„Schiff Ahoi“

Attraktive Spielplatzgestaltung mit Heco-Schrauben

Heco Unternehmen
Beplankung des Schiffsbugs unter Einsatz der Heco-Topix Edelstahlschrauben. Foto: Jens Möhrlein

Waldaschaff (ABZ). - Welches Kind träumt nicht von spannenden Seeabenteuern? Auf dem Spielschiff und dem Leuchtturm in der Kinderwelt Waldaschaff werden die Kleinen selbst zu Entdeckern und Abenteurern. Ob Kapitän, Pirat oder Leuchtturmwärter – der Phantasie sind auf dem Spielplatz keine Grenzen gesetzt. Die neuen Spielplatzgeräte verdankt die Einrichtung der Philipp-Holzmann-Schule in Frankfurt am Main: Die Schüler der Abschlussklasse 2017 der Fachschule für Holztechnik entschieden sich im Rahmen ihres letzten Jahresprojekts, eine Außenspielanlage für die Kinderwelt Waldaschaff zu bauen. Unterstützt wurde das Vorhaben mit einer Materialspende des Schramberger Schraubenherstellers Heco.

Auf halber Strecke zwischen Würzburg und Frankfurt liegt die Gemeinde Waldaschaff, umgeben von den Wäldern des Naturparks Bayerischer Spessart, der als Naherholungsgebiet überregionale Bekanntheit genießt. Seit diesem Sommer gibt es auf der Außenanlage der Kinderwelt Waldaschaff eine neue Attraktion: Bei gutem Wetter toben die Kita- und Kindergartenkinder auf dem 7,5 m langen und 2,2 m breiten Spielschiff und dem 3,5 m hohen Leuchtturm aus Holz. Das Besondere an den neuen Spielgeräten: 18 Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Holztechnik in Frankfurt am Main haben sie geplant und gebaut.

„Im Rahmen des Jahresabschlussprojekts ist es üblich, dass wir Schüler uns ein Projekt überlegen, das wir gemeinsam in Angriff nehmen. Für uns war es extrem wichtig, dass das Projekt eine soziale Komponente hat. Schnell einigten wir uns darauf, den Kindern eines Kindergartens mit einem Außenspielgerät eine Freude zu bereiten. Wir hatten zahlreiche Ideen, doch letztlich fiel die Entscheidung auf ein Spielschiff und einen Leuchtturm. Dann begannen die Planungen und die Suche nach einem Kindergarten aus dem Einzugsgebiet der Philipp-Holzmann-Schule, der das Projekt – auch finanziell – mitträgt und nach Sponsoren, die unser Vorhaben unterstützen“, erklärt Jens Möhrlein, Absolvent der Fachschule für Holztechnik.

„Wir haben uns sehr über die Anfrage der Philipp-Holzmann-Schule gefreut. Anhand der Skizzen, die die Schüler mitbrachten als sie uns ihr Vorhaben präsentierten, konnten wir uns sehr gut vorstellen, wie unsere Außenspielanlage später aussehen wird. Wir wussten, dass die Kinder begeistert von den neuen Spielgeräten sein werden. Daher waren wir nur allzu gern bereit, einen finanziellen Eigenbeitrag zu leisten, damit das Projekt realisiert werden kann“, erzählt Bettina Nöth-Nowakowski, Leiterin der Kinderwelt Waldaschaff.

Bevor gebaut werden konnte, mussten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst mit baurechtlichen Normen vertraut machen. Die DIN 1176 legt die Sicherheitsstandards von standortgebundenen Spielgeräten wie bei Kindergärten fest. Alle Vorgaben fanden sich in den Bauskizzen wieder. So durften beispielsweise keine vorbehandelten Hölzer bei der Konstruktion verwendet werden. „Unsere Wahl fiel daher auf die Hölzer Robinie und Lärche", sagt Möhrlein. Beide Holzarten sind aufgrund ihrer Witterungsbeständigkeit besonders für den Außenbereich geeignet.

Schiff und Leuchtturm wurden zunächst auf dem schulinternen Bauhof vorgefertigt. „Wir haben die Spielgeräte einmal komplett aufgebaut, bevor wir sie in größere Einzelteile zerlegt und in der Kinderwelt Waldaschaff wieder aufgebaut haben“, beschreibt Möhrlein den Fertigungsprozess.

Die Schulklasse entschied sich, Robinie für die Unterkonstruktion des Turms zu verwenden. Das von Natur aus widerstandsfähige Holz ist einerseits biegsam und andererseits besonders fest und äußerst hart. Es weist entsprechend gute Festigkeitswerte auf, die deutlich über denen anderer Harthölzer liegen. Das Robinienholz bleibt zudem ohne chemische Konservierungsbehandlung bei einer Nutzung im Außenbereich lange stabil und ist daher für den Bau von Geräten auf Kinderspielplätzen gut geeignet. Für die Beplankung des Turms verwendete die Schulklasse Lärche – eines der schwersten und härtesten einheimischen Hölzer mit sehr guten Festigkeitseigenschaften. Im Freien ist Lärchenholz auch ohne Behandlung mit Holzschutzmitteln dauerhaft. Damit erfüllt das Holz die Sicherheitsstandards für standortgebundene Spielgeräte. Das Balkenwerk des Schiffes und dessen Beplankung wurden ebenfalls aus Lärche gefertigt.

Auch bei der Schraubenwahl war Sorgfalt geboten. Die Verbindungsmittel sollten nicht nur besonders hochwertig und langlebig sein, sie mussten aufgrund der Vorgaben auch aus Edelstahl sein. Ohne langes Zögern kontaktierte Möhrlein daher den Schramberger Schraubenspezialisten Heco-Schrauben. „Herr Möhrlein erzählte uns von dem geplanten Projekt und davon, dass die Schulklasse auch auf Spenden angewiesen sei, um dieses in die Realität umzusetzen. Für uns stand außer Frage, dass wir behilflich sind und lieferten die benötigen 6.000 Heco-Topix Edelstahlschrauben“, erklärt Andreas Hettich, Leiter Produktmanagement und Marketing bei Heco-Schrauben.

Bei der Konstruktion der Spielgeräte kamen Schrauben mit 50 und 60 Millimetern Länge zum Einsatz, zu deren Besonderheiten ein geringes Einschraubdrehmoment gehört. Die hohe Gewindesteigung der Schrauben sorgte zudem für einen schnellen Arbeitsfortschritt. Zugleich reduziert die Holzbauschraube Heco-Topix die Spaltwirkung im Holz. „Das ist eine wichtige Voraussetzung, um langlebige Spielgeräte zu konstruieren, die auch in zehn Jahren noch sicher halten“, so Möhrlein abschließend.

Nicht immer sind sich die Jungen und Mädchen so einig wie an dem Tag, an dem sie das erste Mal die neuen Spielgeräte ausprobieren durften: „Leinen los!“, schallte es da über den Spielplatz. Ein besseres Fazit der kleinen Seemänner und Seefrauen hätte es für die Fachschulabsolventen nicht geben können.

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