Neuer Fiat Doblò Cargo

Erfolgsgeschichte im Segment leichter Nutzfahrzeuge fortgesetzt

von:

Burkhard Büscher

FIAT Nutzfahrzeuge
Andreas Serra, Vorstand Fiat Professional: "Wir haben den Mut, in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit ein neues Modell einzuführen. Foto: Büscher

KÖLN. - Mit der Einführung des Fiat Doblò Cargo im Jahre 2001 im Segment der leichten Nutzfahrzeuge begann für den italienischen Hersteller eine Erfolgsgeschichte. Rund eine Million Mal wurde er seitdem verkauft.

Der Fiat Doblò Cargo war im vergangenen Jahr das zweitmeistverkaufte Fahrzeug in seinem Segment in Deutschland hinter dem VW Caddy und vor seinen Mitbewerbern Ford Transit Connect, Citroen Berlingo, Renault Kangoo oder Peugeot Partner, wie Roberto Kretschmer, Vertriebsleiter Fiat Professional, in Köln vor Journalisten erklärte.

"Wir haben den Mut, in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit ein neues Modell einzuführen", hatte zuvor Andreas Serra, Vorstand Fiat Professional, betont. 97 Prozent aller Teile des neuen Fiat Doblò Cargo seien wirklich neu. Das Investitionsvolumen für dieses Modell habe für den Konzern 450 Millionen Euro betragen. Der Markt der leichten Nutzfahrzeuge habe in 2009 zu denen gehört, die am meisten von der Krise betroffen gewesen seien. Nach Angaben von Serra ist dieser Markt von 318.000 Einheiten in 2008 auf 239.000 Einheiten in 2009 zurückgegangen, was einem Nachfragerückgang von fast 25 Prozent entspreche. Fiat Professional hätte 18 Prozent verloren, was allerdings auch eine Erhöhung der Marktanteile von 11,6 auf 11,9 Prozent in diesem Segment zur Folge gehabt habe. "Das Schlimmste ist sicherlich vorbei, aber im Moment sind die Zeichen des Aufschwungs schwach", meinte Serra. Für 2010 erwarte Fiat Professional im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge eine Nachfrage von 240.000 Einheiten.

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Da passt ordentlich was rein. Beim langen Radstand beträgt die Laderaumlänge 3400 Millimeter und das Ladevolumen 4,6 Kubikmeter.

Der Markt für leichte Nutzfahrzeuge hat sich laut Serra seit 2009 gravierend verändert. Er sei sehr preisaggressiv geworden. Kaufentscheidungen würden erheblich schneller getroffen. Es dauere nur noch fünf Tage vom Angebot bis zum Kauf – keine 15 mehr. Wer sich dieser Geschwindigkeit nicht anpasse, der habe in diesem Markt verloren.

Die Just-in-time-Lieferung von Produkten, die vermehrte Hausanlieferung von Waren und die immer strengere Regelung der Zufahrt zu den Stadtzentren durch Umweltzonen steigere zur Zeit den Bedarf an leichten Nutzfahrzeugen. Der neue Fiat Doblò Cargo sei die richtige Antwort auf die Befriedigung dieser Bedürfnisse. Seine Technik entspreche dem allerneuesten Stand und seine Wirtschaftlichkeit verspreche niedrigste Kosten.

In diesem Zusammenhang nannte Serra eine Tonne Nutzlast und 4,6 Kubikmeter Ladevolumen. Das seien Bestwerte in diesem Segment. Insgesamt 400 Varianten, Euro 5-Motoren und 4,8 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer mit dem 1,3-Liter-Diesel sowie erheblich verlängerte Wartungsintervalle würden die Messlatte für die Wettbewerber sehr hoch hängen. Der neue Fiat Doblò Cargo biete die höchste Effizienz seiner Klasse und sei das wirtschaftlichste Fahrzeug seiner Kategorie.

Kretschmer unterstrich in seiner Ausführungen den Willen des Herstellers, im Segment der Kleintransporter den zweiten Platz mit dem neuen Fiat Doblò Cargo zu festigen und das Verkaufsvolumen um 5200 Einheiten auszubauen. Somit seien dann seit Einführung des Fiat Doblò Cargos im Jahr 2001 insgesamt fast 48.000 Fahrzeuge dieses Typs gebaut worden. Allein 36.000 Fiat Doblò Cargo der vorherigen Generation seien noch auf den Straßen unterwegs. Hier gelte es nicht nur die alten Fiat Doblò Cargos gegen das neue Modell einzutauschen, sondern insbesondere einen großen Anteil der restlichen 320.000 Fremdfabrikatsbesitzer zu erobern. Fiat Professional habe deshalb den Ecoplus Bonus ins Leben gerufen, der es den Händlern ermögliche, für acht Jahre alte Fahrzeuge eine Inzahlungsnahmeprämie in Höhe von 2750 Euro anzubieten. Den Kunden stünde ein Händlernetz zur Verfügung, das mit rund 430 Vertriebsstandorten flächendeckend sei. Zusätzlich gebe es 317 Servicepartner, also Werkstätten, die ausschließlich für die Wartung und Reparaturen von Fiat Transportern zuständig seien.

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Große Klappe und ebener Boden. Die Bi-Link-Hinterachse wird Platz sparend verbaut und ermöglicht eine hohe Lastaufnahme gepaart mit exzellentem Komfort.

Produktmanager Florian Zimmermann wies detailliert auf die große Produktvielfalt des neuen Fiat Doblò Cargo hin, die kein Wettbewerber bieten könne. Neben riesigem Laderaum und hoher Nutzlast (bis zu einer Tonne mit Fahrer) ging Zimmermann auf die lieferbaren Motoren ein. So wird es zum jetzigen Marktstart einen Benzin- und drei Dieselmotoren geben. Das Leistungsspektrum reicht von 90 bis 135 PS. Der 1,4 Liter Benziner ist mit einem Gewicht von gerade einmal 100 Kilogramm ein sehr leichter Motor und für den Gebrauch im Stadtverkehr konzipiert. Alle drei Dieselmotorisierungen entsprechen der neuesten Multijet-Generation II. Mitte dieses Jahres wird zusätzlich der Erdgas betriebene bivalente 1,4 T-Jet Natural Power eingeführt. Abgerundet wird die Motorenpalette laut Produktmanager gegen Ende des Jahres mit 1,6 Liter Multijet mit automatisiertem Schaltgetriebe. Alle Motorisierungen erfüllen Euro 5. Euro 5 sei in der Klasse der leichten Nutzfahrzeuge noch lange kein Standard. Darauf wies Klaus Schühle, Leiter Homologation, hin. Der Gesetzgeber fordere diese Schadstoffklasse erst am 2012 für alle Erstzulassungen.

Für den gewerblichen Kunden, der den Nutzfahrzeugkauf vorrangig nach wirtschaftlichen Erwägungen entscheide, bedeute Euro 5 eine hohe Planungssicherheit. Er sei in Bezug auf künftige Entwicklungen hinsichtlich der steuerlichen Behandlung oder der Einrichtung von weiteren Fahrverbotszonen in den Innenstädten bestens aufgestellt. Multijet II leiste dank neuer Injektoren bis acht Einspritzungen je Zyklus. Der Turbolader besitze jetzt eine variable Geometrie und der Partikelfilter sei regenerierbar. All dies komme dem Umweltschutz zugute.

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