Radlader-Assistenzsysteme

Sicherheit und Produktivität in der Gewinnung erhöhen

Bischofshofen/Österreich (ABZ). – Liebherr präsentierte 2023 zwei leistungsstarke Radlader aus zwei verschiedenen Baureihen. Darunter befand sich mit dem L 546 ein Vertreter der mittelgroßen Liebherr-Radlader. Liebherr hat diese Baureihe kürzlich neu entwickelt und überarbeitet. Zu den Neuerungen gehört beispielsweise ein neu konzipiertes Hubgerüst, das für hohe Ausbrech-, Halte- und Rückholkräfte sorgt.
Liebherr Fahrassistenzsystem Bagger und Lader
Bei der Wiegeeinrichtung für Liebherr-Radlader handelt es sich um eine Kontrollwaage, die automatisch arbeitet und dem Maschinenführer wertvolle Informationen zum Ladevorgang liefert. Abb.: Liebherr

Beim zweiten Liebherr-Radlader handelt es sich um den L 586 XPower, dem mit einem Einsatzgewicht von rund 33 t größten und schwersten Radlader aus dem Hause Liebherr. Der L 586 XPower verfügt, wie alle Liebherr-Radlader der XPower-Baureihe, serienmäßig über einen leistungsverzweigten Fahrantrieb, erklärt der Hersteller. Dieser vereint den für das kurze Ladespiel optimalen hydrostatischen Antrieb mit dem mechanischen Antrieb, dessen Vorteile bei langen Distanzen zum Tragen kommen. Dabei passt sich das Zusammenspiel der beiden Antriebspfade stets automatisch auf den jeweiligen Einsatz an.

Geringer Treibstoffverbrauch

Ein geringer Treibstoffverbrauch und eine maximale Leistungsentfaltung sind die Folge, auch wenn in einem Steinbruch neben kurzen Ladespielen beispielsweise steile Anstiege oder lange Fahrstrecken zu bewältigen sind. Die mittelgroßen Liebherr-Radlader verfügen über ein neues Hubgerüst. Die dafür verstärkte Stahlkonstruktion am Vorderwagen sowie konstruktive Verbesserungen am neuen Hubgerüst, zum Beispiel bei den Schaufelarmen oder beim Querrohr, erhöhen die Robustheit. Die optimierte Z-Kinematik mit ihrer elektro-hydraulischen Vorsteuerung hat teils größere Hydraulikzylinder und stärkere Arbeitspumpen.

Die Kombination dieser Neuerungen ermöglicht laut Hersteller schnellere Taktzeiten und dynamische und kraftvolle Arbeitsbewegungen. Somit sind die neuen mittelgroßen Liebherr-Radlader gut auf den Umschlag schwerer Lasten, etwa in Steinbrüchen oder Kieswerken, vorbereitet. Mit dieser gesteigerten Leistungsfähigkeit als Basis bietet Liebherr für das Hubgerüst auf Wunsch zahlreiche Ausstattungen für branchenspezifische Herausforderungen an: Beispielsweise das High Lift Hubgerüst, eine verlängerte Variante der Z-Kinematik, die für mehr Reichweite und effiziente Ladevorgänge in großer Höhe sorgt.

Für Radlader-Einsätze, die regelmäßig unterschiedliche Anbauwerkzeuge erfordern, gibt es einen sichtoptimierten Schnellwechsler sowie das vollautomatische Schnellwechselsystem LIKUFIX. Damit kann der Maschinenführer sicher und schnell per Knopfdruck von der Kabine aus zwischen mechanischen und hydraulischen Anbauwerkzeugen wechseln. Das spart Zeit und reduziert das Unfallrisiko. Um Produktivität, Sicherheit und Komfort im täglichen Arbeitseinsatz zu erhöhen, bietet Liebherr für seine Radlader optional mehrere innovative Assistenzsysteme an.

Mit Wiegeeinrichtung ausgestattet

Der L 586 XPower ist zum Beispiel mit der Wiegeeinrichtung von Liebherr ausgestattet. Bei dieser von Liebherr entwickelten Lösung handelt es sich nach Unternehmensangaben um eine Kontrollwaage, die automatisch arbeitet und dem Maschinenführer wertvolle Informationen zum Ladevorgang liefert. Sie unterstützt ihn, mit seinem Radlader Lkw oder Dumper präzise mit der richtigen Menge an Material zu befüllen und Überladungen zu vermeiden. Zudem kann der Betreiber seine Wiegedaten über das Liebherr-Datenübertragungssystem LiDAT auswerten, um etwa seinen Produktionsprozess oder die Produktivität seiner Radlader-Flotte zu analysieren.

Aus dem breiten Angebot an optionalen Assistenzsystemen verfügt das Steinexpo-Exponat L 546 über die aktive Personenerkennung heckseitig. Dieses System warnt den Maschinenführer in der Kabine optisch am Display sowie mit akustischen Signalen vor Gefahren im Heckbereich. Für eine gezielte Warnung vor einem drohenden Personenschaden unterscheidet das Assistenzsystem mit Hilfe von intelligenter Sensorik selbstständig zwischen Personen und Objekten. Sobald die aktive Personenerkennung ein Warnsignal ausgibt, reduziert der Bremsassistent automatisch die Geschwindigkeit des Radladers. Somit entfällt im Vergleich zum herkömmlichen Abbremsen die menschliche Reaktionszeit. Der Anhalteweg verkürzt sich um wichtige Meter, was die Häufigkeit und Intensität potenzieller Unfälle verringert und die Sicherheit im Steinbruch oder im Kieswerk erhöht.

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