Neue Radlader im Kompostwerk

Gewicht der Biomasse gut zu bewältigen

Volvo CE Materialtransport Bagger und Lader
Der L50H beschickt in der Halle den Vorzerkleinerer mit dem angelieferten Biomüll. Foto: Volvo CE

Swisttal (ABZ). – An drei Standorten verwandelt die Kompostwerke Rhein-Sieg GmbH (KRS) Biomüll und Grünschnitt in hochwertigen organischen Dünger für die Landwirtschaft. Dabei kommen leistungsstarke Volvo-Radlader zum Einsatz.

Die Kompostwerke Rhein-Sieg GmbH ist eine Tochtergesellschaft der RSAG Rhein-Sieg Abfallgesellschaft in Siegburg. Der Standort Gut Müttinghoven in Swisttal verarbeitet jährlich 20.000 t Grünschnitt und knapp 12.000 t Biomüll aus der sogenannten "Braunen Tonne". Das aus den umliegenden Gemeinden angelieferte Material wird dabei zunächst geschreddert und in einer "eingehausten" Verrottungshalle unter Luftabsaugung 14 Tage lang verrottet. Das dabei entstehende Material wird anschließend im Freien zu Mieten aufgesetzt, die innerhalb von zehn Wochen dreimal umgesetzt werden. So entsteht schließlich das in zwei Fraktionen abgesiebte Endprodukt. Das grobe Restmaterial wird in Verbrennungsanlagen zur Energiegewinnung thermisch verwertet, während die feine Fraktion als begehrter Dünger auf den Äckern der von einer Landwirtschaft geprägten Umgebung landet. Die Handhabung der Biomasse von der Anlieferung und Beschickung des Vorzerkleinerers über das mehrmalige Aufsetzen zu Mieten bis hin zum Absieben und zur Verladung bei der Auslieferung übernehmen bei KRS in Swisttal zwei Volvo-Radlader.

Der L120H mit 3,5-m³-Hochkippschaufel ging im Dezember 2015 in Dienst, der L50H mit 2,2-m³-Ladeschaufel mit Niederhalter kam im März 2016 hinzu. "Alle Kompostieranlagen der RSAG werden sukzessive auf Volvo-Maschinen umgerüstet", erklärt Anlagenleiter Ralf Schäfer. Diese unternehmerische Entscheidung hat mehrere Gründe, einer davon ist der nahegelegene Service. Diesen stellen im Rhein-Sieg-Kreis der Swecon-Partner Baufa GmbH in Troisdorf bei Siegburg sowie die Swecon-Niederlassungen in Köln und Monheim kompetent, flexibel und zuverlässig sicher.

Im Kompostwerk in Swisttal war zuvor sechs Jahre lang ein Radlader der Baureihe L70 im Einsatz. "In der ganzen Zeit gab es keinen nennenswerten Defekt, die Maschine fiel bei mehr als 11 500 Bh nicht eine Stunde aus", berichtet der Anlagenleiter zufrieden. Und auch jetzt, nachdem seine beiden Nachfolger angetreten sind, ist der L70 immer noch voll einsatzfähig und steht als Standby-Maschine parat. Dabei ist die Belastung der Maschinen im Kompostwerk nicht zu unterschätzen.

"Wir haben es im Kompost mit sehr hohen Gewichten zu tun", sagt Ralf Schäfer. "Wenn der große Radlader seine Schaufel vollnimmt, dann sind das gut und gerne 2,8 t Material." Hinzu kommt eine hohe Schmutzbelastung: "Der feine Staub lässt die Gelenke stark verschleißen, die gesamte Hubgerüst-Mechanik wird extrem beansprucht." Beim Maschinenwechsel hat das Unternehmen vom L70 auf einen L120H aufgestockt, um den hohen Materialumschlag beim Umsetzen der Mieten im Freien noch effizienter zu bewältigen. Mit seiner Hochkippschaufel ist er zudem optimal in der Lage, die rund 4 m hohen Bordwände von Schubbodenaufliegern zu beladen. Ihm hat die KRS für den Halleneinsatz den brandneuen L50H zur Seite gestellt. Zu dessen Hauptaufgaben gehört das Einfördern der Biomasse in die Maschinentechnik, hier ein Vorzerkleinerer, und die anschließende Entnahme des ausgetragenen Materials aus der Box sowie das Aufsetzen zur Miete. Für das Arbeiten in der Halle ist der kompakte Radlader mit einer Atemschutzanlage ausgerüstet. So ist der Fahrer jederzeit mit reiner Luft versorgt.

Von den Fahrern erhalten die beiden Radlader nur die allerbesten Beurteilungen. "Der L50H hat richtig Power, das merkt man besonders beim Eindringen ins Material", sagt Jakob Wiens. Das TP-Hubgerüst von Volvo liefert dazu eine hohe Reißkraft und optimale Parallelführung über den gesamten Hubbereich. Hans Ruffieux, Fahrer des L120H, fügt hinzu: "Der Volvo zeigt in puncto Leistung, Komfort und Zugänglichkeit keinerlei Makel." Einhellig fällt das Urteil beider Fahrer zu ihrem Arbeitsplatz aus: "Die Kabinen bieten höchsten Komfort mit bester Rundumsicht, leistungsstarker Klimaanlage und niedrigen Innengeräuschen." Gute Aussichten also für die beiden neuen Radlader, noch etliche Jahre zuverlässig ihre Arbeit im Kompostwerk zu verrichten und die Verwertung von Biomüll im Rhein-Sieg-Kreis in Schwung zu halten.

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