Revitalisierung einer Hochhausscheibe

Optimale Lösung für die Balkonanschlüsse

Baden-Baden (ABZ). – 59 m lang, 16 m breit und 18 Geschosse hoch: Das sind die beeindruckenden Eckdaten der Scheibe C. Die Fertigstellung ist für Ende 2024 vorgesehen. Gefördert wird das Projekt als Modellvorhaben Variowohnungen im Innovationsprogramm Zukunft Bau des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB).
Schöck Baustoffe
Die "Scheibe C" in Halle-Neustadt wird saniert und zum Studentenwohnheim umgebaut. Die statisch teil-unzulängliche Bausubstanz stellt die Planer vor eine besondere Herausforderung. Die auskragenden Balkonplatten werden mit Schöck Isokorb zuverlässig tragfähig und energieeffizient angeschlossen. Die konstruktive Querverbindung der Balkonplatten sichert der Querkraftdorn Schöck Stacon. Foto: Schöck

Die alten, vorgehängten Balkone wurden abgeschnitten und das Gebäude ressourcenschonend entkernt. Die ehemaligen Stahlbetonwände und -decken blieben erhalten und bilden nun das Raster für die in Serie vorgefertigten Raummodule, die eingeschoben werden. Die Wohneinheiten sind baulich bereits so vorbereitet, dass sie sich bei Bedarf leicht für eine Nutzung fürs Wohnen im Alter anpassen und gegebenenfalls auch zusammenlegen lassen.

Um zeitgemäßen Wohnraum zu schaffen, sollte die Scheibe C an beiden Längsseiten um je 2 m erweitert werden. Dabei stellten die Planer fest, dass die obere Bewehrungslage in den Geschossdecken 5 cm zu niedrig eingebaut wurde. Die Tragfähigkeit der Decken war dadurch nicht gewährleistet. Deshalb wurden im Abstand von 20 cm Schlitze gezogen, in die Bewehrungsstäbe für die nachträgliche Ertüchtigung eingelegt und mit einem speziell entwickelten Mörtel vergossen wurden.

"Aufgrund der alten Bausubstanz kamen wir häufig in Grenzbereiche. Wir mussten immer wieder individuelle Lösungen entwickeln, um die Statik zu sichern und uns erst einmal in die alten DDR-Normen einarbeiten, um das Gebäude zu verstehen", erinnert sich Jens-Marno Heimann von Brakemeier Ingenieurbüro für Bauwesen. An die Er-weiterung werden auskragende Balkon-platten mit einer Abmessung von 1,83 x 3,5 m angebracht, die im Ortbetonverfahren auf der Baustelle hergestellt werden. Um eine Verformung zu kompensieren, ist eine Überhöhung erforderlich. Die Kräfte der relativ schweren Platten werden in einen 60 cm tiefen Lastbalken eingeleitet.

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Schöck Baustoffe
Mit Schöck Isokorb werden beim Projekt Scheibe C in Halle die Anforderungen der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) an ein KfW 40-Gebäude erfüllt. Foto: Schöck Bauteile

Dass diese besondere Aufgabe am besten mit dem Schöck Isokorb XT Typ K-O zu lösen ist, stand für Heimann laut eigener Aussage außer Frage: "Ich weiß, dass Schöck Produkte funktionieren und kannte den Korb. Mit den abgekröpften Zug- und Querkraftstäben mit Kopfbolzen lässt sich Isokorb XT Typ K-O optimal in kurzer Einbautiefe in der Decke verankern und erlaubt die Herstellung des Unterzugs im Nachgang."

Schöck Isokorb XT Typ K-O überträgt die Lasten des Balkons zuverlässig in die angrenzende Deckenplatte. Verschiedene Tragstufen von Isokorb XT Typ K-O kamen in diesem Objekt zum Einsatz. Hier konnte die Gebäudeerweiterung aus statischen Gründen nur in Leichtbeton ausgeführt werden, dessen Zusammensetzung im Vorfeld eng mit Schöck abgestimmt wurde. Da Schöck Isokorb bauaufsichtlich zugelassen ist, musste sichergestellt werden, dass der eingesetzte Beton die geforderten Eigenschaften besitzt.

"Mit Schöck Isokorb werden wir den Anforderungen der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) an ein KfW 40-Gebäude gerecht", erklärt der mit der Ausführungsplanung beauftragte Architekt Leander Kadoke von Haake Kadoke Architekten Stadtplaner Projektsteuerer aus Lübeck. Als tragendes Wärmedämmelement reduziert Schöck Isokorb dem Hersteller zufolge Wärmebrücken auf ein Minimum und sorgt so für die gewünschte thermische Trennung des kalten Außenbereichs vom beheizten, warmen Gebäudeinneren.

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