Kirchendach umfangreich saniert

Unterdeckbahnen von Dörken sorgen für einen sicheren Feuchteschutz

Espeln/Paderborn (ABZ). – Die Herz Jesu Kirche in Espeln im Kreis Paderborn wurde im Jahr 1900 eingeweiht und 1932 auf den heutigen Grundriss erweitert. Aus diesem Jahr stammt auch die harte Bedachung, wie die in die alten Tonziegel eingebrannte Jahreszahl dokumentiert. Die Liegezeit von über 86 Jahren hatte deutliche Spuren an den Dachpfannen hinterlassen.
Dörken Dachbau
Nach mehr als 86 Jahren Liegezeit der alten Eindeckung erhielt die Herz Jesu Kirche in Espeln bei Paderborn eine Bedachung auf dem neuesten Stand der Technik. Foto: Dörken

Sie waren stark abgewittert und zum Teil auch nicht mehr lagesicher. Über Undichtigkeiten war bei starken Regenfällen bereits mehrfach Wasser in die Sakristei eingedrungen.

Höchste Zeit also für eine Sanierung des Daches, bei der gleichzeitig auch die Fassade neu gestrichen und die Aufhängung des Geläuts erneuert werden sollten.

Um das Dach technisch auf den neuesten Stand zu bringen und die neue Dämmung im Bereich der Gewölbe vor eintreibendem Schnee und Regen zu schützen, kam die Unterdeckbahn Delta-Maxx Plus der Dörken Coatings GmbH & Co. KG aus Herdecke zum Einsatz.

Durch zwei integrierte Klebestreifen auf der Bahnenunterseite lässt sich das Material laut Hersteller besonders effizient und wirtschaftlich verlegen und es wird sofort ein sicherer Feuchteschutz für die Konstruktion hergestellt.

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Dörken Dachbau
Die Kirche erhielt eine Eindeckung aus Vario Hohlfalzziegeln in Schieferschwarz, die von ihrer Form- und Farbgebung her weitgehend der alten Dacheindeckung entsprachen. Fotos: Dörken

Für das ausführende Dachdeckerteam bedeutete der Einsatz der Bahn demzufolge auch eine erhöhte Sicherheit bei den Verlegearbeiten, denn das Material erfüllt die Anforderungen der GS-BAU 18 (Stand 2015) "Grundsätze für die Prüfung und Zertifizierung der Durchsturzsicherheit von Bauteilen bei Bau- und Instandsetzungsarbeiten".

Im Sinne des Prüfgrundsatzes gilt ein Bauteil als durchsturzsicher, wenn es von einem 50 kg schweren Stoßkörper nicht durchschlagen wird und wenn es darüber hinaus in der Lage ist, nach der dynamischen Belastung eine statische Last von 100 kg über 15 Minuten zu halten. Das ist die Zeit, die üblicherweise zur Bergung oder Sicherung eines Verunfallten auf dem Dach benötigt wird.

Die Arbeiten auf dem mit 45 beziehungsweise 55° stark geneigten Kirchendach in 11 m Höhe konnten deshalb mit sicherem Gefühl ausgeführt werden. Der Abbruch und die Neueindeckung wurden dabei Zug um Zug vorgenommen.

Dörken Dachbau
Der Abbruch und die Neueindeckung wurden Zug um Zug vorgenommen.

Nachdem die alten Ziegel und die Lattung entfernt waren, wurde in den jeweils freigelegten Bereichen die Unterdeckbahn über die Sparren hinweg verlegt. Das nach Angaben des Herstellers hochbelastbare und hochreißfeste Material wurde parallel zur Traufe ausgerollt und am Grat entlang schräg abgeschnitten.

Der abgeschnittene Bahnenteil wurde dann einfach um 180° gedreht und in entgegengesetzter Richtung weiterverarbeitet. Durch den passgenauen Zuschnitt wurde unnötiger Verschnitt vermieden, da hier sofort mit der schräg angeschnittenen Rolle weitergearbeitet werden konnte.

Die Bahn wurde am oberen Rand mit Tackerklammern im markierten Überlappungsbereich fixiert. Der reißfeste und feuchtigkeitsunempfindliche Abdeckstreifen des Selbstklebebandes wurde einfach abgezogen und die Bahn mit der darunter liegenden Bahn im Überlappungsbereich verklebt.

Die Verlegung mit einer Überdeckung von mindestens 10 cm und die Verklebung dieser Überlappungsbereiche sind dabei eine wesentliche Voraussetzung für die Durchsturzsicherheit. Darüber hinaus müssen die Bahnen am Ortgang beziehungsweise am seitlichen Bahnenende mindestens 10 cm weit überstehen, um sicherzustellen, dass die Bahn im Falle einer Belastung nicht unter der Konterlattung herausrutschen kann.

Wichtige Verlegevorteile ergaben sich laut Hersteller auch durch die besondere Stabilität und Reißkraft des Materials. Die hoch belastbare Bahn ließ sich leicht handhaben und ausrichten und nahm auch eine raue Behandlung auf dem steil geneigten Kirchendach nicht übel.

Materialschäden, die in luftiger Höhe aufwändig und zeitraubend hätten repariert werden müssen, traten so gar nicht erst auf und der Baufortschritt wurde nicht behindert.

Dörken Coatings und Dörken Membranes sind hundertprozentige Tochterunternehmen von Dörken. Die Unternehmen sind nach eigenem Bekunden erfolgreich in ihren Märkten positioniert und Innovationsführer in ihren Branchen. Seit mehr als 125 Jahren entwickeln die Unternehmen von Dörken Lösungen, die immer wieder neue Maßstäbe setzen, betonten die Verantwortlichen. Die Basis für anhaltenden Erfolg und Wachstum der Geschäftsbereiche bildet demnach eine Innovationskultur, die wir bewusst über alle Ebenen hinweg pflegen und leben.

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