Weltgrößte Landwirtschaftsmesse

Rekord bei Agritechnica: 470.000 Besucher gezählt

von: Andrea Lammert
Hannover (ABZ). – Die weltgrößte Agrarmesse Agritechnica ist mit einem neuen Besucherrekord zu Ende gegangen: Insgesamt kamen mehr als 470.000 Interessierte. Wie der Veranstalter Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) weiter mitteilt, waren die Messehallen zudem ausgebucht.
Messen und Veranstaltungen
JCB präsentierte zur Messe viele Neuheiten, wie neue Elektro-, Kompakt- und Teleskoplader. Mit dabei war auch das aktuelle Spitzenmodell der "Fastrac"-Reihe. Foto: Kai-Werner Fajga

Damit war es die erfolgreichste Agritechnica. Seit 1985 findet die Agrarmesse alle zwei Jahre statt, zuletzt 2019. Im Fokus der Messe standen Themen wie Smart Farming, Automatisierung, Konnektivität, autonome Landtechnik sowie alternative Antriebe.

"Das Herz der internationalen Landtechnikbranche schlägt im Takt der Agritechnica", betont Tobias Eichberg, Geschäftsführer der DLG Service GmbH, "und 2023 hat den Herstellern gezeigt, welche Pulsfrequenz die richtige ist, um ihre Entwicklungen am Markt zu platzieren, nämlich zwei Jahre." In diesem Jahr war die Agritechnica internationaler denn je. Immerhin 65 Prozent der Aussteller kommen laut Veranstalter aus dem Ausland. Auch das ist ein neuer Höchststand. Die meisten Unternehmen aus dem Ausland stammen aus Italien (351 Unternehmen), China (182), der Türkei (159). Insgesamt waren es 2812 Aussteller aus 52 Ländern, die ihre Maschinen, Produkte und Innovationen präsentierten. Darunter befanden sich auch viele Unternehmen aus der Baubranche. Denn die Schnittmenge ist groß: Ob Kipper, Lader oder Kehrmaschinen – die Aussteller nutzten die Gelegenheit, mit den Vertretern der Landwirtschaft zu netzwerken und Geschäfte abzuschließen.

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Nach einer Umfrage des Veranstalters berichteten 79 Prozent der Aussteller, dass sie Kontakte zu neuen Kunden knüpfen konnten. 76 Prozent der vertretenen Unternehmen sehen gute Chancen auf ein Nachmessegeschäft.

Dabei standen hauptsächlich Themen aus dem Agrarbereich im Fokus. Laut Umfrage der DLG kamen 58 Prozent der Besucher aus dem Bereich Land- und Forstwirtschaft, doch immerhin 16 Prozent aus dem Bereich Handel und Industrie. Darunter waren auch Hersteller aus der Baubranche unter anderem Zeppelin, Husqvarna, Bohnenkamp, Case, Dosan, Wolf System oder Bobcat. Mit seinen roten Kippern war Krampe Fahrzeugbau beispielsweise ein echter Hingucker ebenso wie John Deere mit seinen mächtigen Maschinen oder JCB mit den Teleskopladern.

Sahra Köhler, Marketingmanagerin bei JCB, zog ein positives Resümee der Agritechnica. Nicht nur, dass die Agritechnica gut besucht war, die Besucher seien auch schon mit konkreten Fragen an den Baumaschinenhersteller herangetret en. Es habe vielfach echtes Kaufinteresse bestanden. Auch Michael Horsch, Geschäftsführer Horsch Maschinen, ist zufrieden: "Wir konnten Rekordzahlen bei unseren Besuchern verzeichnen. Es ist wichtig, dass sich die Branche alle zwei Jahre auf der Agritechnica trifft."

Das unterstreicht auch die Umfrage, die die DLG unter den Ausstellern gemacht hat. Danach gaben 89 Prozent der Aussteller an, zufrieden mit dem Ergebnis zu sein. Auch Kubota war dabei. "Automatisierung, Nachhaltigkeit, Effizienz und Konnektivität waren für uns die großen Themen der Messe. Die Agritechnica ist die Weltleitmesse der Landtechnik. Die Internationalität und die Innovationspower, die hier gezeigt wurden, suchen seinesgleichen", sagt Andreas Kaczmarczyk, Vice President Marketing Tractor Business Europe, Kubota.

Agritechnica 2023

Krampe präsentierte gleich mehrere neue Mulden- und Kippervarianten und warb bei der Inszenierung der Halbrundmulde HP20 auch für den Einsatz fern vom Acker. Foto: Kai-Werner Fajga
Digitalisierung hat sich im Agrarbereich durchgesetzt: Lemken zeigte seinen autonomen Ackerschlepper unter dem Begriff „Next Level farming“. Foto: Kai-Werner Fajga
Ein Blick in die Zukunft: Mittels autonomer Drohnen, die selbstständig aus ihren Boxen starten, fliegen und landen, sollen Ackerflächen dauerhaft überwacht werden. Foto: Kai-Werner Fajga

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