Nach erneutem Rekordjahr

Wacker Neuson dämpft Umsatzerwartungen für 2020

München (ABZ). – Die Wacker Neuson Group konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2019 um 11,2 Prozent auf 1.901,1 Millionen Euro steigern. Das Geschäft habe in allen Regionen und Geschäftsbereichen zugelegt. Wegen der derzeit unkalkulierbaren Folgen des neuartigen Corona-Virus zeigt sich das Unternehmen hinsichtlich seiner Erwartungen für 2020 jedoch zurückhaltend.

"Auch im vergangenen Jahr konnten wir durch innovative Neuentwicklungen in vielen, selbst schwierigen Märkten, Marktanteile gewinnen", erklärte Martin Lehner, Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson SE. "Die hohe Nachfrage nach unseren Produkten zeigt uns, dass wir die Bedürfnisse unserer Kunden treffen und sie mit unserem Service überzeugen."

Während der Konzern seine Umsatzprognose übertraf, konnten bei der Profitabilität die gesteckten Ziele nicht erreicht werden, hieß es weiter. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei um 5,7 Prozent auf 153,1 Millionen Euro zurückgegangen. Die EBIT-Marge habe bei 8,1 Prozent gelegen. Ursächlich für den Rückgang seien unter anderem Kürzungen der Produktionsprogramme im Zusammenhang mit dem angestrebten Vorratsabbau. In Anbetracht der schwächeren Profitabilität hat der Vorstand ein Kostenreduzierungs- und Effizienzsteigerungsprogramm beschlossen, mit dem in den Jahren 2020 und 2021 schrittweise ein Potenzial von rund 50 Millionen Euro im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 gehoben werden soll. Europa blieb den Angaben zufolge auch 2019 mit einem Anteil von 72,5 Prozent der Erlöse die wichtigste Zielregion. Hier habe der Konzern seinen Umsatz um 10,4 Prozent auf 1.379 Millionen Euro gesteigert. In der Region Amerikas habe der Umsatz um 14,5 Prozent auf 459,5 Millionen Euro zugelegt. In Asien-Pazifik sei er um 4,7 Prozent auf 62,6 Millionen Euro gestiegen.

Zu Beginn des Jahres 2020 lag der Auftragseingang unter der starken Vergleichsbasis des Vorjahres. Große Unsicherheit besteht hinsichtlich der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Kundennachfrage sowie die globalen Lieferketten des Konzerns. Der Vorstand geht davon aus, dass die für das Jahr 2020 ursprünglich geplanten Produktionszahlen aufgrund von Engpässen in den Lieferketten teilweise nicht erreicht werden können. Des Weiteren ist von einer empfindlichen Schwächung einzelner Absatzmärkte auszugehen. Für das Geschäftsjahr 2020 wird mit einem Umsatz zwischen 1700 und 1900 Millionen Euro gerechnet.

Seit der Verabschiedung dieser Prognose und der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung hat sich die Situation um die Ausbreitung des Corona-Virus deutlich verschärft. Die weitreichenden Folgen sowie die immer drastischeren Schutzmaßnahmen verschiedener Staaten und Institutionen sind derzeit nicht quantifizierbar und somit nicht Teil der oben beschriebenen Prognose. Das Unternehmen hat eine standortübergreifende Task-Force eingerichtet, welche die Entwicklungen genau verfolgt.

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