835 G Hybrid unterstützt bei Wechsel von Lkw-Transport auf Wasserstraße

Kombinierter Verkehr ist möglich

Maastricht/Niederlande (ABZ). – Der Sennebogen-Kunde L'Ortye, ein Logistikunternehmen in den südlichen Niederlanden, ist Dreh- und Angelpunkt der intermodalen Transportkette in der niederländischen Zuckerproduktion. Das letztjährige Zuckerrüben-Projekt zielte darauf ab, durch kombinierte Transporte bis zu 8000 Lkw durch den Einsatz von Binnenschiffen einzusparen.
Sennebogen Teleskoplader Bagger und Lader
Insgesamt 270.000 t Rüben verlädt der 835 G Hybrid während der Rübenkampagne auf die Binnenschiffe – spritsparend und CO2-reduziert durch Green Hybrid Rekuperationstechnik. Foto: Sennebogen

Beim Wechsel von klassischem Lkw-Transport auf die Wasserstraße setzt L'Ortye auf das Dream-Team, den neuen Sennebogen 835 G Hybrid und den Teleskoplader 355 E. Spezialisiert auf Schüttgutumschlag, betreibt das Unternehmen drei Hafenstandorte am Julianakanal in Maastricht und Stein und setzt dort mehrere grüne Sennebogen-Maschinen ein.

Offizielle Statistiken zeigen, dass in den Niederlanden bereits im Jahr 2019 der Anteil des Gütertransports in der Binnenschifffahrt mit 42,7 % sehr hoch war, im Vergleich zum europäischen Durchschnitt mit gerade einmal knapp 7 %. Die direkte Auswirkung offenbart sich für viele Pendler täglich: eine hohe Lkw-Dichte auf Autobahnen, Landstraßen und in den Innenstädten.

Eine vielversprechende Lösung ist der sogenannte kombinierte oder intermodale Verkehr, der die Vorteile mehrerer Verkehrsträger vereint: Indem man vom Landweg auf Wasser oder auf Schiene wechselt, reduziert sich die Verkehrsbelastung, weniger Schadstoffe und Lärm werden produziert und gleichzeitig sorgt man für mehr Verkehrssicherheit. Über den Wasserweg können zudem rein massemäßig größere Frachten von A nach B geschickt werden: Das spart Zeit, Geld und schont die Umwelt.

In den Niederlanden läuft aktuell ein Projekt dazu, den Lkw-Verkehr während der Zuckerrüben-Saison massiv zu reduzieren. 8000 Lkw und damit rund 20 % CO2-Emissionen sollen durch den Einsatz von Binnenschiffen eingespart werden. Ein Kraftakt, der eine effektive Prozesskette und Spezial-Equipment benötigt.

4 t Rüben pro Minute

Rund 270.000 t Rüben wurden während der letztjährigen Rübenkampagne von September bis Ende Dezember in Maastricht am Kai von L'Ortye umgeschlagen, um sie über den Wasserweg zur Zuckerfabrik zu verschiffen. Das macht rund 4 t Rüben pro Minute, die von L'Ortye verladen werden. Es kommt bei der Kampagne auch auf jede einzelne Minute an, damit der Verdampfungsvorgang bei der Zuckerraffination nicht unterbrochen wird. So sorgen die Erntebetriebe, Transport- und Umschlagunternehmen sowie Binnenschiffer zusammen für einen kontinuierlichen Materialstrom hin zur Zuckerfabrik in den Niederlanden. Mittendrin in der Logistikkette übernehmen der Teleskoplader 355 E sowie der neue 835 G Hybrid von Sennebogen den zentralen Transfer auf das Binnenschiff.

Nur das Ergebnis zählt

108 Tage am Stück stehen zur Verfügung, um die Ernteerträge sicher zur Zuckerfabrik zu bringen. Alle sieben Minuten rollen bei L'Ortye bereits die nächsten Transporte an, die weitere 35 t Rüben anliefern. Der Sennebogen 355 E bereitet nicht nur das Material für die Verladung vor; ausgestattet mit einem Schiebeschild inklusive Vorrichtung zur Probeentnahme, ist der Teleskoplader zudem für die Qualitätssicherung zuständig. So wird sichergestellt, dass die durch den jeweiligen Erntebetrieb gelieferten Rüben die entsprechenden Gütekriterien für die Weiterverarbeitung aufweisen. Denn sobald die Verladung durch den Sennebogen 835 G Hybrid auf das Schiff erfolgt, ist ein Herkunftsnachweis ausgeschlossen.

Auch der neue Umschlagbagger 835 G Hybrid ist laut Herstellerangaben wie für dieses Projekt geschaffen: spritsparende Technologie, kraftvolle Arbeitszyklen und präzises Ansteuerverhalten. Insbesondere die Rekuperationstechnik Green Hybrid, die bei jedem Zyklus rund 30 % der benötigten Energie wieder bereitstellt, sorgt in Kombination mit einem 188 kW Dieselmotor der Emissionsstufe V für einen sauberen, CO2-reduzierten Betrieb. Bas Ruijten, Technischer Leiter bei L'Ortye, zog damals ein erstes Fazit: "Wir sind noch am Anfang der diesjährigen Rübenkampagne, aber ein paar Erfahrungen kann ich bereits schildern: Die Maschinen leisten ganze Arbeit und sind hier zwölf Stunden täglich in Betrieb. Bei dieser hohen Taktung wäre ein Ausfall fatal. Aber im Notfall stehen uns unsere Ansprechpartner bei SMT Netherlands tatkräftig zur Seite. Ein weiterer Vorteil: Unsere Fahrer lernten sehr schnell, mit den Maschinen umzugehen, da alles selbsterklärend ausgelegt ist."

Letztlich würden sich die Maschinen perfekt in ihr ganzheitliches Logistik- und Dienstleistungs-Konzept einfügen. Zerkleinern, Sieben, Mischen, Verpacken und Qualitätskontrolle sind alles Beispiele für die täglichen Aktivitäten von L'Ortye.

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