Umbruch im Kölner Stadtteil Nippes

Platz für "Clouth-Quartier" geschaffen

Caterpillar Abbrucharbeiten
Für die Arbeiten kamen verschiedene Großgeräte zum Einsatz, darunter Hitachi-Maschinen vom Typ ZX470 LF, ZX 470, ZX350 (zwei), ZX280, ZX250, ZX225, ZX135 und ZX85 sowie Caterpillar-Bagger Cat 330, Cat 329 und Cat 320.

KÖLN (ABZ). - 137 Jahre lang wurden am Standort der Clouth Gummiwerke AG im Kölner Norden Gummiprodukte gefertigt und in die ganze Welt geliefert. Bereits vor Ende der Produktion im Jahr 2005 wurde durch die Stadt Köln die Weiternutzung im Rahmen eines Architekturwettbewerbes ausgeschrieben. Im Herbst 2014 mussten die Werkhallen des 1868 vom Kölner Unternehmer Franz Clouth gegründeten Unternehmens nun den Abbruchbaggern weichen.Mit dem Rückbau der Gebäudesubstanz und der Flächenentsiegelung in Köln-Nippes wurde die BST Becker Sanierungstechnik GmbH aus Oberhausen, Mitglied im Deutschen Abbruchverband e. V., im Jahr 2013 als Generalunternehmen beauftragt. Die BST Becker Sanierungstechnik GmbH ist als mittelständisches Unternehmen mit rund 60 Mitarbeitern in den Bereichen Abbruch, Sanierung, Erdarbeiten, Entsiegelung und weiteren Dienstleistungen tätig.Im Rahmen des Rückbaus der Kölner Clouth-Werke wurden auch alle notwendigen Schadstoffsanierungen, Entkernungen, der Ausbau und die Demontage von technischen Anlagen, Rohrleitungen sowie von Stütz- und Trägerkonstruktionen durchgeführt. Insbesondere aus den Dachkonstruktionen fiel eine große Menge verschiedener Schadstoffe zur fachgerechten Entsorgung an. Die gesamte Maßnahme umfasste den Abbruch von ca. 800.000 m³ umbauten Raumes sowie die Entsiegelung einer Fläche von ca. 50.000 m².Die rückzubauenden Hallen waren hauptsächlich als Stahlbetonskelett mit Ziegelmauerwerk-Ausfachung ausgeführt. Die Industrieanlagen wurden, nach z. T. manueller Entkernung, konventionell abgebrochen. Ein besonderes Augenmerk lag beim Abbruch der bis zu 35 m hohen Anlagen und Hallen auf den entsprechenden Schutzmaßnahmen für die angrenzenden Wohngebiete sowie auf dem Erhalt der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude.Für die Arbeiten kamen verschiedene Großgeräte zum Einsatz, darunter Hitachi-Maschinen vom Typ ZX470 LF, ZX 470, ZX350 (zwei), ZX280, ZX250, ZX225, ZX135 und ZX85 sowie Caterpillar-Bagger Cat 330, Cat 329 und Cat 320. Für die mobile Bauschuttaufbereitung diente ein Terex-Brecher XR400 und eine Sandvik QA331 Siebanlage. Bis zu 32 Mitarbeiter sorgten für einen reibungslosen Abbruch und ein zügige, sukzessive Freigabe der Baufelder.

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Caterpillar Abbrucharbeiten
Die rückzubauenden Hallen waren hauptsächlich als Stahlbetonskelett mit Ziegelmauerwerk-Ausfachung ausgeführt. Fotos: BST

Als zentrales Bauwerk des neu zu gestaltenden Clouth-Quartieres bleibt die ehemalige Halle 17 erhalten. Diese unter Denkmalschutz gestellte, 125 m lange und 15 m hohe Backsteinhalle, ist – als Reminiszenz an die Historie des Industriegeländes – Bestandteil des architektonischen Siegerentwurfes.Bis Anfang November 2014 waren bereits 40.000 m³ mineralische Bausubstanz abtransportiert und 120.000 m³ vor Ort aufbereitet worden. 779.000 m³ des umbauten Raumes wurden bereits eingeebnet. Parallel zum Rückbau der alten Fabrikgebäude wurde der Boden von Altlasten befreit. Bereits im August 2014 wurde mit den Baumaßnahmen für die ersten Wohneinheiten begonnen. Drei Baugruben wurden hierzu durch die BST Becker ausgehoben, zwei weitere folgen im Januar 2015. Zusammen mit der landschaftsplanerischen Neugestaltung der Freiflächen soll im Sommer 2015 bereits erstes Leben in das neue Kölner Quartier einziehen.Um das ehemalige Industriegelände neu zu gestalten und zu entwickeln, soll auf dem knapp 15 ha großen Areal bis 2018 eine der größten Neubausiedlungen Kölns entstehen.Im neuen Clouth-Quartier werden ca. 1000 Wohnungen gebaut. Auf ca. 25.000 m² Bruttogrundfläche soll Raum für 500 bis 1000 Arbeitsplätze entstehen. Ziel ist die Verbindung von Wohnen, Arbeiten, Gastronomie und Kultur in einem Ensemble aus alter Industriearchitektur und anspruchsvollen Neubauten.

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