Elektrisch angetriebener Van

Leise und abgasfrei zum Servicejob

Linde Maschineninstandhaltung
Der Energieversorger und E-Mobilitätsanbieter Wemag AG rüstet die Fiat Transporter mit Linde eco-Kits, Batterien sowie Lade- und Batteriemanagementsystemen aus. Die Ingenieure des Linde Geschäftsfelds Electronic Systems & Drives sorgen für die optimale Systemintegration und Fahrzeugabstimmung. Foto: Linde Material Handling

ASCHAFFENBURG (ABZ). - Die Linde Material Handling Geschäftsbereiche Customer Services und New Business & Products zeigten auf der World of Material Handling in Mainz den Prototypen eines rein elektrisch angetriebenen Service-Vans auf Basis des Fiat Ducato L1H1.

Das Antriebsystem, ein Linde eco-Kit L mit 50 kW Leistung bestehend aus Drehstrommotor, Leistungselektronik, Steuerung und weiteren Komponenten, stammt aus der Staplerserienfertigung. Ausgestattet mit einer 33-kWh-Lithium-Polymer-Batterie soll das Fahrzeug mit voller Serviceausstattung 100 km/h Spitzengeschwindigkeit erreichen und rund 100 km weit fahren. Im Herbst dieses Jahres startet ein Feldversuch mit vier Fahrzeugen, die in London, Paris, in der Rhein-Main-Region und im Ruhrgebiet eingesetzt werden. Entwicklungspartner des Projekts ist der in Norddeutschland ansässige Energieversorger Wemag AG. Zunehmende Umweltbelastungen wie Sommersmog und Feinstaub zwingen die kommunalen Verwaltungen in den Ballungszentren weltweit immer häufiger zu drastischen Maßnahmen. Umweltzonen ohnehin, aber auch teilweise oder totale Fahrverbote, wie zuletzt in Paris, werden zur Regel. Eine Herausforderung für Lieferanten und Serviceanbieter, die ihre Kunden auch unter diesen Umständen erreichen müssen. "Wir sind in der glücklichen Lage, mit eigenem Know-how Lösungen für diese Probleme entwickeln zu können", erklärt Massimiliano Sammartano, Vice President Customer Services. "Und unsere Vorstudie in Frankreich zeigt, dass unser E-Service-Van die Einsatzanforderungen unserer Servicetechniker im großstädtischen Umfeld optimal erfüllen kann."

Die französische Linde Serviceorganisation analysierte 2013 die Einsätze von 57 Servicetechnikern. In Ballungszentren absolvierten diese durchschnittlich drei Serviceaufträge und legten dabei meist kurze Strecken mit mittlerer Geschwindigkeit zurück. Bis zu drei Stunden Einsatzdauer beim Kunden reichen zudem aus für eine sinnvolle Zwischenladung am normalen Stromnetz. "Weltweit sind mehr als 7500 Servicetechniker für Linde Material Handling im Einsatz, etwa 10–20 % davon in Ballungsgebieten", stellt Sammartano fest. "Wir könnten also potenziell bis zu 1000 vollelektrische Servicefahrzeuge einsetzen. Das bedeutet großes Potenzial für CO2-Einsparungen und jederzeit verlässliche Serviceprozesse in den Städten, emissionsfrei und damit unabhängig von Umweltzonen und Fahrverboten."

Das Geschäftsfeld Electronic Systems & Drives (ES&D), ein Teil des Geschäftsbereichs New Business & Products von Linde Material Handling, bietet bereits seit 2010 unter dem Label eMotion elektrische Antriebssysteme aus der Staplerserienproduktion für mobile und stationäre Anwendungen an. Die Wemag und Batteriemanagementsystemen aus. Wemag entwickelt für private und industrielle Anwender ökologische Mobilitätskonzepte. Die Ingenieure von ES&D sorgen für die optimale Systemintegration und Fahrzeugabstimmung. "Im Feldversuch werden wir die Praxistauglichkeit des E-Service-Van testen und gemeinsam mit Wemag das optimale Setup für den E-Service-Van entwickeln", so Maik Manthey, Vice President New Business & Products. "Dann können wir der weltweiten Linde-Serviceorganisation ein alltagstaugliches Fahrzeug zur Verfügung stellen, das Serienproduktionsstandards entspricht."

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