Neuheiten für Schächte

Lösen der Innenschalung erleichtert

Bergheinfeld (ABZ). – Beim Bau von Aufzugs- oder Treppenhausschächten lässt sich beim Ausschalen die Innenschalung oft schwer vom fertigen Bauteil lösen oder verkeilt sich darin. Dafür kennt man bereits bei vielen Schalungssystemen bewegliche Ausschalecken, mit denen die Innenschalung "geschrumpft" wird, um sie komplett nach oben ausheben zu können.
Mayer Schaltechnik Schalung
Der Klappschacht im Baustelleneinsatz. Foto: Mayer Schaltechnik

Für diese Fälle hat Mayer Schaltechnik eine neue Ausschalspindel und ein Gelenkschloss entwickelt. In Verbindung mit der bekannten Ultramax-Rahmenschalung und der ebenfalls neuartigen Gelenkecke entsteht so ein Klappschacht, der sich mühelos einklappen und damit auf das erforderliche Ausschalspiel zwischen Beton und Schalung zusammenziehen lässt, beschreibt Mayer Schaltechnik.

Ziel einer modernen und wirtschaftlichen Schachtschalung müsse es sein, mit Standard-Elementen zu schalen und sich mit möglichst wenig Ausgleichen an die Abmessungen des Schachtes anzupassen, so das Unternehmen auf seiner Internetseite. Im Gegenzug solle das Ausschalen mit ebenso wenig Aufwand erfolgen. Diese Anforderungen erfülle die Ultramax-Schachtschalung. Durch das Gelenkschloss in Verbindung mit der Standard-Gelenkecke und einer Spindel mit eingebauter Ratsche könne der Innenkern des Klappschachts einfach, ohne Demontage und mit einem Hub mit dem Kran ausgeschalt und in die nächste Einsatzebene gebracht werden.

Um das Einklappen der Innenschalung zu ermöglichen, müssen zum einen die Ecken beweglich sein, ebenso wie an jeder Seite ein Elementstoß. Das wird durch die Gelenkecke und das Gelenkschloss erreicht, mit dem die Elemente verbunden sind. Sobald am Gelenkschloss die seitlichen Ankermuttern gelöst werden, können die Schalelemente nach innen einklappen. Nun kommt die neuartige Schachtspindel zum Einsatz: Über Eck in die Elemente eingehängte Spindeln ziehen je zwei Seiten der Innenschalung zusammen, sodass sie über die Gelenkschlösser und Gelenkecken einknicken. Dadurch entsteht das erforderliche Ausschalspiel. Anschließend kann die komplette Innenschalung mit dem Kran ausgehoben, zum nächsten Einsatzort umgesetzt und wieder auf das erforderliche Originalmaß ausgespindelt werden. Die Anpassung an die Schachtabmessung erfolgt wie üblich über unterschiedlich breite Ultramax-Elemente beziehungsweise Ausgleiche.

Gelenkecken sind nichts grundsätzlich Neues, allerdings besäße nur die Mayer-Lösung so genannte Iglidur-Kunststoffhülsen, die nicht rosten können, also immer beweglich bleiben, so das Unternehmen. Außerdem ist die Gelenkecke mit Kunststoff-Schalhaut belegt. Das hat den Herstellerangaben zufolge den großen Vorteil, dass auch bis in den Eckbereich Einbauteile angenagelt werden können, beispielsweise Ankerschienen und Gerüsthülsen, wie sie in Aufzugsschächte meist einbetoniert werden.

Mit über Eck in die Funktionsstreben der Ultramax-Elemente eingehängten Spindeln werden zwei Seiten der Innenschalung zusammengezogen, sodass die Elemente in Schachtmitte über die Gelenkschlösser einknicken und sich vom Beton lösen. So stellt sich an allen vier Schachtseiten das zum Ausschalen erforderliche Spiel ein.

Die Längenänderung der Spindeln ist mit der eingebauten Ratschenmechanik schnell erledigt, ebenso erfolgt die Rückstellung für den nächsten Betoniertakt mittels Ratsche und durch Spannen der Gelenkschlösser.

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