Bauhaus-Archiv: Rohbauneu ausgeschrieben

Berlin (dpa). – Die Arbeiten am Berliner Bauhaus-Archiv werden voraussichtlich mehr Geld kosten und wohl auch länger dauern. Arbeiten am Rohbau für das Museum mussten erneut ausgeschrieben werden, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in dieser Woche mitteilte. Im Zuge der Nachprüfung sei ein möglicher Interessenkonflikt festgestellt worden. An dem Unternehmen, das die ausgeschriebenen Abdichtungsarbeiten ausführen sollte, sei eine Nachfolgefirma beteiligt, die bei der Ausschreibung mitgewirkt habe, hieß es zur Begründung. Parallel zum Nachprüfungsverfahren der Vergabekammer sei die Antikorruptionsstelle eingeschaltet worden, um das Verfahren notfalls aufzuheben. Die Neuausschreibung werde sich auf die Termin- und Kostenplanung auswirken. In welchem Umfang, werde aktuell geprüft. Das Land Berlin behalte sich juristische Schritte wie Schadenersatzforderungen vor. Das Bauhaus-Archiv in Berlin ist seit zwei Jahren geschlossen und wird vergrößert. Für die bisher geplanten 64,3 Millionen Euro soll bis 2023 ein zweites Gebäude errichtet und das alte, noch von Bauhaus-Gründer Walter Gropius entworfene Haus saniert werden. Das Berliner Archiv umfasst rund 70.000 Fotos und 10.000 Möbel- und Designobjekte.

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