Neues Wohnhaus in Erlangens Zollhausviertel

Lichtspiele auf moderner Natursteinfassade

Das neu erbaute Wohnhaus, das die Baulücke in der Fichtestraße 11 in Erlangens Altstadt schließt, ist ein Hingucker. Die moderne Natursteinfassade ist nur durch bodentiefe Fensterflächen und Loggien unterbrochen.
Heck Wall Systems Wärmedämm-Verbundsysteme Fassade
Das neu erbaute Wohnhaus, das die Baulücke in Erlangens Altstadt schließt, ist ein Hingucker. Foto: Heck Wall Systems

Erlangen (ABZ). – Die effektvoll verbauten Natursteinplatten bestechen nicht nur optisch, sondern bilden zugleich den Abschluss auf einem mineralischen Wärmedämm-Verbundsystem – eine ideale Kombination aus Nutzen und Ästhetik. Bei dem Naturstein handelt es sich um Jurakalk aus der Nähe von Treuchtlingen, keine 100 km entfernt – ein lokales Produkt und somit klimaschonend durch kurze Transportwege.

Seitens der Stadt musste sich die Gestaltung der 700 m² großen Neubaufassade im Erlanger Zollhausviertel harmonisch in den überwiegend gründerzeitlich geprägten Gebäudebestand der Fichtestraße einfügen. Beim Bauherren, der Raumwerk Immobilien GmbH & Co. KG, standen Funktionalität und Einzigartigkeit im Vordergrund.

"Das Ergebnis ist keinesfalls ein Kompromiss, im Gegenteil. Alle Wünsche und Anforderungen an Optik, wärmedämmende Maßnahmen und komplexe Detaillösungen wurden durch präzise und professionelle Verarbeitung umgesetzt", erklärt Philip Winter, Projektleiter bei Raumwerk Immobilien. "Durch den Einsatz der Natursteinplatten in unterschiedlichen Längen und Dicken ist ein 3D-Effekt auf der Fassade entstanden, der gerade in den Abendstunden spannende Lichtspiele hervorbringt", so Winter weiter.

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Heck Wall Systems Wärmedämm-Verbundsysteme Fassade
Mehr als zufrieden mit dem Gesamtergebnis (v. l.): Timo Späthling (Heck Wall Systems), Philip Winter (Projektleiter Raumwerk Immobilien) und Frank Schöller vom ausführenden Fachbetrieb (Stiegler Fassaden- und Malertechnik GmbH). Foto: Heck Wall System

Nach Herstellung und eingehender Betrachtung verschiedener Musterflächen entschied man sich in Erlangen für die edle Grundstruktur des hellbeige-farbenen Jurakalk-Natursteins Jurassic Giallo mit gestockter Oberfläche. Das eingesetzte Steinwolle-WDVS von Heck bietet mit verschiedenen Natursteinplatten als Schlussbeschichtung eine große gestalterische Vielfalt. In zahlreichen Braun-, Grau- und Schwarzabstufungen und verschiedenen Oberflächenbearbeitungen wie Polieren, Schleifen, Sandstrahlen, Bürsten oder Satinieren.

Ebenso überzeugten die guten technischen Eigenschaften einer solchen Natursteinfassade. Der gewählte Naturstein ist problemlos vom Scheitel bis zur Sohle eines Gebäudes einsetzbar. Er ist außerordentlich stoßfest, massiv und robust und kam daher auch im Sockel- sowie Eingangsbereich des neuen Wohnhauses zum Einsatz.

Darüber hinaus bieten die gewählten Natursteine eine hervorragende Witterungs- und Frostbeständigkeit, wirken auf natürliche Weise gegen mikrobiellen Befall und weisen deutlich geringere Temperaturschwankungen auf als dünnschichtige Systemaufbauten. Das Heck-Steinwolle-WDVS mit Naturstein-Oberfläche garantiert dabei maximalen Brandschutz. Es kann auf Alt- und Neubaufassaden bis zu einer Höhe von 100 m verbaut werden. Hohe Belagsstärken und ein Belagsgewicht von derzeit 63 kg/m² ermöglichen enormen Gestaltungsspielraum.

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Komplexe Detaillösungen waren an den Gebäudeöffnungen gefragt. Foto: Heck Wall Systems

Das hohe Gewicht der Natursteine erforderte eine durchdachte Logistik. "Die Natursteine erreichten die Baustelle vorkonfektioniert in einer Breite von 80 sowie einer Dicke von 20 bis 25 Millimetern", erklärt Frank Schöller, Bau- und Projektleiter von der Stiegler Fassaden- und Malertechnik GmbH aus Schwabach. "Da nur wenig Lagerfläche für die Paletten zur Verfügung stand, wurden die benötigten Materialmengen kurzzeitig zum Teil unterhalb des Gerüstes gelagert sowie direkt auf die Gerüstetagen verteilt", so Schöller.

Die angelieferten Steine mussten vor dem Verkleben auf der Fassade nur noch auf die passende Länge zugeschnitten werden, die 60 cm nicht überschreiten durfte. "Die variable Dicke der Steine sorgte schließlich für den gewünschten 3D-Effekt. Sie bedingte aber auch, dass beispielsweise Anschlüsse an Bauteilen wie Fenstern und Türen bereits im Vorfeld detailliert geplant und an diese 'Mehrdicke' bei gleicher Dämmstoffstärke angepasst werden mussten", erklärt Timo Späthling, Key Account Manager bei Heck Wall Systems. "Die Ausführung dieser komplexen Detaillösungen gelang nur dank enger und ständiger Zusammenarbeit von Heck Wall Systems, Mauss Bau sowie den gpwirth-architekten aus Nürnberg", so Späthling.

Das Belagsgewicht pro Quadratmeter blieb am Raumwerk Projekt in der Erlanger Fichtestraße mit 60 kg/m² etwas unter dem erlaubten Maximum.

Das in Erlangen eingesetzte Heck-Steinwolle-WDVS beinhaltet einen ausgeklügelten Systemaufbau, der nicht nur außen für eine spektakuläre Optik sorgt, sondern dahinter auch ein hochmodernes Dämmsystem verbirgt. Basis des Wärmedämm-Verbundsystems ist eine Steinwolle-Dämmplatte 035, gefolgt vom mineralischen Klebe- und Armierungsmörtel HECK K+A als Unterputz mit eingebettetem Armierungsgewebe.

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Das eingesetzte Steinwolle-WDVS von Heck bietet mit verschiedenen Natursteinplatten als Schlussbeschichtung eine große gestalterische Vielfalt in zahlreichen Braun-, Grau- und Schwarzabstufungen und verschiedenen Oberflächenbearbeitungen wie Polieren, Schleifen, Sandstrahlen, Bürsten oder Satinieren. Foto: Heck Wall Systems

Darauf wurde schließlich der speziell für Klinker- und Natursteinapplikationen entwickelte mineralische Keramik-Klebemörtel HECK KLM CER aufgebracht, der sich durch besonders hohe Festigkeit und starke Klebekraft auszeichnet. Auch die Natursteine selbst erhielten vor dem Anbringen einen Klebeauftrag mit HECK KLM CER und wurden dann ins Kleberbett eingeschwommen.

Die Verfugung erfolgte im Spritzverfahren mit dem ebenfalls mineralischen Fugenmörtel HECK FM CER SPF mittels handelsüblicher Förderpumpe und spezieller Pistole. Der Mörtel quillt leicht nach, wodurch Hohlräume vermieden werden. Nach dem Ansteifen wurde die Oberfläche noch abgeglättet. Der Steinfarbe entsprechend, fiel die Entscheidung auf eine helle Verfugung. Durch die dreidimensionale Verarbeitung der Natursteine changiert auch die Fugenfarbe ganz von allein und sorgt für zusätzliche optische Anreize.

Stilgerecht fügen sich zwei weitere, ebenfalls neu erbaute, dreigeschossige Wohngebäude in den hinteren Grundstücksbereich ein und ergänzen das Gesamtensemble Raumwerk#1 auf insgesamt 21 Wohnungen. Die beiden freistehenden Baukörper sowie die Rückseite des Hauptgebäudes erhielten keine Natursteinfassaden. Sie wurden jedoch ebenfalls mit einem HECK-Wärmedämm-Verbundsystem ausgestattet. Als Oberfläche erhielten sie einen HECK-Siliconharzputz in Rollputzoptik, der gestalterisch und farblich mit dem Hauptgebäude harmoniert und den hohen Qualitätsstandard des Gesamtobjekts aufnimmt. Den Abschluss bildet ein zweimaliger Anstrich mit Rajasil Siliconharzfarbe, der die Gebäude zusätzlich vor Verschmutzung und mikrobiellem Befall schützt.

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