Mehrere Neuzugänge für den Maschinenpark

Wachstumsstrategie ausgebaut

Neunkirchen (ABZ). – Motiviert blickt die Neunkirchner Ferraro Group in die Zukunft: als eines der, laut eigener Aussage, führenden Abbruchunternehmen investierten die Saarländer 2021 weiter kräftig in ihr eigenes Wachstum.
Sennebogen Abbruch
Das saarländische Abbruchunternehmen Ferraro Group stockt den eigenen Fuhrpark mit fünf Sennebogen-Abbruchbaggern des Typs 830 E und einem Seilbagger mit der Bezeichnung 6300 HD auf, um die Herausforderungen der Abbruchbranche noch effizienter zu meistern. Foto: Sennebogen

Mit fünf Sennebogen-Abbruchbaggern des Typs 830 E sowie dem 6300 HD Demolition, dem weltgrößten Seilbagger im Abbruch, stockt das Unternehmen den Fuhrpark auf, um die Herausforderungen der Rückbaubranche noch effizienter zu meistern. Wenig verfügbarer Raum, keine Neuerschließungen und eine dennoch boomende Baubranche. Die noch dazu anhaltend positive Gesamtkonjunktur sowie die Energiewende, die den Bedarf an Erneuerung der veralteten Infrastruktur nach sich zieht, sind allesamt Faktoren für eine gute Auftragslage der Abbruchunternehmen.

So rüstet sich auch die Ferraro Group für zukünftige Spezialeinsätze im Abbruch: "Um den vielfältigen Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden, entwickeln wir situationsgerecht Abbruch- und Entsorgungskonzepte für ausgediente Bauwerke, ob Windkraftanlagen, Wohnhäuser oder Industriegebäude. Deswegen suchten wir nach zuverlässiger Technologie, die uns zukünftig bei unseren herausfordernden Einsätzen unterstützt", erläutert Abbruchunternehmer Giuseppe Ferraro, der mit seinem Vater und Firmengründer Cav. Damiano Ferraro das Unternehmen als Geschäftsführer leitet.

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Sennebogen Abbruch
Beim Rückbau des Deggendorfer Schulzentrums spielt der Abbruchbagger 830 seine Vorzüge aus: Hier kommt eine leistungsstarke Hydraulik, gepaart mit enormer Zugkraft, Reichweite und hoher Standfestigkeit zusammen. Foto: Sennebogen

Im niederbayerischen Deggendorf durchläuft einer der fünf Abbruchbagger 830 E gerade seine Feuertaufe: Ferraro ist dort am Abriss von mehreren, in die Jahre gekommenen Schulgebäuden beteiligt.

Das Mega-Projekt dauert mit dem Rückbau und Wiederaufbau des Schulzentrums bereits seit 2015 an. Mit einer Gebäudehöhe von rund 16,5 m ist der Einsatz wie geschaffen für die 830er-Maschine von Sennebogen, die je nach Anbaugerät mit einer Reichhöhe von bis zu 19 m aufwartet. Der kompakte Abbruchbagger ist spezialisiert auf den selektiven Rückbau von Gebäudebestandteilen, indem er unter anderem problemlos Massen an Bewährungsstahl extrahiert und bei der Zerkleinerung sowie Vorsortierung des Betonbruchs unterstützt. Letzteres stellt ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal dieser Baustelle dar: rund 70 % des Betonbruchs sollen vor Ort zerkleinert und beim Neubau anstelle von Kies und Sand wiederverwertet werden, um die energieintensive Neugewinnung der Ressourcen zu vermeiden und die Umwelt zu schonen.

Sennebogen Abbruch
Mit der um 30° neigbaren Kabine ist ein ganz neues Ergonomie-Level erreicht: Zurückgelehnt in den Sitz hat der Fahrer sein Anbaugerät im Blick und arbeitet besonders sicher. Foto: Sennebogen

Die komplexe Struktur der Gebäude sowie die Vielzahl an verbauten Materialien erfordern eine kraftvolle sowie multifunktionale Maschine wie den 830 Abbruch, der mithilfe der leistungsstarken Hydraulik problemlos Stahlbeton-Scheren und weitere Anbaugeräte antreibt. Besonders die Standfestigkeit – die durch die bis auf 4,5 m teleskopierbaren Raupenlaufwerke sichergestellt ist – die Reichweite und gleichzeitig hohe Traglast im gesamten 360-Grad-Arbeitsbereich erweisen sich als unverzichtbar auf der Deggendorfer Baustelle: Denn, statisch bedingt müssen gewisse Wände zunächst stehenbleiben, die Maschine jedoch im Inneren des Gebäudes Stahlbetondecken oder Bewehrungsstahl herausziehen und quer zum Unterwagen verladen – ein enormer Kraftakt.

Auch der HD-Seilbagger eröffnet Ferraro ganz neue Möglichkeiten. Mit dem extra für den Abbruchexperten auf den Einsatz in großer Höhe konzipierten 6300 HD kann eine Abbruchkugel auch noch bei 80 m Höhe betrieben werden. Dem Rückbau von Hochhäusern mit mehr als 50 m Höhe steht zukünftig nichts mehr im Weg, denn wenn Longfront-Maschinen an ihre Grenzen kommen, ist das feinfühlige Gespür der Abbruchexperten an der Kugel gefragt.

Und beim Verheben schwerer Bauteile im Kranbetrieb können die Rückbauspezialisten zudem auf die Traglast des 6300 HD zählen.

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