Millimeterarbeit

Drei Ladekrane arbeiten mit drei Zentimetern Spielraum

Lanz Nutzfahrzeuge
Die Projektverantwortlichen hatten sowohl nach oben als auch nach unten 3 cm Luft – dieser Umstand machte aus der ganzen Aktion eine spannende Angelegenheit. Doch alles sei glatt gelaufen, heißt es seitens der Verantwortlichen. Foto: Lanz

Gärtingen (ABZ). – 80.000 Euro hätte eine Demontage am Betonwerk laut den Verantwortlichen gekostet, um einen Beton-Mischtrichter zu tauschen. Das Unternehmen Lanz drittelte den Preis und fuhr mit drei Ladekranen vor, um sich der Herausforderung zu stellen.

Das Betonwerk in Gärtingen bei Böblingen musste kürzlich einen 14 t schweren Beton-Mischtrichter austauschen. Dieser befand sich eingefasst in einem Silo; ein einfaches Herausheben war nicht möglich. In der Folge wäre eine komplette und sehr kostspielige Demontage nötig gewesen.

"Das geht auch anders" dachte sich Daniel Lanz und arbeitete mit dem Monteur vor Ort eine neue Möglichkeit aus, um das Problem zu lösen. Im Zuge der Demontage fuhren drei Lanz-Ladekrane vor: ein kleiner Palfinger-Kran des Typs PK 92.000, ein PK 165.000 und ein PK 200.000.

Die Seiten des Silos wurden abmontiert. Ziel war es, dass die Krane den Trichter durch die Öffnung durchschieben. Besonders wichtig war dabei der große Ladekran mit dem Doppelknickarm; er musste den Trichter gerade durch das Silo schieben. Die größte Maschine packte den Trichter links, der mittelgroße Kran nahm sich der Last auf der rechten Seite an.

Dafür montierte das Team extra ein Stahlgestell unter den Trichter. Anschließend zog einer der Krane, während der andere schob – stets synchron und jederzeit auf gleicher Höhe. Denn: Der Trichter durfte nicht schwanken oder sich verkanten.

Die Projektverantwortlichen hatten sowohl nach oben als auch nach unten 3 cm Luft – dieser Umstand machte aus der ganzen Aktion eine spannende Angelegenheit. Doch alles sei glatt gelaufen, heißt es seitens der Verantwortlichen. Als der Trichter schließlich ganz durchgeschoben worden war, kam der kleine Palfinger-Kran zum Einsatz. Dieser nahm die rechte Seite von der großen Maschine "entgegen", deren Kran nun komplett durch das Silo ragte. Dann wurde der Trichter langsam am Boden abgesetzt. Weil die Vorgehensweise so gut funktioniert hat, wurde der neue Beton-Mischtrichter genauso wieder eingesetzt – nur umgekehrt.

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