Liapor-Geoschüttung verwendet

Auflastdruck um mehr als 75 Prozent reduziert

Liapor Straßenbau
Insgesamt kamen bei der Bundesstraße 294 bei Alpirsbach 640 m³ Liapor-Schüttung in einer Mächtigkeit von etwa 1 m zum Einsatz. Foto: Liapor

Hallerndorf-Pautzfeld/Alpirsbach (ABZ). – Für die Bundesstraße 294 im Kinzigtal wurde der Straßenkörper mithilfe einer 100 m langen und 1 m mächtigen Liapor-Blähtonschüttung grundhaft erneuert. Der leichte und stabile Unterbau reduziert den Auflastdruck des Straßenkörpers nach Aussage des Herstellers um mehr als 75 % und verhindert zusammen mit einer rückverhängten Spritzbetonschale weitere Absenkungen.

Genau diese Absenkungen der Fahrbahnfläche und Verdrückungen in der Asphaltschicht zeigte die B 294 bei Alpirsbach, südlich von Freudenstadt gelegen, im Sommer 2021. Konkret betroffen war der rund 150 m lange Straßenabschnitt zwischen dem Gasthof Adler und dem Bachbauernhof.

Hier verläuft die Bundesstraße durch das Tal der Kinzig und fällt in diesem Abschnitt relativ steil über mehrere Meter zum Fluss ab. Unter der Straße selbst befanden sich Auffüllungen mit einer Mächtigkeit von bis zu mehreren Metern. Die Beschaffenheit des Untergrundes in Kombination mit der Böschungsneigung war verhältnismäßig instabil, und als Folge zeigten sich die typischen Rutsch-Erscheinungen.

Zur Sanierung und Erhaltung des Straßenkörpers wurden zwischen Juni und August 2021 unter der Bauherrschaft des Regierungspräsidiums Karlsruhe im Wesentlichen zwei Maßnahmen durchgeführt. Zuerst wurde die Straße talseitig mit einer rund 3,5 m hohen rückverhängten Spritzbetonschale gestützt. Parallel dazu begann die grundhafte Erneuerung des Straßenkörpers. "Das Ziel war hier, den Auflastdruck durch die Verwendung eines besonders leichten Materials als Unterbau zu verringern. Zum Einsatz kamen deshalb rund 640 Kubikmeter einer Liapor-Blähtonschüttung in Form eines 100 Meter langen und einen Meter mächtigen Schüttungskörpers", erläutert Thorsten Engel von der zuständigen Engel Bau GmbH. Die Planung verantwortete die Ingenieurgruppe Geotechnik in Kirchzarten.

Für den Schüttungskörper wurde Liapor CS3 8/16 mm verwendet. Das Blähton-Granulat ist mit einer Schüttdichte von etwa 275 kg/m³ deutlich leichter als die vorhandenen Auffüllungen mit einer geschätzten Dichte von etwa 2000 kg/m³. Rein rechnerisch entlastet die Blähtonschüttung damit den Auflastdruck durch den Straßenkörper auf den Untergrund um mehr als 75 %.

Der Schüttungskörper ist dabei äußerst stabil und standfest. Dafür sorgt die relativ hohe Festigkeit der Tonkörnung, die aus der gleichmäßigen, feinen Porenstruktur im Inneren der Blähtonkugeln resultiert. Vor Ort wurde zunächst die bestehende Auffüllung samt Frostschutzkoffer und Asphalt bis in eine Tiefe von 1,7 m entfernt. Anschließend kleidete das Team den Hohlraum mit einem Geotextil aus und verfüllte ihn mit der Liapor-Schüttung in zwei Lagen à 50 cm. Die Verteilung erfolgte mittels einer Planierraupe, die das Material zudem leicht verdichtete. Darauf wurde ein klassischer Frostschutzkoffer in 47 cm Stärke errichtet, gefolgt vom Straßenbelag aus Asphalt. "Die Blähtonschüttung war einfach zu verarbeiten, und der Eintrag verlief problemlos", resümiert Engel. Trotz engen Zeitrahmens und widriger Witterungsverhältnisse ließ sich die gesamte Maßnahme wie geplant umsetzen, und die B 294 war schnell wieder für den Verkehr freigegeben. Das Projekt zeigt: Liapor-Blähtonschüttungen können die Tragfähigkeit des Untergrundes verbessern und Auflastdrücke minimieren.

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