Die Zukunft erfolgreich gestalten

von: Wolf Christian Behrbohm, Geschäftsführer der Wilhelm Layher GmbH & Co KG
Wir gehen mit großen Schritten in das vor uns liegende Baujahr. Im Hinblick auf die neuesten Corona-Entwicklungen scheint aber auch in diesem Jahr ein verlässlicher Ausblick kaum möglich – obwohl die Verfügbarkeit von Impfstoffen im vergangenen Jahr wieder mehr Freiheiten und ein sorgloseres Miteinander versprach. Dieser grundsätzlich positive Ausblick machte sich im Berufsalltag ebenfalls deutlich bemerkbar. Nach dem Wiederanspringen der Konjunktur verzeichneten Unternehmen in nahezu allen Branchen eine rasant ansteigende Nachfrage. So auch im Gerüstbau. Wartungs- und Sanierungsarbeiten in der Prozessindustrie wurden wieder durchgeführt. Der Bau allgemein hat sich in dieser Situation nicht nur als krisensicher, sondern sogar als Wachstumsmotor herausgestellt. Und auch unsere Kunden aus der Veranstaltungstechnik können sich wieder – vorsichtig optimistisch – über erste Aufträge freuen. Ein eindeutiges Bild zeichnet sich im Gerüstbau trotzdem nicht ab. Einerseits steigt die Nachfrage – andererseits wird eine zuverlässige Baustellen- und Terminplanung angesichts knapper Rohstoffe beziehungsweise Baumaterialien und zunehmendem Facharbeitermangel immer schwieriger. Umso wichtiger ist es für Layher, Kunden sowohl mit innovativen Systemlösungen als auch mit einem umfassenden Service-Angebot zu unterstützen. Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit auch in schwierigen Zeiten möchten wir uns an dieser Stelle bei unseren Kunden herzlich bedanken.
Layher Bauaussichten Bauaussichten

Dass unsere Kunden auch in Zukunft auf die starke Partnerschaft mit Layher setzen, bestärkt uns in unseren Bemühungen, auch künftig mehr möglich zu machen und Kunden bei ihren Anforderungen optimal zu unterstützen. Wir wollen den Gerüstbau im Rahmen unserer Philosophie Layher Lightweight einfacher, schneller und sicherer machen. Das ist unser Anspruch. Der Erfolg unserer Kunden, das ist auch in diesem Jahr unser Ziel. Produktseitig wirft natürlich die bauma ihre Schatten voraus und auch wir arbeiten mit Hochdruck an den Vorbereitungen. Im Gepäck werden wir wieder eine Vielzahl an Neu- und Weiterentwicklungen haben, die Lösungen für neue Aufgabenstellungen bieten oder klassische Aufgaben noch wirtschaftlicher und zugleich sicherer machen – bei Layher kein Widerspruch. Kunden und Interessenten dürfen gespannt sein. Das Thema Innovation beschäftigt uns aber auch unabhängig von der weltweit größten Baufachmesse und wir freuen uns sehr über die positive Resonanz zu aktuellen Neuheiten. So hat sich beispielsweise der neue Stalu-Boden Plus erfolgreich am Markt etabliert. Der Aluminiumboden ist einfach im Handling, hat eine sehr geringe Durchbiegung und bietet dadurch ein noch sichereres Laufgefühl – ein Plus für Gerüstbauer und Gerüstnutzer.

Ebenfalls bewährt hat sich das modulare Fassadengerüstsystem AGS. Die Neuheit lässt sich schnell und sicher mit einem vorlaufenden Seitenschutz gemäß geltenden Sicherheitsvorschriften montieren und bietet durch die Kombinationsmöglichkeit mit dem AllroundGerüst eine hohe Flexibilität im Einsatz. Höhenanpassung bei unebenem Gelände, Verringerung des Wandabstands bei Vor- und Rücksprüngen von Gebäuden oder ein sicherer Höhenzugang via Podesttreppenturm – all dies ist mit Serienteilen problemlos möglich. Eine Fassadengerüstlösung, die auch in der Branche anerkannt ist: Nach der Verleihung des französischen Innovationspreises "MAT D'OR" wurde das AGS kürzlich durch den britischen Gerüstbauerverband "National Access and Scaffolding Confederation" (NASC) als "Innovation des Jahres" ausgezeichnet. Warum wir neben modularen Lösungen an der Fassade auch in Zukunft auf das Rahmensystem setzen, haben wir kürzlich anlässlich eines Gastvortrags beim 5. Deutschen Fachkongress für Absturzsicherheit erläutert. Beide Fassadengerüstsysteme haben je nach Ausrichtung von Gerüstbauunternehmen entscheidende Vorteile. Damit sich Kunden optimal für die Zukunft aufstellen können, müssen sie unserer Meinung nach eine Wahlmöglichkeit haben. Neben dem modularen Fassadengerüst AGS gehört das Rahmensystem Blitz hier eindeutig dazu, dies hat die erneut gestiegene Nachfrage nachdrücklich bewiesen. Und mit der Investition in zwei neue Rohrstauchanlagen für die Fertigung der Blitz Holme – nur zwei von zahlreichen neuen Maschinen und Anlagen – stellen wir unsere Überzeugung hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit des Rahmensystems auch mit Taten unter Beweis. Allen Unkenrufen zum Trotz.

In diesem Zusammenhang freuen wir uns auch über die Tatsache, dass inzwischen alle erforderlichen Genehmigungen für den Bau unseres dritten Fertigungswerks vorliegen und die vorbereitenden Arbeiten für den Neubau in unmittelbarer Nähe zu unserem Stammsitz bereits begonnen haben. Geplant ist ein eigenständiges Werk mit elf Hektar Fläche für die Produktion des Layher-Allround-Systems. Der Fokus liegt nicht nur auf einem optimalen Produktionsfluss und – wie bei Layher üblich – modernster Automatisierungs- und Lagertechnik mit einem hohen Digitalisierungsgrad, sondern auch auf energieeffizientem Arbeiten. Die Produktionshallen und Gebäude des neuen Werks werden durch umfassende Maßnahmen zur Gebäudedämmung, eine Photovoltaik-Anlage und die Nutzung von Abwärme aus den Produktionsprozessen im hohen Energie-Effizienzstandard BEG 40 ausgeführt. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2023 geplant. Ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Deutschland und ein wichtiger Schritt, um die hohe Layher-Lieferbereitschaft nachhaltig sicherzustellen. Damit unsere Kunden ihre Projekte immer direkt nach Auftragsvergabe beginnen und termingerecht abwickeln können.

Denn: Wir betrachten den Gerüstbau ganzheitlich und arbeiten kontinuierlich daran, wie wir unsere Kunden bei jedem Arbeitsschritt unterstützen können – von der Planung über die Ausführung bis hin zur Logistik. Da Ausführung und Logistik immerhin bis zu 80 Prozent der Gerüstbaudienstleistung ausmachen, sehen wir gerade beim Punkt Logistik noch großes Potential, um die Rentabilität im Gerüstbau zu steigern. Passende Hilfsmittel wie Paletten für Lagerung und Transport, Lösungen für den Höhentransport von Material und nicht zuletzt die digitale Vorplanung mit dem Vorteil von automatisch generierten Materiallisten für jeden Bauabschnitt – diese Punkte fließen vielfach schon in den Arbeitsalltag von Gerüstbaufirmen ein.

Aber: Mindestens genauso wichtig ist es, die Firmenorganisation sowie interne Strukturen und Abläufe weiterzuentwickeln. Schließlich können selbst kleinere Anpassungen oftmals schon zu deutlichen Verbesserungen in einem oder mehreren Bereichen führen und Unternehmen dabei helfen, sich für die Zukunft auszurichten. Wir haben dies zum Anlass genommen, um nach der erfolgreichen Premiere unserer interaktiven Branchenplattform Layher.Live die zweite Ausgabe ganz unter das Motto "Gerüstbau im Wandel – Ablaufoptimierung als Chance" zu stellen. Kunden und Interessenten aus Gerüstbau, Handwerk und Baugewerbe erwartet ein sorgfältig zusammengestelltes Programm mit kompakten Impulsvorträgen und interaktiven Diskussionsrunden mit Spezialisten aus der Branche. So wollen wir gemeinsam mit unseren Kunden "gut gerüstet" in die neue Saison starten.

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