherstarke Baustoff bei Neu- oder Bestandsbauten in Form von Innenwandverkleidungen und beim Dachausbau zum Einsatz, schützt er so im Sommer effektiv vor überhitzten Räumen.

Laut Statistischem Bundesamt verzeichnet Deutschland nicht nur eine steigende Jahresmitteltemperatur, sondern auch einen Anstieg der heißen Tage mit Lufttemperaturen von mindestens 30 °C. Dies wirkt sich auch auf Wohnräume aus, die sich – je nach verwendetem Baustoff – bei längeren Hitzeperioden immer weiter aufheizen können. Negative Folgen für den menschlichen Organismus insbesondere angesichts der alternden Bevölkerung können die Folge sein.

Das Gebäude-Energiegesetz (GEG) definiert explizit Anforderungen zum sommerlichen Wärmeschutz. Dabei soll einerseits eine angenehme, leistungsfördernde Temperatur für die Gebäudenutzer eingehalten werden. Andererseits sind energieintensive technische Maßnahmen zur Senkung der Raumtemperatur zu vermeiden. Als wichtige planerische und bauliche Maßnahme zur natürlichen Begrenzung der sommerlichen Raumtemperatur gilt in diesem Zusammenhang das Verwenden von innenliegenden Bauteilen mit hoher Masse.

Insbesondere Gebäude mit Holzrahmenbau, bei denen oftmals speicherschwache Trockenbaulösungen wie Gips zum Einsatz kommen, können hier in puncto sommerlicher Wärmeschutz profitieren. Auch speicherschwache Außenwände in Bestandsbauten sowie Dachgeschosse lassen sich mit einem geeigneten Baustoff hinsichtlich ihres sommerlichen Raumklimas aufwerten.

Baustoffe mit hoher Masse zeichnen sich vor allem durch ihr gutes Wärmespeichervermögen aus, das ausschlaggebend für die natürliche Temperaturregulierung im Innenraum ist. Als besonders geeignet gelten in diesem Kontext Naturmaterialien wie Lehm, aus dem auch die Basis-Lehmplatten von Lehmorange bestehen. Sie verfügen laut dem Hersteller über eine besonders hohe Rohdichte von 1450 kg/m² und weisen damit eine ausgeprägte Energiespeicherfähigkeit und thermische Trägheit auf.

An heißen Sommertagen komme hier die so genannte Phasenverschiebung zum Tragen: Der Temperaturdurchgang von der Platten-Außenfläche bis zu ihrer Innenseite, die an den Wohnraum grenzt, geschieht nach und nach. So erreichen die hohen Außentemperaturen den Innenraum verzögert. Im Ergebnis erwärmt sich der Raum tagsüber nachweislich langsamer als beim Einsatz von vergleichbaren, speicherschwächeren Trockenbaulösungen beispielsweise aus Gips.

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