Still

Hochhubwagen definieren Leistungsgrenzen neu

von:

Burkhard Büscher

Still Gabelstapler
Die Geschäftsführer Thomas A. Fischer (l.) und Goran Mihajlovic standen den Journalisten Rede und Antwort. Foto: Büscher

HAMBURG. - Das Thema Elektromobilität wird nach Meinung von Thomas A. Fischer, Geschäftsführer des Gabelstapler-Herstellers Still, wesentlich durch die hohen Preise für fossile Brennstoffe getrieben. Still befasse sich seit über 90 Jahren mit Elektromobilität und habe sich entsprechende Kompetenz erworben. Dies drücke sich auch in der Kampagne "Mission: Zero Emission" aus, betonte Fischer anlässlich der Vorstellung der neuen Hochhubwagen EXV und EXV-SF in Hamburg.Zwar seien Verbrennungsmotor-Stapler von den Anschaffungskosten her günstiger als Elektro-Stapler, aber beim Blick auf die Servicekosten sehe dies schon wieder anders aus, so der Geschäftsführer bei der Präsentation vor über 120 Journalisten aus 15 Ländern. In Europa habe sich seit der Krise 2009 das Käuferverhalten zu Gunsten des E-Staplers geändert – im Westen etwas stärker als im Osten. In den vergangenen Jahren hätte es eine Stagnation des Anteils von verbrennungsmotorischen Staplern am Gesamtmarkt in Europa gegeben, während der Elektro-Stapler-Marktanteil erheblich gewachsen sei – im vergangenen Jahr sogar zweistellig. Ganz anders sieht die Situation nach Aussage von Fischer auf dem Weltmarkt aus. Dort sei nach wie vor der verbrennungsmotorische Stapler, ob in Diesel- oder in Gasausführung, der bei weitem dominante Gegengewichtsstapler.Mit der Einführung der Emissionsgesetzgebung 3b im vergangenen Jahr und mit der Einführung der nächsten Hürde von Euro 4 in 2019 werden nach Meinung von Fischer die Chancen für Elektor-Stapler weiter steigen, da die Entwicklungsaufwendungen, um die Partikel- und CO2-Emissionen weiter zu reduzieren, sehr teuer sind und folglich auch die Verkaufspreise für verbrennungsmotorische Stapler im zweistelligen Prozentbereich angehoben wurden. Nach Überzeugung von Fischer werden die Preise für V-Stapler noch weiter steigen. Auf der anderen Seite seien die Elektrostapler in der Summe sehr viel leistungsfähiger geworden. Entscheidend, so der Geschäftsführer, ist jedoch das Einsatzprofil. Zwar habe ein Dieselstapler bspw. unter schwierigen Einsatzbedingungen im Stahlwerk auf unebenem Grund und viel Steigungs- und Rampenfahrten seine Vorteile, auch in der Zukunft. Aber ein E-Stapler sei längst nicht mehr nur das Arbeitspferd im Inneneinsatz. Dort habe er nach wie vor seine Qualitäten.

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Still Gabelstapler
Batteriekapazitäten von bis zu 500 Ah ermöglichen lange Einsatzzeiten über eine normale Schicht hinaus. Fotos: Still

Dennoch gebe es im Außeneinsatz, was die Leistungsdaten bei Schnelligkeit und Beschleunigungsverhalten gerade bei den 80-V-Geräten angehe, kaum noch Lücken im Vergleich zum Dieselstapler. Sicherlich gebe es immer noch den Umstand, dass die Aufladung der Batterie länger dauere als das Betanken mit Kraftstoff. Aber in vielen anderen Punkten seien die Unterschiede doch sehr gering geworden, so dass man heute eher von einem Gegengewichtsstaplermarkt sprechen könne mit unterschiedlichen Antriebsarten, als von verschiedenen Marktsegmenten.Vor 50 Jahren, so Fischer, habe sich Still dafür entschieden, seine elektrische Kompetenz auch im verbrennungsmotorischen Bereich ein- und umzusetzen. Damals sei die Idee des dieselelektrischen Antriebs geboren worden. Fischer: "Wir sind die einzigen in der Branche, die diese Hybridtechnologie in der Serie über ein ganzes Programm von 1,6 bis 8 t konsequent vertreiben." Weil der Motor des RX70 in Summe über ein optimales Kennfeld und mit optimalen Drehzahlen arbeite und den Generator mit Energie für die Elektromotoren versorge, könne der geringste Verbrauch in seiner Klasse erzielt werden. Diese Technologie, die vor vielen Jahren bei Still geboren worden sei, habe heute einen Reifegrad erreicht, dass sie für das Unternehmen die Zukunft bedeute.Still hat seine Produktpalette im Bereich Hochhubwagen mit und ohne Standplattform modernisiert und erweitert. Die vielfältig einsetzbaren und äußerst robusten Geräte EXV 14-20 und EXV-SF 14-20 zeichnen sich durch zahlreiche Verbesserungen in puncto Kraft, Präzision, Ergonomie, Kompaktheit, Sicherheit und Umweltverantwortung aus. Damit setzen sie nach Aussage des Herstellers neue Maßstäbe im Markt.Hochhubwagen haben eine Schlüsselrolle in der Intralogistik, denn kaum ein anderes Flurförderzeug ist so vielseitig einsetzbar. Ob beim Lasttransport in der Lagervorzone, bei der Be- und Entladung von Lkw oder der Bedienung von Regalen – die kompakten Mitgänger- und Mitfahrgeräte meistern Lager- und Transportaufgaben selbst auf engstem Raum. Um noch mehr Kundenanforderungen abdecken zu können, hat Still seine Elektro-Hochhubwagen-Reihe EXV um sechs neue Modelle mit Tragfähigkeiten bis 2 t ergänzt.Die Geh-Hochhubwagen EXV 14, 16 und 20 und die kombiniert als Mitgänger- und Mitfahr-Geräte nutzbaren EXV-SF 14, 16 und 20 mit klappbarer Standplattform zeichnen sich neben dem neuen schlanken Orange-Silber-Design durch zahlreiche Innovationen, hohe Resttragfähigkeiten und außerordentliche Wendigkeit aus. Durch die vielen Konfigurationsmöglichkeiten,z. B. bei der Mastauswahl mit Telemast, NiHo-Mast oder Dreifachmast, lassen sich maximale Hubhöhen bis 5466 mm erreichen und es lässt sich für jede Transportaufgabe und jede konkrete Einsatzbedingung das richtige Gerät konfigurieren. Für herausragende Fahr- und Hubleistungen sorgen ein starker Drehstromantrieb mit 2,3 kW sowie ein Hubmotor mit einer Leistung von 3,2 kW.

Still Gabelstapler
Mit den neuen Elektro-Hochhubwagen bietet Still für jede Anforderung eine Lösung.

Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 10 km/h ohne Last und 8 km/h mit Last sind die Modelle EXV-SF 14-20 nach Darstellung von Still die schnellsten Geräte am Markt und damit auch für mittellange bis lange Strecken optimal einsetzbar. Die ausklappbare luftgedämpfte Standplattform und die individuell auf die jeweilige Körperhöhe einstellbaren seitlichen Schutzbügel sorgen dabei für Sicherheit und Komfort. Um eine sichere Kurvenfahrt zu gewährleisten, sind die EXV-SF 14-20 serienmäßig mit der "Curve Speed Control"-Funktion ausgestattet, die eine automatische und sanfte Geschwindigkeitsreduzierung in Kurven bewirkt.

In der Mitgänger-Funktion und bei den Geh-Hochhubwagen beträgt die maximale Geschwindigkeit 6 km/h. Darüber hinaus verfügen die EXV 14-20 serienmäßig über eine präzise elektrische Lenkung. Die Still Optispeed-Deichsel passt je nach Deichselwinkel die Geschwindigkeit automatisch an. Somit ist ein sicheres Arbeiten auch in besonders engen Umgebungen möglich.

Soll das Gerät auch bei senkrechter Deichselstellung noch fahrbar sein, ist dies mit der optional erhältlichen Schleichfahrtfunktion möglich.

Zusätzlich sind auch die EXV 14-20 mit der serienmäßigen "Curve Speed Control"-Funktion ausgestattet. Für mehr Effizienz beim Ein- und Ausstapeln hat Still die Hub- und Senkgeschwindigkeiten erhöht. Lasten heben die Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von ca. 0,16 m/s, ohne Last fährt die Gabel mit bis zu 0,30 m/s in die Höhe und beim Senken wird sogar ein Spitzenwert von 0,40 m/s erreicht.

Neue Bestleistungen in ihrer Klasse erreichen die Geräte aber auch bei der Resttragfähigkeit. So kann ein Fahrzeug mit Dreifachmast in einer Hubhöhe h3 von 5402 mm noch 730 kg heben, in einer Höhe von 4802 mm sogar noch 880 kg. Diese Werte hat der Bediener dank der Tragfähigkeitsanzeige am Mast stets für die aktuelle Gabelhöhe im Blick. Damit lassen sich selbst schwere Paletten in hohen Höhen sicher ein- und auslagern. Diese Option ermöglicht den Betreibern, mehr Ware auf gleicher Grundfläche zu lagern.

Ein weiteres Highlight in puncto Tragfähigkeit und Robustheit ist die Initialhub-Funktion. Mit dieser Option können selbst die EXV 14i bis 16i und die EXV-SF 14i bis 16i auf dem Initialhub 2 t transportieren, sofern der Masthub nicht genutzt wird. Damit sind die Fahrzeuge auch auf die Anforderungen des Horizontaltransportes optimiert und schlagen mehr Ware in der gleichen Zeit um als Geräte ohne Initialhub.

So können Kosten für die Anschaffung zusätzlicher Geräte gespart werden. Dank des Initialhubs meistert der EXV zudem mühelos Rampenfahrten und bietet mehr Bodenfreiheit für unebene Böden.

Alles im Blick haben Bediener über die neue Anzeige- und Bedieneinheit mit einem besonders hellen, reflexionsarmen und robusten Farbdisplay. Hier können Fahrprogramme gewählt oder Informationen zum Fahrzeugzustand entnommen werden. Neben den Fahrprogrammen "Boost" für maximale Umschlagleistung und dem Ener-giesparmodus "Eco" mit reduzierten Fahr-, Hub- und Senkgeschwindigkeiten bietet Still jetzt auch für alle Hochhubwagen serienmäßig die Blue-Q-Funktion an.

Je nach Einsatzprofil und Fahrzeugausstattung lassen sich im Blue-Q-Modus Energieeinsparungen von bis zu 7 % realisieren – bei maximal verfügbarer Fahrgeschwindigkeit. Dazu werden lediglich die Beschleunigungswerte angepasst, ohne dass die Umschlagleistung merklich zurückgeht.

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